12/01/2026
📱 Social Media & Jugendliche – Chancen, Risiken und was Psychotherapie dazu sagt
Soziale Medien sind für viele junge Menschen zentraler Teil ihres Alltags: Sie bieten Möglichkeiten zur Vernetzung, zur Identitätsentwicklung und zur Informationssuche – etwa auch zu psychischer Gesundheit. Doch die Realität ist ambivalent.
🧠 Aktuelle Entwicklungen zeigen:
• Plattformen wie TikTok erweitern mentale Gesundheitsressourcen, um bewusstere und gesündere Nutzung zu fördern, z. B. durch Zeit‑ & Well‑Being‑Tools.
• Auf EU‑Ebene diskutieren Regulierungsbehörden über restriktivere Regeln für Teenager und Altersgrenzen, um Risiken für junge Nutzende zu begrenzen – etwa Mindestalterregeln oder Altersprüfungen.
⚠️ Warum ist das Thema relevant für die psychische Gesundheit?
Wissenschaftliche Analysen zeigen, dass intensive Social‑Media‑Nutzung mit negativen psychischen Auswirkungen wie Depression, Angst oder gestörtem Selbstwertgefühl zusammenhängen kann, besonders wenn sie exzessiv oder unreflektiert geschieht.
Zudem besteht das Risiko, dass junge Menschen Online‑Inhalte zur Selbstdiagnose nutzen – ohne professionelle Bewertung – was zu Fehleinschätzungen oder zusätzlicher Belastung führen kann.
👉 Aus Sicht der Psychotherapie bedeutet das:
Social Media allein „macht“ keine psychischen Erkrankungen – aber Druck, Vergleich, Suchtmuster und fehlende reflektierte Nutzung können Stress und Belastung verstärken. Hier setzt psychotherapeutische Unterstützung an:
• Reflexion von Mediennutzung
• Stärkung von Selbstwert und Resilienz
• Entwicklung gesunder Grenzen und digitaler Gewohnheiten
💬 Unsere Botschaft:
Social Media kann bereichern, aber ohne reflektierte Nutzung auch belasten – besonders junge Menschen brauchen Medienkompetenz, Begleitung, Schutz & Rahmenbedingungen, die psychische Gesundheit unterstützen.