Physiotherapie Tamara Renzhofer, Bsc

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Wie Achtsamkeit in der Physiotherapie hilft und warum sie ein Gewinn für Patient*in und Therapeut*in sein kann. Teil 2.A...
18/09/2025

Wie Achtsamkeit in der Physiotherapie hilft und warum sie ein Gewinn für Patient*in und Therapeut*in sein kann. Teil 2.

Achtsamkeit ist vielleicht keine schnell wirksame Wunderpille, aber nachweislich hilft sie- bei regelmäßiger Übung- gegen Stress, Schmerz und depressive Symptome (und wird noch bei einer Menge anderer Probleme erfolgreich eingesetzt). Der Modus des achtsamen Gewahrseins bringt uns in eine Position, in der wir unseren emotionalen oder körperlichen Schmerz eher beobachten und uns damit in gewisser Weise davon distanzieren können. Das verändert vielleicht nicht den Schmerz an sich, aber es entsteht dadurch die Chance…

… wahrzunehmen, wie der Schmerz wirklich ist
… dass er vielleicht nicht so gefährlich ist, wie wir denken
… dass er von Gedanken begleitet wird, zum Beispiel von Ängsten über die möglichen Konsequenzen (und das kann zusätzlichen Stress verursachen)
… dass wir unseren Fokus darauf, aber auch davon weglenken können

Hier eine einfache Übung dazu: „Fokus lenken“

Nimm eine bequeme Position ein. Schließ die Augen, nimm ein paar Atemzüge und komm in der Position zur Ruhe. Lenke deine Aufmerksamkeit auf deinen Körper und nimm wahr, ob du irgendwo Schmerz, Spannung, Unruhe, Ziehen oder etwas Anderes spürst. Versuche, deine Wahrnehmung zu ergründen: Wie fühlt sich das genau an? Kribbelt, brennt oder pulsiert es? Breitet es sich aus, ist es punktuell? Welche Gedanken und Gefühle begleiten das Körpergefühl?

Dann lenke deinen Fokus auf eine neutrale Körperstelle, zum Beispiel dein linkes Ohrläppchen, den rechten kleinen Finger oder woanders, wo du gerade nichts Besonderes spürst. Schenke diesem Bereich deine ganze Aufmerksamkeit und stelle dir dieselben Fragen- wie genau fühlt es sich hier an, und welche Gefühle und Gedanken begleiten diese Wahrnehmung?

Wann immer deine Wahrnehmung woanders hinwandert, kannst du dich entscheiden, ob du dorthin deinen Fokus lenken willst, oder ob du deine Aufmerksamkeit auf eine andere Körperstelle lenken willst.

Diese Übung hilft dabei, zu erkennen, dass wir- wenn auch erst nur für kurze Momente- in der Lage sind, unseren Fokus aktiv zu wählen, und dass es Bereiche in uns gibt, die in diesem Moment in Ordnung sind. Du kannst sie für dich selbst einsetzen oder im therapeutischen Kontext deinen Patient*innen anleiten.

Wie bei jedem Training wächst die Fähigkeit zur Achtsamkeit mit jeder einzelnen Wiederholung.

Wie Achtsamkeit in der Physiotherapie hilft und warum sie ein Gewinn für Patient*in und Therapeut*in sein kann. Teil 1. ...
12/09/2025

Wie Achtsamkeit in der Physiotherapie hilft und warum sie ein Gewinn für Patient*in und Therapeut*in sein kann. Teil 1.

Achtsamkeit hat in den letzten Jahren enorm an Popularität gewonnen, sowohl in der breiten Öffentlichkeit als auch in der Forschung. Obwohl ihre Wurzeln in spirituellen Traditionen liegen, hat sie mit Religion nicht viel zu tun. Der Markt ist gut gefüllt mit Kursen, Seminaren, Büchern und Lehrern, die große Versprechen zur Achtsamkeit liefern: Sie macht uns ausgeglichener, produktiver, entspannter, einfach rundherum glücklicher.

Doch was heißt Achtsamkeit eigentlich?

