31/12/2025
In seiner Neujahrsansprache warnt Friedrich Merz vor Schwarzmalern und Angstmachern und ruft zu Geduld, Zuversicht und Vertrauen auf. Für viele klingt das wie blanker Hohn. Denn ausgerechnet der Mann, der für politische Fehlentscheidungen, Kriegsrhetorik und gebrochene Versprechen steht, fordert nun Optimismus ein.
Gleichzeitig ist mir eines wichtig: Bei all den schlechten Nachrichten dürfen wir innerlich nicht kapitulieren. Dauerhafte Empörung, Angst und permanenter Nachrichtenkonsum machen nicht wach, sondern krank. Körperlich wie seelisch.
Das bedeutet nicht, wegzuschauen oder unkritisch zu werden. Ich werde weiterhin den Finger in die Wunde legen. Aber es bedeutet, Verantwortung für die eigene mentale Gesundheit zu übernehmen. Nicht jede Meldung braucht unsere volle Aufmerksamkeit. Nicht jede Zumutung muss rund um die Uhr im Kopf kreisen.
Gerade in schwierigen Zeiten entscheidet sich Gesundheit im Kleinen. In Freundschaften. In Familie. In Natur, Bewegung, Gesprächen, Stille. In all dem, was Energie gibt, statt sie zu rauben.
Die Welt ist ambivalent. Sie ist problematisch und schön zugleich. Wer nur das Dunkle sieht, verliert Kraft. Wer nur das Helle sehen will, verliert Realität. Beides auszuhalten ist die eigentliche Kunst.
Zum Schluss ein ehrliches Dankeschön an diese außergewöhnliche Community. Für die klugen Kommentare, den respektvollen Austausch, das kritische Mitdenken und auch für die vielen stillen Mitleser. Ihr gebt diesen Inhalten Sinn. Ohne euch gäbe es das alles nicht. Wir gehen durch diese Zeit gemeinsam, wach, menschlich und innerlich stabil.