
13/08/2025
Heute mal zum Thema orale Toleranz:
Ein Thema, dass gerade für Züchter spannend wäre!
Bei der oralen Toleranz handelt es sich um eine erworbene Fähigkeit des Körpers/des Immunsystems, das Antigene aus der Fütterung als ungefährlich erkannt werden und das der Körper darauf nicht reagieren muss.
Bei Hunden wird diese im Zeitraum von der 6. bis zur 10. Lebenswoche ausgebildet. Der Übergang von Muttermilch auf feste Nahrung ist also eine entscheidende Zeit, wo sich Allergien oder Unverträglichkeiten bilden können.
Wird der Welpe oder das Kitten mit Fertigfutter egal ob Dose oder Trockenfutter von der Muttermilch entwöhnt, so kann dies das Immunsystem immens überfordern. Je weniger die Zutaten des Futters nicht dem in der Natur vorkommenden Bestandteilen entsprechen, desto schwerer ist es für ein "neues" Immunsystem, diese als ungefährlich zu erkennen und als Nahrung einzuordnen.
Ich vergleiche es gerne mit Menschenkindern, die ja auch nicht als erste Nahrung Gulasch aus der Dose und Tiefkühlpizza bekommen, man beginnt Babies ja auch mit Brei und einzelnen Nahrungsmitteln von der Mutter zu entwöhnen.
Auch bei Hunde- und Katzenbabies wäre eine natürliche Entwöhnung mit Fleisch, Innereien und weichen Knochen (langsam und nacheinander) schonender als gleich ein Trockenfutter mit 30-40 Bestandteilen, die hoch verarbeitet sind. Auch wenn dieses aufgeweicht gefüttert wird ändert es nichts an der Zusammensetzung.
Hier sind also wirklich unsere Züchter gefordert, da wir als künftige Hunde- oder Katzeneltern hier nicht wirklich eingreifen können.