03/03/2018
Schlaganfall: Ernährung als Teil der Prävention
von Christine Pauli
Ein Schlaganfall kommt nicht schicksalshaft wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Bevor es soweit ist, haben im Körper über einen längeren Zeitraum hinweg tiefgreifende Veränderungen stattgefunden.
Diesen Prozessen können Sie vorbeugen. Neben einer allgemeinen Prävention (siehe Abschnitt unten) kommt, wie sich in Untersuchungen herausgestellt hat, der Ernährung eine gewisse Rolle zu.
Diese Lebensmittel haben dahingehend in Studien ihr Potenzial unter Beweis gestellt:
Bananen
Wissenschaftler des Medical Centers in Honolulu, Hawaii, konnten zeigen, dass ein Kaliummangel das Schlaganfall-Risiko erhöhen kann
In der Untersuchung, die im August 2002 in der internationalen Fachzeitschrift „Neurology“ veröffentlicht wurde, werteten die Forscher die Daten von 5600 Frauen und Männern über 65 Jahren über einen Zeitraum von 4 bis 8 Jahren aus.
Dabei ergab sich, dass die Personen, die pro Tag weniger als 2,4 g Kalium pro Tag zu sich nahmen ein 1,5-mal höheres Risiko für einen Hirnschlag hatten.
Das sind kaliumreiche Lebensmittel:
Lebensmittel Kaliumgehalt pro 100 g
Bananen 390 mg (ca. 470 mg pro Banane)
Linsen 810 mg
Erbsen 935 mg
Weiße Bohnen 1.320 mg
Sojabohnen 1.775 mg
Spinat 633 mg
Paranüsse 644 mg
Heilbutt 446 mg
Fisch
Meeresfisch enthält besonders viel mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren. Diese halten, so sagen Wissenschaftler, die Blutgefäße elastisch und verhindern, dass sich Blutgerinnsel bilden.
Wer 1- bis 3-mal im Monat Fisch isst, reduziert sein Schlaganfall Risiko um etwa 40 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Analyse der Daten von 43.000 Männern, die im Dezember 2002 von Wissenschaftlern der Harvard School of Public Health in Boston, USA veröffentlicht wurde.
Einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren haben beispielsweise Hering, Makrele und Thunfisch.
Tipp
Fisch sollten Sie möglichst nicht in Dosen kaufen. Denn aus der Innenbeschichtung können Giftstoffe in das Lebensmittel übergehen. Besonders belastet sind dabei die Dosen mit den praktischen Aufreißlaschen.
Olivenöl
Eine Studie - die Forscher der Universität von Bordeaux im August 2011 in der Fachzeitschrift „Neurology“ veröffentlichten - zeigte, dass Menschen, die regelmäßig Olivenöl verwenden ein um 40 Prozent niedrigeres Schlaganfall-Risiko haben.
Tipp
Beim Kauf von Olivenöl nicht sparen. Auch wenn es deutlich teurer ist, sollten Sie auf jeden Fall „Extra vergine“ („natives Olivenöl extra“) nehmen. Denn nur da wurde das Öl aus frischen, einwandfreien Oliven durch ein schonendes Verfahren gewonnen und ist damit von gesundheitlichem Nutzen.