
02/06/2023
MÄNNERGESUNDHEIT: MACH WAS, MANN!
Das Augenmerk stärker auf die Männergesundheit richten? Unbedingt! Wir sagen Ihnen, warum das so wichtig ist.
Gesundheit spielt für das vermeintlich starke Geschlecht oftmals keine allzu große Rolle. Statistisch gesehen bringen 62 Prozent der Männer hierzulande zu viele Kilos auf die Waage, ein Fünftel leidet unter Fettleibigkeit. Das Risiko eines Herzinfarktes ist bei Männern deutlich höher als bei Frauen – und die Lebenserwartung um fünf Jahre geringer. Kein Wunder, viele Männer essen nicht nur ungesünder, sie trinken und rauchen zu viel und missachten körperliche Warnsignale. Der Gang zum Arzt wird häufig als Zeichen der Schwäche gewertet. Ernsthafte Erkrankungen werden daher meist spät, nicht selten auch zu spät erkannt.
Das gilt auch für psychische Probleme. Zwar werden starke Stressbelastungen oder Depressionen bei Männern seltener diagnostiziert als bei Frauen, schaut man sich allerdings die Zahl der Selbstmorde an, zeigt sich: Der Anteil der Männer liegt bei fast 75 Prozent!
Höchste Zeit also, sich mal intensiver mit dem Thema Männergesundheit in all seinen Facetten zu beschäftigen und die Herren der Schöpfung dazu zu bringen, mehr Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen.
Männer sind Vorsorgemuffel
Männer lassen sich regelmäßig ärztlich durchchecken? Leider nicht. Nur rund 45 Prozent nutzen die kostenlosen Check-ups zur Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenleiden und Diabetes mellitus – oder die regelmäßigen, ebenfalls kostenlosen Auffrischimpfungen. Warum das so ist, lässt sich nur vermuten. Möglicherweise schwingt hier immer noch das traditionelle Männerbild des „harten Kerls“ mit: Mann geht eben erst dann zum Arzt, wenn gar nichts mehr geht …
Wann zur Vorsorge? Ein Überblick:
Zwischen 18 und 35 Jahren findet ein einmaliger Vorsorge-Check statt.
Ab 35 Jahren findet alle drei Jahre eine Gesundheitsuntersuchung zur Früherkennung von Krankheiten (u. a. der Nieren, des Herz-Kreislauf-Systems oder Diabetes) statt. Dazu zählt jetzt auch ein einmaliges Screening auf Hepatitis B und C.
Ab 35 Jahren kann alle zwei Jahre ein Hautkrebs-Screening gemacht werden.
Männer ab 45 Jahren haben Anspruch auf eine jährliche Prostata- und Enddarm-Krebsvorsorge. Dabei wird auch der Stuhlgang nach Blutspuren untersucht und eine Blutuntersuchung gemacht, die einen bestimmten Marker (PSA-Wert) ermittelt, der auf Prostatakrebs hindeutet.
Ab 50 Jahren steht jedem die Darmkrebsvorsorge offen. Dabei wird auch der Stuhl nach Blutspuren untersucht.
Männer ab 65 Jahren haben Anspruch auf eine Ultraschalluntersuchung zur Früherkennung von Aneurysmen der Bauchschlagader.