Achtsamkeit per Definition bedeutet, sich absichtslos und offen der erlebten Gegenwart zuzuwenden. Sein, mit dem was gerade ist, neugierig, ohne es zu bewerten, zu verurteilen oder zu verdrängen. Sie bezieht sich sowohl auf innere als auch auf Erfahrungen in der realen Welt. Kritiker sehen hier oft die Gefahr, dass sie uns dazu bringt, ungesunde Erfahrungen einfach auszuhalten- doch das ist damit nicht gemeint. Im Gegenteil, durch einen klaren und unverstellten Blick auf die Dinge wird uns eine überlegte Reaktion erst möglich. Und das ist eine wichtige Botschaft: Die Dinge klar wahrnehmen, damit wir nicht nur reagieren, sondern handeln können.

… und was hat das jetzt mit Physiotherapie zu tun?

Eine gute Beziehung zwischen Therapeut*in und Patient*in bildet eine fundamentale Grundlage jeder erfolgreichen Therapie. Beziehungsarbeit- ja, das ist definitiv Arbeit!- setzt voraus, dass man sich einander zuwendet und füreinander präsent ist. Und genau da kann Achtsamkeit eine wertvolle Hilfe sein.

Therapeut*innen, die achtsam sind
… mit ihrer eigenen Gefühlslage, können ihre eigenen Grenzen besser und schneller erkennen und sind so weniger anfällig für Stress
… können im Gespräch offen, präsent und unvoreingenommen sein
… können flexibel und empathisch auf Patient*innen reagieren, weil sie in jedem Moment „da“ sind, statt an starren Plänen festzuhalten
… handeln weniger reaktiv

Um achtsam zu sein, braucht es keine stundenlangen Meditationssitzungen und schon gar keine Räucherstäbchen ;) Schon den nächsten Atemzug bewusst wahrnehmen, deine Körperhaltung spüren während du das liest, dem Menschen vor dir wirklich zuhören- das ist Achtsamkeit.

Was erwarten unsere Patient*innen von uns?Als Physiotherapeut*innen sind wir gefordert, uns auf unterschiedliche Mensche...
01/09/2025

Was erwarten unsere Patient*innen von uns?

Als Physiotherapeut*innen sind wir gefordert, uns auf unterschiedliche Menschen, ihre Lebensgeschichten und Erfahrungen und ihr Verhalten im Umgang mit ihrer Situation einzustellen. Nur so können wir die Individuen, mit denen wir tagtäglich arbeiten, wirklich erfolgreich behandeln- statt Standardtherapie und Pauschalrezepte mit der Gießkanne zu verteilen. Aber was genau erwarten Patient*innen von „guten“ Physiotherapeut*innen?

Befragt man die Literatur, so befinden Patient*innen jene Physiotherapeut*innen für „gut“, die
… aktiv und ausdauernd zuhören, mit der Geschichte der Patient*innen „mitgehen“, sich auf sie einstellen und für sie zugeschnittene Lösungen finden
… ethische und moralische Grenzen kennen und akzeptieren, authentisch und echt auftreten
… klare und direkte Worte finden und verständliche Erklärungen anbieten
… empathisch und fürsorglich sind
… praktische Skills beherrschen, professionelle Kenntnisse haben und ihr Handeln reflektieren
… Patient*innen in alle Entscheidungsprozesse aktiv miteinbeziehen und flexibel genug sind, die Therapie an die Bedürfnisse aller Beteiligten anzupassen

Viele dieser Eigenschaften sind übrigens nicht nur Erwartungen, die Patient*innen auf Nachfrage angeben, sondern sie tragen auch nachweislich zu besseren Outcomes bei.

Ist das überraschend? Eigentlich nicht. Aber seien wir ehrlich: Wie oft stehen wir im Beruf unter Druck? Zeitmangel, eigene Erwartungen, ausbleibender Erfolg und andere Rahmenbedingungen schaffen häufig eine Atmosphäre, in der eine einfühlsame, zugewandte Kommunikation auf der Strecke bleibt.

Obwohl sie der größte Hebel zum Erfolg sein kann.

Wer hier näher eintauchen möchte: Michelle J. Kleiner, Elizabeth Anne Kinsella, Maxi Miciak, Gail Teachman, Erin McCabe & David M. Walton (2021): An integrative review of the qualities of a ‘good’ physiotherapist, Physiotherapy Theory and Practice, DOI: 10.1080/09593985.2021.1999354

28/08/2025

Was macht eine*n gute Physiotherapeut*in aus?

Wir Physiotherapeut*innen haben tiefgehende Kenntnisse in der menschlichen Anatomie und Biomechanik, kennen uns aus mit Wundheilungsphasen, manuellen Techniken und körperlichem Training. Aber macht uns das allein zu guten Praktiker*innen?

