04/11/2025
➡️ Fatigue, eine anhaltende Form von Erschöpfung, tritt häufig auch während einer Krebserkrankung und nach einer Krebstherapie auf. Wie geht es Kindern, die an Krebs erkrankt sind? Auf diese Frage haben Innsbrucker Forscher nun erste Antworten. Ein Team um den Kinderonkologen Roman Crazzolara und dem jungen Mediziner Alexander Tilg untersuchte erstmals den Zusammenhang von Krebstherapie und körperlicher Fatigue bei Kindern.
➡️ Schon in einer vorangegangenen Studie wurden regelmäßig Symptome erhoben, die direkt von an Krebs erkrankten Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre – je nach Alter auch von deren Eltern – über eine App übermittelt worden waren. Somit lagen dem Team über 11.000 persönliche Einschätzungen des gesundheitlichen und körperlichen Befindens vor, die auf einer Skala von 0 für sehr starke Fatigue bis 100 für keine Fatigue eingeordnet wurden.
➡️ Die zentrale Erkenntnis: Fatigue verläuft wellenförmig und unterscheidet sich je nach Erkrankung und Therapieabschnitt. Besonders ausgeprägt ist die körperliche Erschöpfung bei Non Hodgkin Lymphomen und akuter myeloischer Leukämie. Und: Immunsuppressiva verschlechtern die Fatigue messbar, während die Immuntherapie die körperliche Verfassung deutlich verbessert.
➡️ Auf Basis dieser Daten wurden an der Kinderklinik Innsbruck in einem Pilotprojekt bereits konkrete Schritte abgeleitet: In Phasen in denen Fatigue nachweisbar ansteigt, wurden die Kinder durch gezieltes körperliches Training wie Kraftübungen physisch wie psychisch gestärkt.
Mehr Infos: https://www.i-med.ac.at/mypoint/news/796041.html
Foto: MUI/D. Bullock