24/11/2022
Wie schaut’s mit Ihrem Vitamin D Speicher aus?
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Entstehung und Stoffwechsel von Vitamin D ☀️
Die Vitamin D-Synthese beginnt in der Leber. Aus dem Grundstoff Cholesterol wird die Vitamin D-Vorstufe Prävitamin D (7-Dehydrocholesterol0l = 7 DHC) gebildet. Aus Cholesterol werden auch andere wichtige Hormone (Östradiol, Testosteron, Progesteron, Aldosteron und Cortison) hergestellt, sodass der Körper es dringend für seinen Stoffwechsel benötigt.
Prävitamin D3 wird dann in die Blutbahn freigesetzt, und zirkuliert dort, an einen Eiweißkörper gebunden mit dem Blutkreislauf. In der Haut entsteht unter der Einwirkung des ultravioletten Anteils der Sonnenstrahlen (UV-B mit 290 bis 315 nm Wellenlänge) und zusätzlicher Wärmeeinwirkung Vitamin D, das Cholecalciferol. Dabei können bei sehr guten Bedienungen bis zu 20.000 I.E. Vitamin D in der Haut produziert werden.
Eine biochemische Gleichgewichtsreduktion wandelt bei zu hoher UV-Einwirkung durch die Sonne, das Prävitamin D in die inaktiven Produkte Lumisterol und Tachysterol auf. Darum kann Sonnenexposition allein niemals zu einer Vitamin D-Überdosierung bzw. Intoxikation führen.
Das durch die Haut gebildete oder mit der Nahrung und Nahrungsergänzungsmittel aufgenommene Cholecalciferol (Vitamin D) wird teilweise in der Leber hydroxyliert und als Calcidiol in das Blut abgegeben. Der Großteil des Calcidiols ist dabei an ein Bindungsprotein gebunden und hat abgesehen vom Knochenstoffwechsel, im Vergleich zum freien Vitamin D, eine niedrige Stoffwechselaktivität. Erst in den Zellen und in der Niere des Körpers entsteht dann die aktive Form von Vitamin D, das Calcitriol. Allerdings in relativ kleinen aber dafür konstanten Mengen, da nur ein geringer Teil des gebundenen Vitamin D zur Verfügung steht und in seine aktive Form umgewandelt werden kann.
In den Zellen aktiviert Calcitriol VD-Rezeptoren, die dann auf verschiedenen Signalübertragungswegen in den Zellstoffwechsel eingreifen und zahlreiche Gene an- oder abschalten.
Der Stoffwechsel des Vitamin D über die Leber und Niere ist schon lange bekannt und insbesondere für den Knochenstoffwechsel von Bedeutung – daher rührt der Name „Knochenvitamin“. Für diesen Aspekt der Vitamin D-Versorgung würde eine wöchentliche Verabreichung von Vitamin D wahrscheinlich ausreichen, da das Calcidiol, welches als Speicher-Vitamin D in unseren Gefäßen zirkuliert, eine Halbwertszeit von etwa 3 Wochen aufweist.
Inzwischen weiß man jedoch weit mehr über den bedeutsameren, nicht endokrinen Vitamin D-Stoffwechsel.