26/06/2018
SHIATSU - Wos mocht's, wos kauns?
VERGEBUNG
Weils so gut zum letzten Thema dazu passt ;).
Warum soll ich irgendjemandem vergeben was er mir angetan hat?
Oder auch ganz banal - kann ich mir selbst Dinge vergeben?
Wie kritisch gehe ich mit mir selbst um und wie mit anderen?
Habt ihr euch diese Fragen schon einmal gestellt?
Ja warum sollte ich?
Ich sag's mal so, Vergebung und Heilung geht Hand in Hand.
Je schlimmer etwas ist das mir angetan wurde, desto tiefer die Verletzung, und natürlich auch umso schwerer zu vergeben. Da gibt es dieses Sprichwort: "Die Zeit heilt alle Wunden." Ja korrekt, Wunden heilen, aber nicht der Schmerz. Jedes Mal wenn du daran denkst, oder jemand einen deiner *Knöpfe* drückt, wird die Wunde wieder aufgerissen. Verletzungen finden auf mehreren Ebenen statt. Körperlich mag alles super aussehen, aber auf geistiger, seelischer oder der Gefühlsebene bleibt etwas zurück.
Wenn so etwas passiert, dass eine alte Wunde aufbricht, irgendwer bei dir den Finger genau in die Wunde gelegt hat, und du wieder genau dort bist mit deinen Emotionen, dann ist das auch eine Chance für dich. Die Chance sich das Ganze noch einmal anzusehen. Es ist dann ja völlig klar, dass diese Wunde nicht wirklich verheilt ist. Den anderen dafür zu beschuldigen oder beschimpfen bringt wenig, oft passiert das einfach. Der andere ist in ein Fettnäpfchen getappt ohne es zu wissen und kennt sich nach deiner Reaktion gar nicht mehr aus.
In diesem Falle liegt es an dir das aufzuklären, damit das Gegenüber richtig reagieren kann. Was immer dir zugestoßen ist, der Schmerz heilt erst wirklich wenn wir akzeptiert haben was war und damit abschließen können. Aber abschließen kann man damit nur wenn man dem anderen vergeben hat. Ich muss ihn deswegen ja nicht gern haben und ich tue es nicht unbedingt für ihn, sondern für mich. Hass, Angst, Scham ... alles dies was du deswegen empfindest, das nagt an dir und vergiftet dich langsam von innen. Es vergiftet dein Leben.
Gerade war das Leben so schön, du hast jemanden kennengelernt und alles ist nett, dann eine unbedachte Bewegung, eine Situation, ein Geruch, ein Lied.... und du bist wieder dort. Schleichendes Gift. Aber das muss nicht so sein. Du kannst es ändern, bewusst. Lass dich nicht immer und immer wieder zum Opfer machen, von dir selbst. Klar sind Angsttraumata ein ganz anderes Kaliber, hier empfehle ich einen psychologischen Therapeuten, aber das Grundthema ist das selbe. Es geht darum seine Schatten zu überwinden und zu integrieren.
Was war, das war. Niemand kann es mehr ändern. Aber du bist noch da, und du lebst, bleib nicht in der Welt des Schmerzes hängen sondern beweg dich weiter. Das erfordert viel Energie, aber du wirst merken, wenn du etwas ändern möchtest, dann tut es das auch. Gute Freunde oder Therapeuten reichen dir eine Hand, halten sie eine Weile, und geben dir, wenn die Zeit gekommen ist, auch mal einen Tritt in den Allerwertesten, damit du aus deinem Gedankenrad rauskommst.
Du bist dafür verantwortlich wie du dich fühlst. Schiebe die Verantwortung dafür nicht auf andere. Klar ist nicht immer alles heile Welt, aber ich kann daran zerbrechen, oder mich entschließen weiter zu leben. Schenk deine Energie nicht dem schwarzen Loch dass dich runterzieht, sondern wende sie auf um dich wieder hoch zu bringen.
Wie oft machen wir uns von etwas abhängig und hindern uns dabei selbst daran aktiv etwas dagegen oder dafür zu tun? Kennen wir alle.
Zurück zur Vergebung - was ändert sich damit?
Innerer Friede darf endlich einziehen.
Den erreiche ich, wenn ich das Außen außen lasse.
Das hört sich jetzt so super spirituell an - Innerer Friede - aber ist das wirklich nur was für Spirituelle, oder ist da mehr dran? Vielleicht wandeln wir es um in innere Zufriedenheit, wie du möchtest. Tatsache ist, dass wir uns alle nach diesen bestimmten Momenten sehnen, in denen einfach *alles passt*, und wir uns rundum wohl fühlen - glücklich sind.
Solche Momente gibt es nur wenn du es zulässt. Deine Entscheidung. Loslassen.
Entscheide dich nicht für ein *Warten auf Godot*, entscheide dich glücklich zu sein!
Ich helfe dir gern auf deinem Weg zu einem glücklicheren Leben.