21/11/2025
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Guten Morgen meine liebe Community, heute gibt es wieder einen neuen Text für Euch. Über den Schatten und die Dynamiken, wenn der Schatten reagiert. Es wiederum ein langer Text geworden. Ich erspare mir jetzt mal das Kürzen. 😉
Warum schreibe ich diese Texte für Euch, und das völlig kostenlos und ohne Werbeeinbau - oder euch in ein Programm zu locken 😉!
Es ist das Flüstern der Spirit´s in der Nacht, das mich nicht schlafen lässt - weil sie euch etwas mitteilen möchten - durch mich und die Worte in mir brodeln bis ich sie fließen lasse.
Und sie sind genau für diejenigen - die diese Worte dringend brauchen um manches zu verstehen, durchzuatmen, zu ordnen und klären.
Seit über 30 Jahren leite ich Seminare - meine Erfahrungen und Erkenntnisse können euch bestenfalls auf euren ureigenen Weg als spirituelle HeilerInnen und LehrerInnen unterstützen.
Dieses folgende Teaching ist besonders für alle, die mit Menschen arbeiten.
Für die, die begleiten - spirituell, heilend, im Coaching, in der Lehre. Für alle, die einen Raum halten, ein Feld weben für die Transformation anderer.
Aber was ich hier beschreibe, gilt nicht nur für die Arbeit mit Menschen. Es gilt überall. In der Familie. In Freundschaften. Im Beruf. Überall, wo du authentisch bist, wo du deine Wahrheit sprichst, wo du Dinge sichtbar machst. Dort wird der Widerstand kommen.
Was ich hier beschreibe, wirst du erleben. Früher oder später. Es ist keine Frage, ob es kommt. Nur wann.
Wer auf dem Medizinweg geht und andere begleitet, wird früher oder später mit Widerstand konfrontiert. Mit Anfeindung. Mit Energie, die sich gegen dich richtet wie ein kalter Wind aus dem Norden, der die Flamme zum Flackern bringt. Mit Worten, die verletzen sollen. Mit Blicken, die ablehnen. Mit stillem Rückzug oder lautem Vorwurf.
Das gehört zur Arbeit wie der Regen zum Frühling. Es zeigt dir, dass du etwas berührt hast, das noch nicht berührt werden wollte - wie die Wunde unter dem Verband, die bei der ersten Berührung aufschreit.
Doch was geschieht denn da wirklich?
Wenn jemand dich angreift, greift er nicht dich an. Er wehrt sich gegen das, was du in ihm sichtbar machst. Du bist der stille See am Morgen. Und was er im Wasser sieht, will er nicht sehen. Also wirft er einen Stein, damit die Oberfläche sich kräuselt und das Bild verschwindet.
Die alten Lehrer nannten das den Schatten. Jeder Mensch trägt einen Teil in sich, den er nicht ansehen will. Wie die Höhle im Berg, in die noch nie Licht gefallen ist. Und wenn du als Heilerin kommst, trägst du ein Licht wie die Fackel in der Dunkelheit. Dieses Licht fällt auf den Schatten. Und der Schatten wehrt sich, wie die Fledermaus vor dem ersten Sonnenlicht flieht.
Das ist nicht böse. Es ist nur Angst. Die Angst des Wesens, das zu lange in der Dunkelheit gelebt hat und nicht weiß, ob es das Licht überleben wird.
Der Mensch, der dich angreift, weiß das meistens nicht. Er glaubt, du hast etwas falsch gemacht. Er glaubt, du bist das Falsche auf seinem Weg. Aber in Wahrheit ist es das, was in ihm selbst lebt und aufsteigt. Ein Schmerz, eine Angst, eine Wut, die er noch nicht anschauen kann. Die zu groß ist. Die ihn überfordert. Und weil er nicht weiß, wohin damit, wirft er es auf dich. Er wirft es auf dich wie der Wind die Blätter vor sich hertreibt, weil er nicht weiß, wohin damit.
Das ist das, was die Psychologie eine Projektion nennen. Der Mensch legt das, was in ihm ist, auf dich wie die Last auf den Packesel. Und dann bekämpft er es dort, wo er es hingelegt hat.
Die Lehren der alten Völker sprechen vom spirituellen Krieger. Nicht vom Kämpfer!!! Diese Unterscheidung ist wichtig. Der Krieger ist wie die alte Eiche, die seit hundert Jahren an derselben Stelle steht. Die weiß, wo ihre Wurzeln sind. Die nicht wankt, wenn der Sturm kommt, weil sie tief in der Erde verankert ist.
Wenn der Angriff kommt, ist das deine eigene Prüfung. Kannst du stehen bleiben wie der Fels in der Brandung? Kannst du ruhig bleiben wie die Hirschkuh im Wald, die die Gefahr riecht aber nicht wegrennt? Oder reißt dich der Angriff mit wie die Strömung den Zweig, der ins Wasser fiel?