Oft lapidar als „soft skills“ gehandelt, sind es die kommunikativen und menschlichen Eigenschaften, die den Unterschied machen. Die Beziehung zwischen Therapeut*in und Patient*in kann darüber enscheiden, ob eine Therapie am Ende zufriedenstellend und erfolgreich für alle Beteiligten verläuft. Die Literatur verweist vielfach darauf, dass die psychischen und sozialen Aspekte bei muskuloskelettalen Beschwerden eine Einflussgröße sind, in manchen Fällen sogar mehr Einfluss haben als die strukturellen Veränderungen. Wie wollen wir auf dieses Wissen reagieren? Wie können wir mit diesem Wissen den Therapieverlauf positiv gestalten? Welche „Techniken“ stehen uns hier zur Verfügung? Und was erwarten unsere Patient*innen wirklich von uns?

Ich sage nicht, dass wir unser anatomisches Wissen, eine profunde Untersuchung, eine evidenzbasierte Behandlung ignorieren sollen- ganz im Gegenteil, all das bildet die Basis der zielführenden Therapie. Aber sollten wir uns fragen, ob wir den sogenannten „soft skills“ vielleicht mehr unserer Aufmerksamkeit widmen wollen.

27/12/2024

Ich wünsche allen entspannte Feiertage und einen fitten Start ins Jahr 2025! Ich bin ab 2.1. wieder für Terminvereinbarungen telefonisch erreichbar und ab 7.1. zurück in der Praxis.

16/11/2024

Wie Physiotherapie funktioniert (oder: wie sie nicht funktioniert). Teil 3.

Es wird irgendetwas an dir „geradegerichtet“ oder „eingerenkt“, und damit bleibst du dein Leben lang schmerzfrei.

Den Händen von TherapeutInnen werden manchmal wundersame Fähigkeiten zugedacht. Um ehrlich zu sein, das würde ich mir manchmal auch wünschen :) Aber Physiotherapie ist eben eine wissenschaftlich fundierte Disziplin und keine magische Geheimlehre. Also, was passiert eigentlich, wenn der oder die Physiotherapeutin "Hand anlegt"?

Manuelle Techniken verfolgen das Ziel, bestehende Schmerzen zu lindern oder Einschränkungen zu beseitigen. Dabei werden die Finger oder Hände (oder manchmal Hilfsmittel wie ein Gurt, ein Stäbchen) mit einer gewissen Schubkraft und Geschwindigkeit eingesetzt.
Ein Beispiel: Deine Schulter schmerzt und lässt sich nicht mehr über Schulterhöhe hinaus heben. Mit einer ausführlichen Untersuchung grenzt der oder die TherapeutIn die Ursachen ein, die das Problem vermutlich verursachen. Über eine Mobilisation des Schulterblatts nimmt der oder die TherapeutIn nun Einfluss und überprüft anschließend, ob die Maßnahme zum gewünschten Erfolg führt: Kannst du deine Schulter nun höher oder mit weniger oder keinem Schmerz bewegen?

Was wir heute aus der Forschung wissen: Manuelle Therapie setzt körpereigene Prozesse in Gang, die bei vielen PatientInnen schmerzlindernd wirken und somit zu einer besseren Funktion führen können. Es hilft also dem Körper dabei, sich selbst zu helfen.

In der Vergangenheit wurde angenommen, dass Gelenke in einer falschen Position stehen und so Probleme verursachen. Dies kommt als Erklärung für Schmerzen oder Einschränkungen eher nicht in Frage, wie uns die Forschung in den letzten Jahren gezeigt hat.

An dieser Stelle also die gute Nachricht: Wirbel und Bandscheiben springen nicht einfach so heraus und müssen deshalb glücklicherweise auch nicht wieder eingerenkt werden. Die zweite gute Nachricht: Manuelle Therapie kann helfen, bestehende Schmerzen und Einschränkungen positiv zu beeinflussen, so dass du wieder aktiv werden kannst für deine gesundheitlichen Ziele.

Du bist interessiert? https://tamara-renzhofer.at/kontakt/

26/10/2024

Wie Physiotherapie funktioniert (oder: wie sie nicht funktioniert). Teil 2.

