18/08/2022
Respekt voreinander - ein Herzenspost ❤️
In der Erziehung meiner Tiere erwische ich mich ganz oft dabei, dass ich nachgebe wenn meine Tiere Wünsche ‚äußern‘.
Wenn es mieses Wetter hat, dann muss mein Hund nicht im Regen ‚Platz‘ machen weil ich es gerade für nötig halte - denn ich weiß genau - sie hasst das 😅 also warum sollte ich es verlangen? Es reicht wenn sie bei mir stehen bleibt - für mich.
Wenn mir mein Pferd zeigt dass es heute wo zwickt und wir es einfach nicht schaffen richtig zu galoppieren und ich merke sie plagt sich, dann werd ich auch nicht auf Biegen und Brechen meinen Willen durchsetzen. Was nicht heißt dass ich ihnen alles durchgehen lasse, aber meine Tiere dürfen ihren Kopf haben und sie dürfen und MÜSSEN mir sogar zeigen wenn ihnen etwas nicht passt oder weh tut.
Was habe ich davon?
Auf jeden Fall kein S-Dressur Pferd 🤣
aber aufgrund der Vorgeschichte meiner Stute, die dadurch das Vertrauen komplett in Menschen verloren hat, und auch keinen Bock hat mit ihnen was zu tun… habe ich durch diesen gegenseitigen Respekt vor und füreinander und das Zuhören und Hinsehen, eine tiefe starke innere Bindung zu ihr und ich kann ihr zu 100% vertrauen, sowie sie auch mir. Wir achten uns!!(Auch wenn wir uns gelegentlich anzicken 🤪)
Mein Hund weiß, es gibt einen Rahmen, in diesem hat sie Narrenfreiheit. Sie muss nicht mit stolzer Brust sitzen, aber sie muss zu 100% kommen wenn ich sie rufe. Dadurch haben wir eine Beziehung die es uns ermöglicht, nur mit Blicken zu kommunizieren.
Was will ich damit sagen? Unsere Tiere sind keine Maschinen die funktionieren müssen. Sie können und sollten ihren Willen haben und sich auch trauen dürfen uns ihre Verfassung zu zeigen. So erhalten wir ein so feines Band zu unseren Gefährten, das weit über jeglichen ‚Gehorsam‘ geht und uns erst richtig zeigt was es heißt ein Tier an seiner Seite zu haben ❤️