Denn die Kriegerin weiß: Was der andere auf mich wirft, gehört ihm. Nicht mir. Es ist sein Schmerz, sein Zorn, seine ungeheilte Wunde. Ich nehme es nicht auf wie der trockene Schwamm das Wasser. Ich lasse es gerne bei denen, wo es hingehört.
Das ist auch keine Gleichgültigkeit. Es ist Klarheit. Es ist die Fähigkeit zu sehen, was ist - wie der Adler von oben auf die Landschaft blickt und alles sieht, ohne sich in ein einziges Detail zu verlieren. Der Angriff ist nicht deine Schwäche. Er ist die Unbewusstheit des anderen, die sich wehrt gegen das Bewusstwerden wie das Tier sich wehrt gegen die Enge der Falle.
Wenn du in dieser Klarheit bleibst, bist du wie der Fels im Fluss. Das Wasser tobt um dich herum, schäumt und stürzt, aber du bewegst dich nicht. Du lässt das Wasser fließen. Und nach einer Weile wird das Wasser wieder ruhig und fließt sanft an dir vorbei.
Es gibt auch einen großen Unterschied zwischen Stehen bleiben und Alles ertragen. Der Medizinweg lehrt uns nicht, uns missbrauchen zu lassen wie das Gras, das niedergetrampelt wird. Er lehrt uns, unser Feld zu halten wie der Baum, der seine Wurzeln schützt.
Wenn der Angriff kommt, kannst du sagen: Das ist deins. Ich nehme es nicht. Du kannst es zurückgeben wie im Ritual die fremde Energie zurück an ihren Ursprung gegeben wird. Mit Ruhe. Mit Klarheit. Mit der Gelassenheit der Heilerin, die weiß, welcher Schmerz ihrer ist und welcher nicht.
Das ist wie das Setzen eines Zauns. Nicht um den anderen auszusperren wie die Mauer um die Stadt. Sondern um zu zeigen: Bis hierher reicht mein Land und nicht weiter. Mein Raum endet hier am Zaun. Deiner beginnt dort auf der anderen Seite.
Viele Heilerinnen haben das nicht gelernt. Sie glauben, sie müssen alles annehmen, alles aushalten, immer offen sein wie das Meer, das alle Flüsse aufnimmt. Aber das ist nicht Heilung. Das ist Selbstaufgabe. Das ist die Kerze, die sich selbst verzehrt, bis nichts mehr übrig ist. Und eine erloschene Kerze kann niemanden mehr erhellen.
Nicht jeder Angriff braucht eine Antwort. Manchmal ist die beste Antwort keine Antwort, so wie der Berg keine Antwort gibt auf den Wind, der um seine Gipfel heult.
Der Mensch, der angreift, ist in einem Prozess. Er ringt mit etwas wie der Schmetterling ringt mit dem Kokon, aus dem er schlüpfen will. Vielleicht braucht er diesen Kampf. Vielleicht muss er sich wehren, um später zu verstehen. Wenn du dich hineinziehen lässt, störst du seinen Prozess wie die helfende Hand, die den Kokon aufschneidet - und dem Schmetterling damit die Kraft nimmt, die er zum Fliegen braucht.
Die alten indigenen Lehrer sprachen vom Nicht-Tun. Kennst du dieses Konzept? Das bedeutet nicht Untätigkeit. Es bedeutet, nicht zu handeln, wenn Handeln stört. Es bedeutet, dem Leben zu erlauben, seinen Weg zu gehen wie der Fluss seinen Weg findet, ohne dass jemand ihm die Richtung weist.
Wenn der Angriff kommt und du spürst: Das ist nicht meins, dann lass los wie der Wind, der nichts festhält. Lass den anderen seinen Weg gehen. Er wird seinen Weg finden. Oder nicht. Das ist nicht deine Verantwortung.
Loslassen ist wie das Öffnen der Hand. Was dir gehört, singt in deinem Blut. Was dir nicht gehört, fliegt davon wie der Vogel, der zu lange in der geschlossenen Hand gefangen war und endlich wieder den Himmel sieht.
Was ich verstanden hat ist, dass jeder Mensch eine bestimmte Menge an Kraft zur Verfügung hat. Meine Lehrer nannten es die persönliche Kraft. Sie ist wie das Öl in der Lampe - begrenzt. Wenn du sie verschwendest für Kämpfe, die nicht deine sind, ist sie verbraucht wie das Holz, das zu schnell ins Feuer geworfen wurde. Dann hast du nichts mehr für die Arbeit, die wirklich zählt, wenn die langen Nächte kommen.
Jeder Angriff, den du persönlich nimmst, kostet dich Kraft wie das Schwimmen gegen die Strömung. Jede Verteidigung, die nicht nötig ist, schwächt dich wie der Vogel, der zu lange gegen den Wind fliegt statt mit ihm.Deshalb ist Klarheit so wichtig. Wenn du klar bist wie das Wasser aus der Quelle, verschwendest du keine Kraft.
