04/05/2026
Der Körper ist immer dabei. Er trägt uns, atmet mit uns, speichert, was wir erlebt haben. Und doch fragen wir ihn selten, wie es ihm eigentlich geht.
Markus Angermayr ist existenzanalytischer Körperpsychotherapeut, Supervisor und Ausbilder in Österreich und bringt in dieser Folge etwas mit, das sich beim Zuhören spürbar überträgt: eine Haltung des Lauschens. Denn der Körper spricht, leise und in seiner eigenen Sprache. Unsere Aufgabe ist es, dafür empfänglich zu werden.
Wir sprechen darüber, was es bedeutet, den Körper wirklich in therapeutische und beratende Prozesse einzuladen. Über das Leibgedächtnis, das weiter zurückreicht als unsere bewusste Erinnerung. Über ungelebte Erfahrungen, die im Körper verdichtet warten. Über Berührung als erste Sprache des Menschen und darüber, was möglich wird, wenn wir beginnen, auf das zu hören, was sich körperlich regt und Ausdruck sucht.
Die Folge ist dabei ausgesprochen praxisnah. Markus Angermayr gibt lebendige Einblicke in seine Arbeit und macht spürbar, wie körperorientiertes Vorgehen im therapeutischen Alltag konkret aussieht und wirkt.
In der körperorientierten Sitzung, so Markus Angermayr, hat der Körper die Deutungshoheit. Ein Satz, der vielleicht kontraintuitiv klingt – und der doch auf etwas sehr Wesentliches verweist.
Ein Gespräch, das dazu einlädt innezuhalten, hinzuspüren und dem zu begegnen, was der Körper schon lange sagen möchte.