05/03/2026
❤️ Gemeinsam Frauenleben retten
Eine Reanimation sollte keine Frage des Geschlechts sein – doch in der Praxis zeigen sich Unterschiede zwischen Mann und Frau. Eine Studie der Medizinischen Universität Innsbruck belegt: Bei einem simulierten Herz-Kreislaufstillstand führten Ersthelfer:innen Wiederbelebungsmaßnahmen an einer weiblichen Puppe im Durchschnitt weniger effektiv durch als an einer männlichen.
Die Ergebnisse decken sich mit internationalen Studien, die zeigen, dass Frauen in der Öffentlichkeit seltener reanimiert werden – mit Auswirkungen auf ihre Überlebenschancen.
👉„Wir wollen Frauenleben retten“, sagen Med Uni Innsbruck, Tirols Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele, Innsbrucks Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr und Rotes Kreuz Tirol. Die Med Uni Innsbruck setzt gemeinsam mit dem Rotem Kreuz Tirol sowie Partner:innen aus Land und Stadt auf Aufklärung und weibliche Übungspuppen in Ausbildung und Training. Ziel ist es, Unsicherheiten abzubauen und die Qualität der Reanimation unabhängig vom Geschlecht zu verbessern.
❓Was tun bei einem Herz-Kreislaufstillstand bei einer Frau?
➡️ „Bei der Wiederbelebung gibt es zwischen Mann und Frau medizinisch keinen Unterschied – gedrückt wird in der Mitte des nackten Brustkorbs, fest und schnell“, erklärt Benjamin Treichl, Oberarzt an der Univ.-Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin der Med Uni Innsbruck. „Auch bei Frauen soll niemand aus Unsicherheit oder falscher Rücksichtnahme zögern. Es gilt: Bewusstsein und Atmung kontrollieren, wenn diese fehlen den Notruf veranlassen oder selbst absetzen und dann ohne Zögern wiederbeleben – 30 Mal Herzmassage, 2 Mal Atemspende im Wechsel.“
So zeigen es Jakob Stähr und Fabio Rützler im Video. Gemeinsam mit David Ortner haben die drei Medizinstudenten für ihre Diplomarbeit die Qualität der Wiederbelebung an weiblichen und männlichen Puppen verglichen (Studienleitung: Sabine Ludwig, Institut für Diversität in der Medizin).
🔗Mehr Informationen zur Studie und zur gemeinsamen Pressekonferenz gibt es hier:
https://www.i-med.ac.at/mypoint/news/799595.html
(Video: MUI)