PhysiotherapeutInnen behandeln Menschen, keine Röntgenbilder oder Diagnosen.

Magnetresonanz, Röntgen und ähnliches helfen uns vor allem dabei, schwerwiegende und gefährliche Probleme auszuschließen. Ansonsten zeigt uns die Bildgebung einen Status quo eines bestimmten Körperbereichs, gibt uns also Auskunft über den Zustand verschiedener Gewebe. Was uns allerdings ein Bild nicht zeigen kann: Wie geht es der Patientin oder dem Patienten damit? Hat jemand Schmerzen oder einen Kraftverlust, eine Gangunsicherheit oder ganz andere Symptome? Wie störend ist das Problem für jemanden, ganz individuell, vor dem eigenen Lebenshintergrund?

Ein Beispiel: Bei fast 40% der 20-Jährigen lassen sich Veränderungen an den Bandscheiben feststellen- bei den über 80-Jährigen sind es über 96%. Das Interessante dabei:
1. Längst nicht jeder von ihnen hat Rückenschmerzen.
2. Aufgrund der Bilder kann nicht zugeordnet werden, wer Schmerzen hat und wer nicht!

Wir sehen also: Röntgen, Magnetresonanz usw. können uns wichtige Hinweise geben. Um auf dem Weg zur persönlichen Gesundheit therapeutisch erfolgreich zu sein, braucht es aber viel mehr.
Die ausführliche körperliche Untersuchung spielt hier eine wichtige Rolle, ebenso wie die Anamnese: aktuelle Lebensumstände, weitere Erkrankungen, persönlichen Werte und Ziele, Fragen zur Lebensqualität und zur Entstehungsgeschichte und die eigene Sicht der Dinge werden im Gespräch geklärt.
Auf dieser Grundlage können PatientInnen ihren Zustand verstehen und in Zusammenarbeit mit ihrer PhysiotherapeutIn die richtigen Schritte setzen, um sich von Verletzungen oder Schmerzen bestmöglich zu erholen.

Du suchst Physiotherapie im Weinviertel? https://tamara-renzhofer.at/kontakt/

12/10/2024

Wie Physiotherapie funktioniert (oder: wie sie nicht funktioniert). Teil 1.

“Mache diese Übung 3 Minuten täglich und du hast nie wieder Schmerzen”, "Wie du schläfst, ist schuld an deiner Verspannung" oder "Das Einzige, was bei Rückenschmerzen wirklich hilft"- so ähnlich klingen die Antworten, auf die du bei deiner Online-Recherche gestoßen bist?

Eines vorweg: Bewegung im Allgemeinen ist nur in Ausnahmefällen schädlich und sollte zur Gesundheitsförderung täglich am Programm stehen!

Gerade wenn aber ein körperliches Problem besteht oder ein Unfall erst kurz zurückliegt, kann Training "von der Stange" kontraproduktiv sein. Verletzungen oder Schmerzen brauchen unbedingt ein angepasstes Maß an Belastung, zu viel kann dabei genauso ungünstig sein wie zu wenig.
Die einzig wahre, für alle Menschen und Probleme einsetzbare, magische Übung gibt es bisher meines Wissens nicht.

Als Physiotherapeutin kümmere ich mich nicht nur um einzelne Symptome, sondern berücksichtige deine Ausgangssituation und deine Ziele und Werte. Warst du vor dem Auftreten deiner Schulterschmerzen eine Tennisspielerin (und willst wieder eine werden)? Soll dein Knie fit werden für eine Gipfelwanderung, vor der OP hat es aber gerade für eine Gartenrunde gereicht? Was sind deine Ängste oder Bedenken, wie viel kannst und willst du an Zeit und Energie investieren, wie sehr bist du durch dein Problem eingeschränkt? Die Antworten darauf bilden dich als Individuum ab und zeigen an, was du mit der Therapie erreichen willst.

Mein Wissen über Wundheilung, manuelle Therapie und Training ermöglichen es, den therapeutischen Plan- also die Übungen und Behandlungsmaßnahmen- an deinen Zielen zu orientieren und schrittweise und zeitnah anzupassen.

Mit all diesen Bausteinen funktioniert Physiotherapie sicher und effizient und bringt dich an DEIN Ziel.

Du möchtest mit mir arbeiten? https://tamara-renzhofer.at/kontakt/

17/04/2024

Adresse

Maustrenk 16
Maustrenk
2225

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