30/09/2025
Zecke? Falsch!
Habt ihr gedacht, dass es sich bei dem Tier auf dem Foto um eine Zecke handelt? Falsch gedacht! Das ist die Hirschlausfliege, die jetzt im Frühherbst gerne meine Kolleginnen und Kollegen und deren Hunde ärgert!
Ihr Lebensraum sind Wälder oder Waldränder, gerne mit Kiefern- oder Eichenbestand. Diese blutsaugenden Fliegen können bis zu 6 mm lang werden. Sie besitzen kräftige Krallen, mit denen sie sich an ihrem Wirt (Reh-/Rot- und Damwild) festhalten. Manchmal werden auch Füchse, Wildschweine und Dachse befallen. Ebenso wie der Mensch und seine Tiere, wie z.B. Hunde, Pferde und Rinder. Wenn eine Hirschlaus in den Haaren sitzt, merkt man das ganz deutlich. (Erfahrungen unserer Kolleginnen und Kollegen draußen im Revier!) 😉
Ist der Wirt erreicht, werfen die Weibchen ihre Flügel ab und kriechen durch Haare und Fell um sich festzuhaken und zu stechen. Sie leben nun (flugunfähig) als Parasit von dessen Blut und ernähren sich durch wiederholtes Stechen. Mit Zecken werden sie oft verwechselt, allerdings besitzen sie nur sechs anstatt acht Beine und gehören auch nicht zu den Spinnentieren, sondern zu den Fliegen.
Im Spätsommer bzw. Frühherbst kann man von Hirschlausfliegen regelrecht überfallen werden! Ihr Stich ist schmerzhaft und kann zu Juckreiz, Quaddeln-Bildung, Schwellung und Entzündung führen. Hunde werden nach einem Stich sehr unruhig und nervös. Sie fangen an sich zu kratzen und zu beißen. Auch bei ihnen sind Entzündungen und Quaddeln-Bildung möglich. Abhilfe schafft nur das Entfernen der Parasiten.