17/02/2026
Gesunde Menschen brauchen keine Vitamin-D-Supplements, das zeigen Studien eindeutig. Vitamin D einzunehmen schützt vermutlich nicht vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder Diabetes.
Jana von Medizin transparent war dazu in ORF Konkret zu Gast. Ihr Fazit: Bei schwerem Mangel ist eine Vitamin-D-Einnahme sinnvoll, andernfalls nicht. Ob ich einen Mangel habe, zeigt mir eine einfache Blutabnahme bei Arzt oder Ärztin.
Hochdosierte Vitamin-D-Supplements aus dem Internet zu schlucken, kann die Gefahr einer Überdosis bergen: Muskelschwäche, Herzrhythmusstörungen und Nierenschäden deuten auf eine „Vergiftung“ mit Vitamin D hin. Die Europäische Lebensmittelbehörde hat als sichere Obergrenze 4000 IE/d (100 Mikrogramm) für Heranwachsende und Erwachsene festgelegt. Mehr ist auf Dauer zu viel.
Übrigens: Das Vitamin D, das wir in der warmen Jahreszeit durch die Sonneneinstrahlung bilden, reicht oft aus, um uns über den sonnenarmen Winter zu bringen. Genügend Vitamin D bildet, wer in der warmen Jahreszeit 2 bis 3 mal pro Woche mit nackten Armen und Beinen in die Sonne geht. Und zwar halb so lang, wie es dauert, einen Sonnenbrand zu bekommen. Helle Hauttypen bilden schneller Vitamin D, dunkle langsamer. Menschen mit dunkler Haut haben deshalb auch ein höheres Risiko für einen Mangel - ebenso wie Menschen, die sich hauptsächlich drinnen aufhalten, und alte Menschen.
Mehr Infos und alle unsere Vitamin-D-Faktenchecks finden Sie auf medizin-transparent.at
Video: ORF