10/07/2025
Warum Nähe manchmal Angst macht – und was unser Nervensystem damit zu tun hat
Es gibt einen Grund, warum Nähe für viele Menschen nicht einfach ist.
Warum wir uns zurückziehen, obwohl wir uns nach Verbindung sehnen.
Warum wir kämpfen, obwohl wir lieben wollen.
Unser Nervensystem erinnert sich.
An alles, was zu viel war.
An alles, was wehgetan hat.
An Momente, in denen Nähe nicht sicher war – sondern bedrohlich.
Wenn wir in der Vergangenheit verletzt wurden – emotional, körperlich, seelisch – speichert unser Nervensystem diese Erfahrungen als Warnsignal ab:
Nähe = Gefahr.
Verletzlichkeit = Risiko.
Liebe = Schmerz.
Und dann kommt das Ego.
Nicht als Feind, sondern als Wächter.
Es will uns schützen.
Es baut Mauern, kontrolliert, analysiert, zieht sich zurück oder geht in den Angriff.
Nicht, weil es böse ist – sondern weil es glaubt, dass wir sonst wieder verletzt werden.
Das Ego fühlt sich sicher in alten Strukturen.
In Distanz.
In Kontrolle.
In Misstrauen.
Doch wenn wir uns entscheiden, Nähe zuzulassen – echte, tiefe Nähe – beginnt ein innerer Konflikt.
Das Nervensystem schlägt Alarm.
Das Ego geht in Verteidigung.
Und oft beginnt ein Kampf – nicht nur in uns, sondern auch mit dem Gegenüber.
Denn auch das Gegenüber trägt seine eigenen Wunden.
Sein eigenes Nervensystem.
Sein eigenes Ego.
So entstehen Missverständnisse, Rückzüge, Konflikte.
Nicht, weil wir uns nicht lieben – sondern weil wir uns nicht sicher fühlen.
Und genau deshalb erleben wir in der Welt so viel Trennung, Missverständnis und Schmerz.
So viele Menschen sind müde.
Nicht nur körperlich – sondern seelisch erschöpft.
Vom Kämpfen. Vom Funktionieren. Vom Getrenntsein.
Doch Heilung ist möglich.
Indem wir lernen, unser Nervensystem zu beruhigen.
Indem wir unser Ego nicht bekämpfen, sondern verstehen.
Indem wir uns selbst und anderen mit Mitgefühl begegnen.
Es beginnt mit einem Atemzug.
Mit einem Moment der Ehrlichkeit.
Mit dem Mut, zu fühlen – auch wenn es weh tut.
Denn hinter der Angst wartet die Verbindung.
Und hinter der Müdigkeit – das Leben.
✨ Und am Ende bleibt eine Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen muss:
In welcher Welt willst du leben?
In der des Rückzugs, der Angst und des Getrenntseins –
oder in der der Verbindung, der Heilung und des Mitgefühls?
-Neue Erde - Neue Wege-