Der, die spiritueller Krieger.:In kämpft nicht, weil jemand provoziert. Du kämpfst nur, wenn es wirklich nötig ist - wenn das Überleben davon abhängt. Den Rest der Zeit stehst du einfach da. Ruhig. Unbeirrt. Aufmerksam wie der Luchs, der auf dem Ast sitzt und wartet. Das allein ist oft genug.
Heilung geschieht nicht nur durch das, was du tust. Sie geschieht oft auch durch das, was du nicht tust. Durch deine Präsenz wie die Sonne, die scheint, ohne zu fragen. Durch deine Ruhe wie das tiefe Wasser des Sees. Durch dein Dableiben wie die Berge, die bleiben, wenn der andere tobt wie das Gewitter, das über das Land zieht.
Der Mensch, der dich angreift, braucht nicht deine Worte. Er braucht dein Stehen bleiben. Er braucht zu sehen, dass du nicht wegläufst wie das Reh vor dem Wolf, nicht zusammenbrichst wie das mürbe Holz, nicht zurückschlägst wie die getroffene Schlange. Das allein ist die Medizin.
Später, wenn er ruhiger ist, wenn der Sturm in ihm sich gelegt hat wie das Meer nach dem Unwetter, kann er vielleicht sehen. Dann erinnert er sich an dich. An die Frau, an den Mann - die stehen blieben wie der alte Baum, der hundert Stürme überlebt hat. Und das wird ihm zeigen, dass auch er in seiner Kraft und Ruhe bleiben kann, dass auch in ihm diese Kraft wohnt.
So geht Heilung oft. Nicht durch Worte wie Pfeile, die durch die Luft fliegen. Durch Sein. Durch das stille Dasein wie die Erde, die trägt ohne zu fragen.
In den über vierzig Jahren, die ich auf diesem Weg gegangen bin, habe ich viele Angriffe erlebt. Am Anfang haben sie mich verwundet wie die Pfeile das Wild. Ich dachte, ich habe etwas falsch gemacht. Ich habe mich verteidigt, erklärt, versucht, den anderen zu überzeugen wie jemand, der gegen den Wind redet. Das hat nie funktioniert. Es hat nur Kraft gekostet wie das Schwimmen gegen die Strömung.
Später habe ich gelernt. Ich habe gelernt, dass der Angriff nicht von mir handelt wie der Regen nicht vom Fels handelt, auf den er fällt. Dass er von dem handelt, was in dem Menschen noch nicht geheilt ist - die offene Wunde, die bei jeder Berührung schmerzt.
Und dass ich nicht verantwortlich bin für seine Heilung wie die Sonne nicht verantwortlich ist für das Wachstum der Samen. Ich kann nur den Raum halten wie die Erde den Raum hält für die Wurzeln der Pflanzen. Er muss durch die Tür gehen. Ich kann die Tür öffnen, aber hindurchgehen muss er selbst.
Die Ältesten sagen: Wenn jemand dich angreift, segne ihn still wie der Regen die Erde segnet und geh weiter deinen Weg. Lass ihn mit seinem Sturm zurück. Wenn er bereit ist, wird er kommen wie der Hirsch zur Wasserstelle kommt, wenn der Durst groß genug ist. Wenn nicht, dann nicht. Beides ist in Ordnung wie Tag und Nacht beide in Ordnung sind.
Das ist keine Kälte wie der Frost, der das Leben erstarren lässt. Es ist Respekt. Respekt vor dem Weg des anderen wie Respekt vor dem Fluss, der seinen eigenen Weg zum Meer findet. Respekt vor der Tatsache, dass jeder Mensch seine eigene Zeit braucht wie der Same seine Zeit braucht zum Keimen. Und dass du nicht für jeden Menschen da sein kannst wie die Sonne nicht für jeden Winkel der Erde gleichzeitig scheinen kann.
Wenn der Angriff vorbei ist wie das Gewitter, das weitergezogen ist, bleibst du. Ruhig wie die Luft nach dem Sturm. Ruhig wie die Luft in der Höhe. Klar wie der Blick von oben. Unbeirrt wie der Adler, der seine Kreise über dem Land zieht. Das ist deine Aufgabe. Zu bleiben wie das Feuer in der Hütte bleibt. Zu wärmen. Zu leuchten. Aber nicht hinauszulaufen in den Sturm.
Die Menschen, die bereit sind, werden kommen. Sie werden dich finden, weil deine Klarheit wie ein Licht ist in der Dunkelheit, wie das Feuer im Wald, zu dem die Wanderer kommen. Sie werden spüren, dass bei dir ein Raum ist wie die Höhle, die Schutz gibt vor dem Regen, in dem sie sein können, wie sie sind.
Die anderen werden weiterziehen wie die Vögel weiterziehen, wenn der Winter kommt. Und das ist gut so. Du bist nicht für alle da wie der Fluss nicht für alle Länder fließt. Du bist für die, die bereit sind. Für die, die zu deinem Wasser und deinen Quellen kommen können.
So sehen wir es im Kreis der Ältesten. So wurde es mir übergeben. So gebe ich es weiter.
Ein wunderschönes Wochenende wünsche ich Euch
Eure Sonia Emilia Rainbow