22/04/2026
Der diesjährige 𝗞𝗼𝗻𝗴𝗿𝗲𝘀𝘀 𝗱𝗲𝗿 𝗔𝗘𝗣𝗖 (aepc.org) fand in Zürich statt und bot eine bedeutende internationale Plattform für den Austausch zu aktuellen Entwicklungen in der Betreuung von Kindern mit angeborenen Herzfehlern (AHF).
Im Mittelpunkt der Konferenz standen innovative Interventionen zur Unterstützung von Kindern mit AHF, insbesondere im Hinblick auf deren neurologische Entwicklung.
Kinder mit angeborenen Herzfehlern weisen ein erhöhtes Risiko für Entwicklungsstörungen auf, vor allem im Bereich der exekutiven Funktionen, die wesentlich für schulischen Erfolg und psychosoziales Wohlbefinden sind.
𝐃𝐢𝐞 𝐕𝐨𝐫𝐭𝐫ä𝐠𝐞 𝐮𝐧𝐝 𝐃𝐢𝐬𝐤𝐮𝐬𝐬𝐢𝐨𝐧𝐞𝐧 𝐛𝐞𝐥𝐞𝐮𝐜𝐡𝐭𝐞𝐭𝐞𝐧:
• neue therapeutische und pädagogische Ansätze zur Förderung der kognitiven Entwicklung
• Interventionen zur Unterstützung von Verhalten und psychischer Gesundheit
• interdisziplinäre Perspektiven aus Forschung und klinischer Praxis
• Ansätze aus anderen Patientengruppen mit Übertragbarkeit auf Kinder mit AHF
• Entwicklungen entlang der gesamten Lebensspanne – von der pränatalen Phase bis ins Erwachsenenalter
𝐄𝐢𝐧 𝐛𝐞𝐬𝐨𝐧𝐝𝐞𝐫𝐞𝐫 𝐅𝐨𝐤𝐮𝐬 𝐥𝐚𝐠 𝐚𝐮𝐟 𝐝𝐞𝐫 𝐕𝐞𝐫𝐛𝐢𝐧𝐝𝐮𝐧𝐠 𝐯𝐨𝐧 𝐰𝐢𝐬𝐬𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐚𝐟𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐄𝐫𝐤𝐞𝐧𝐧𝐭𝐧𝐢𝐬𝐬𝐞𝐧 𝐦𝐢𝐭 𝐩𝐫𝐚𝐤𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐀𝐧𝐰𝐞𝐧𝐝𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧 𝐢𝐦 𝐤𝐥𝐢𝐧𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐀𝐥𝐥𝐭𝐚𝐠.
𝐌𝐚𝐠. 𝐃𝐫. 𝐑𝐚𝐩𝐡𝐚𝐞𝐥 𝐎𝐛𝐞𝐫𝐡𝐮𝐛𝐞𝐫 (Klinischer- und Gesundheitspsychologe, Kinderherz Zentrum Linz) nahm gemeinsam mit 𝐏𝐫𝐢𝐦. 𝐏𝐫𝐢𝐯.-𝐃𝐨𝐳. 𝐃𝐫. 𝐉𝐨𝐡𝐚𝐧𝐧𝐞𝐬 𝐇𝐨𝐟𝐞𝐫 (Institutsleitung für Sinnes- und Sprachneurologie, KH Barmherzige Brüder Linz) am Kongress teil.
Dabei präsentierten sie das 𝐅𝐨𝐫𝐬𝐜𝐡𝐮𝐧𝐠𝐬𝐩𝐫𝐨𝐣𝐞𝐤𝐭 𝐒𝐭𝐫𝐨𝐧𝐠 𝐂𝐡𝐢𝐥𝐝 (Strong CHilD II), das sich mit der 𝐤𝐨𝐠𝐧𝐢𝐭𝐢𝐯𝐞𝐧 𝐄𝐧𝐭𝐰𝐢𝐜𝐤𝐥𝐮𝐧𝐠 𝐯𝐨𝐧 𝐊𝐢𝐧𝐝𝐞𝐫𝐧 𝐦𝐢𝐭 𝐇𝐞𝐫𝐳𝐞𝐫𝐤𝐫𝐚𝐧𝐤𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧 beschäftigt.
Der Beitrag wurde durch einen Videovortrag unterstützt und stieß auf großes Interesse im internationalen Fachpublikum. Ergänzend brachte Dr. Oberhuber auch persönliche Perspektiven ein – sowohl als Wissenschaftler als auch als selbst Betroffener.
Der Kongress zeichnete sich durch einen intensiven internationalen Austausch aus. Besonders hervorgehoben wurde die enge Verzahnung von klinischer Praxis und Forschung in vielen Zentren, die als Vorbild für eine ganzheitliche Versorgung dient.
Neben Österreich waren Fachkräfte aus zahlreichen Ländern vertreten, was den interdisziplinären Dialog weiter stärkte. Die AEPC-Tagung findet im zweijährigen Rhythmus statt; der nächste Kongress wird 2028 in Paris abgehalten.
Die Konferenz zeigte deutlich, wie wichtig frühzeitige, gezielte und evidenzbasierte Interventionen für Kinder mit AHF sind. Gleichzeitig wurde klar, dass weiterhin Bedarf an spezifischen Programmen und langfristiger Begleitung besteht.
Die gewonnenen Erkenntnisse liefern wertvolle Impulse für die Arbeit von Fachkräfte in Medizin, Psychologie und Pädagogik.