03/04/2026
Als Kind war für mich Ostern die Zeit mit den bunt bemalten Eiern und dem Suchen nach Schokoladeosterhasen.
Erst viel später habe ich begriffen, was Ostern wirklich bedeutet.
Nein, Ostern ist für mich nicht nur ein religiöses Fest.
Es ist in meinem Leben oft erlebte Erkenntnis, dass etwas sterben und doch weiterleben, dass etwas verloren und doch zurückkehren und etwas zerbrechen und dennoch wieder heil werden kann.
Denn die Auferstehung die wir feiern, ereignet sich nicht in irgendeinem konfessionellen Bekenntnis.
Sie geschieht in uns selbst.
Wenn wir zerbrechen und dennoch vergeben.
Wenn wir fallen und dennoch aufstehen.
Wen wir uns trauen, trotz allem weiterzumachen.
Ja, Ostern ist kein Fest der Stärken. Es ist das Fest der Gebrochenen, der Verlorenen, der Suchenden.
Es ist für jene, die gefallen sind und die sich fragen, ob sie jemals wieder aufstehen werden.
Wer Ostern feiert, ohne je verloren gewesen zu sein, feiert Oberflächlichkeiten.
Wer aber schon einmal ganz unten war, sei es durch einen Verlust, eine Erkrankung oder das langsame Verblassen des eigenen Mutes, der versteht:
Ostern ist nicht eine Geschichte von damals. Es ist unsere eigene Geschichte.
Jedes Mal, wenn wir uns selbst wiederfinden, wenn wir uns schon verloren glaubten.
Denn Ostern ist die Auferstehung unserer eigenen Menschlichkeit. 💖
(Reza Hafiz)
Herzensgrüße
Monika 💫💖