08/08/2012
SwingMED-Premiere in Innsbruck
Erfolgreiche Behandlung
für viele Wirbelsäulenbeschwerden
Im GammaSwing-Zentrum Innsbruck von Hubert Schneeberger werden Patienten mit Rückenproblemen seit 2010 sanft schwingend therapiert. Nun wird das neue dynamische Extensionsgerät SwingMED des renommierten Außerferner Unternehmens TKH-Medical erstmals einem Fachpublikum präsentiert. Es bietet eine erfolgversprechende Möglichkeit, verschiedenste Wirbelsäulen-Probleme mit einer konservativen Therapie zu behandeln – effizient und gut verträglich.
Die „Volkskrankheit Rückenschmerzen“ stellt ein eminent wichtiges Gesundheitsproblem dar, das enorme medizinische Ausgaben sowie volkswirtschaftliche Schäden verursacht. Für die Behandlung der Symptome von Seiten degenerativer Veränderungen der Wirbelsäule werden zahlreiche therapeutische Optionen eingesetzt, die von Medikamenten über physikalische Therapieverfahren bis hin zu chirurgischen Eingriffen reichen.
Bei den Methoden der physikalischen Therapie zur Behandlung von Rückenschmerzen hat sich neben der Bewegungstherapie insbesondere auch die Extensionsbehandlung gut bewährt. Dieses Behandlungsprinzip der dynamischen Extensionstherapie erfährt nun durch die im Gerät SwingMED realisierte, neuartige therapeutische Umsetzung eine im medizinischen Alltag guten Erfolg versprechende Modifikation und Weiterentwicklung. Dabei wird eine Extensionswirkung auf die Wirbelsäule, wie bereits beim Vorgängermodell „GammaSwing“ von Prim. Dr. Gundolf, in optimaler und individuell adaptierbarer Weise mit einer schwingenden Bewegung kombiniert.
Das Gerät „SwingMED“ zeichnet sich durch eine sehr bequeme Abwicklung der Behandlung aus und bietet das Wirkprinzip der dynamischen Extensionstherapie in einer noch besser an die Voraussetzungen des Patienten angepassten Form an.
Drei Positionen – bis zur freien Hängelage
Bei der Behandlung wird der Patient an speziell gepolsterten Gamaschen, die am Unterschenkel angebracht werden, langsam in die Höhe gezogen. Dabei können drei Positionen der Therapie unterschieden werden (jeweils ca. 5 min.): Beckenabhebung, Rumpfabhebung mit Schulterkontakt zur Unterlage und freie Hängelage. Bei Bedarf kann die therapeutische „Schwingung“ (Auf- und Ab-Bewegung) mit einer Frequenz von bis zu 100 Schwingungen pro Minute in jeder beliebigen Position eingesetzt werden.
Bei der Entwicklung von SwingMED wurde großer Wert auf Komfort und Bequemlichkeit für den Patienten gelegt: So ermöglicht eine ergonomisch gestaltete Liege, die in einer Höhe von 20 bis 60cm stufenlos verstellbar ist, ein bequemes Positionieren für den Patienten. Um den Schulterstand ohne stärkere (oft unangenehme, schmerzhafte) Flexion zu erreichen, wird die Therapieliege abgesenkt, gleichzeitig der Fußteil nach oben geneigt und somit eine angenehme Anpassung an den Patienten erzielt. Durch Heruntergleiten des Patienten am Fußteil und paralleles Absenken der Hubeinheit kann der Patient von der freien Hängelage wieder bequem in die Ausgangsposition (Ruhelage) rückgeführt werden. Bei allen Positionen hat der Therapeut zum Patienten nicht nur freien Sichtkontakt, sondern auch barrierefreie Eingriffsmöglichkeiten.
Auf einer Bildschirmanzeige mit kombiniertem Touchpanel kann der Arzt bzw. Therapeut sämtliche Statusinformationen ablesen. Eine spezielle Software ermöglicht einen sensorgesteuerten Ablauf der Therapien sowie Speicherung der Behandlungsmodalitäten für die nächsten Therapieeinheiten.
Die positiven Effekte
Die Behandlung mit SwingMED bewirkt eine sanfte Dehnung der Muskeln und Bänder, führt zu einer schonenden Separation der Gelenksflächen der kleinen Wirbelgelenke sowie zu einer Druckverminderung (Unterdruck) im Bereich der Bandscheiben. Nach den zahlreichen, bisher durchgeführten Behandlungen stellt die Therapie mit einem dynamischen Extensionsgerät eine hilfreiche medizinische Innovation und Bereicherung des therapeutischen Spektrums für die Behandlung von Erkrankungen der Wirbelsäule und mitunter sogar eine Alternative zur Bandscheiben-Operation dar.
Nach zahlreichen Behandlungen zeigten sich bei den meisten Patienten (Erfolgsquote über 80%, wobei die Effekte meist über viele Monate anhalten; lt. den wissenschaftlichen Studien der Universitätsklinik Innsbruck) sehr gute Erfolge: Schmerzlinderung bis hin zur völligen Schmerzfreiheit, Muskelentspannung, Verbesserung der Beweglichkeit, Verbesserung der Schlafstörungen, und in etlichen Fällen konnte eine Bandscheiben-Operation hinausgezögert und sogar gänzlich vermieden werden. Die dynamische Extensionstherapie kann auch gut mit anderen physikalischen Behandlungen kombiniert werden (z.B. Bewegungstherapie) und zeichnet sich durch gute Verträglichkeit und ein geringes Behandlungsrisiko aus.
Indikationen
Die Hauptindikation der dynamischen Extension sind degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule, insbesondere der Lendenwirbelsäule („Low Back Pain“). Bei Bandscheiben-Degenerationen (Protrusion/Vorwölbung, Prolaps/Vorfall) sowie bei Schmerzen durch arthrotische Veränderungen der kleinen Wirbelgelenke konnten sehr gute Therapieerfolge erzielt werden. Weitere Einsatzgebiete von SwingMED: Blockierung der kleinen Wirbelgelenke, Facettengelenks-Syndrom, Verspannung der Rückenmuskulatur, Ischias, Ischialgie (Schmerzen, die von der Lendenwirbelsäule bis ins Bein ausstrahlen), Hexenschuss (Lumbago, akute Lumbalgie), Coxarthrose, Zustand nach Bandscheiben-Operation (nach Abheilung). Die Behandlung (ca. 30 Min.) wird in den meisten Fällen zwei bis drei Mal pro Woche durchgeführt. Insgesamt meist ca. 6-10 Behandlungen.
SwingMED sorgt für („Ent“)Spannung
Nicht nur für rückengeplagte Patienten mit akuten oder chronischen Wirbelsäulenproblemen ist SwingMED ein ideales Therapiegerät: Die dynamische Extensionstherapie eignet sich besonders auch für (Spitzen- & Hobby-)Sportler, da sie eine besondere Entspannung und Lockerung der Rückenmuskulatur bewirkt und für Wohlbefinden sorgt. Aber auch stressgeplagte Manager schätzen diese besondere „Massage“.
Weitere Informationen unter www.swingmed.at und www.gammaswing.innsbruck.at
Health & Prevention