06/04/2026
Ein Teil von mir steckt noch
in der Traurigkeit fest, während
ein anderer schon an der Schwelle
zum Glück steht.
Manche Anteile tanzen leicht im
Sonnenschein, während andere
still im Regen verweilen.
Ich bin oft die Person im Raum,
die am lautesten lacht – und gleichzeitig
diejenige, die den feinen Stich des
Kummers spürt, der mich leise zurückzieht.
Ich bin beides zugleich:
glücklich und traurig.
Und in jedem Moment
kann sich das eine oder
das andere mehr Raum nehmen.
Versuche nicht, mich in
eine Richtung zu drängen –
denn das eine kann ohne
das andere nicht existieren.
Wie zwei Seiten einer Münze
gehören sie untrennbar zusammen –
du kannst die eine nicht berühren,
ohne auch die andere in der Hand zu halten.
So ist es auch in mir:
Das Licht existiert nicht ohne den Schatten,
die Weite nicht ohne die Enge,
die Freude nicht ohne die Fähigkeit zu fühlen,
was weh tut.
Wenn ich also ganz bin,
dann nicht, weil ich mich entscheide,
nur das Helle zu leben –
sondern weil ich den Mut habe,
alles in mir zu halten.
###
Clau