Hufnagel Kreativ - "Der Glückschmied"

Hufnagel Kreativ - "Der Glückschmied" Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Hufnagel Kreativ - "Der Glückschmied", Sankt Margarethen Ob Töllerberg.

02/03/2026

Die Heilquelle von St. Rupert – ein Wunder bei Obernsees

Vor vielen Jahren lebte nahe Obernsees ein wohlhabender Bauer mit seinem einzigen Sohn. Doch das Glück währte nicht lange. Mit nur zwölf Jahren erkrankte der Junge schwer – und als er die Krankheit überstand, war er auf beiden Augen blind.
Die Eltern ließen nichts unversucht. Ärzte kamen und gingen. Doch niemand konnte helfen. Da erinnerte sich der Vater an den Rat einer alten Frau. Eine Wallfahrt zur Kapelle des heiligen Rupert bei Obernsees – dorthin, wo eine heilkräftige Quelle entspringen sollte. In seiner Verzweiflung gelobte der Bauer, seinen besten Ochsen zu opfern, wenn seinem Sohn das Augenlicht zurückgegeben würde.
Noch im Morgengrauen machte er sich auf den Weg. An der einen Hand führte er seinen blinden Jungen, an der anderen den kräftigen Ochsen. Als die Kapelle in der Ferne sichtbar wurde, geschah das Unglaubliche.
Der Knabe blieb stehen, klammerte sich an den Arm seines Vaters und rief zitternd vor Freude:
„Vater! Der Schleier ist fort! Ich sehe die Felder, die Wiesen… und dort – ist das nicht das Käppele?“
Der Vater war überwältigt. Sein Sohn konnte sehen! Doch statt seinen Schwur zu erfüllen, schlich sich ein anderer Gedanke in sein Herz. Er freute sich nicht nur über das Wunder, sondern auch darüber, den Ochsen behalten zu können. Und so kehrte er um.
Am nächsten Morgen war der Junge wieder blind. Und er sollte es sein Leben lang bleiben.
So erzählt man sich bis heute bei Obernsees von der Heilquelle des heiligen Rupert – und von einem Wunder, das nur so lange währte wie der Glaube des Menschen ehrlich war.
Die Fränkische Schweiz ..hier geschehen mehr Wunder als du denkst! 😎

02/03/2026

Eulen wirken kurzbeinig, weil ihr dichtes Gefieder den größten Teil ihrer Beine verdeckt. Wenn die Federn angehoben werden, sind ihre Beine lang und kräftig, gebaut zum festen Greifen, präzisen Zuschlagen und für lautlose, kontrollierte Jagden.

Bilder wurden mit KI generiert und dienen lediglich zur Veranschaulichung.

Quellen: Smith, A. (2020). Form and Function of Owls. Encyclopaedia Britannica, 12, 233–240.

02/03/2026

DIE HUMMELBURG
Hummeln brauchen nicht nur Blumen. Sie brauchen ein Zuhause.
Und sie finden fast keins mehr.

Genauer gesagt braucht jede Hummelkönigin im März einen unterirdischen Hohlraum — ein altes Mauseloch, eine Erdritze, einen Spalt unter einer Gartenplatte — in dem sie allein ein ganzes Volk gründet. Keine Imkerin hilft ihr. Kein Schwarm begleitet sie. Eine einzige Königin, die seit Oktober im Boden geschlafen hat, kriecht im ersten Frühlingsregen hervor und sucht ein Loch, das warm, trocken und dunkel genug ist für eine Kinderstube.

DAS PROBLEM:
In aufgeräumten Gärten gibt es keine Mauselöcher. Rasenkanten sind sauber gestochen, Beete gemulcht, Flächen versiegelt, Mausfallen in der Garage. Die Hohlräume, die Hummeln seit Jahrtausenden genutzt haben, verschwinden mit derselben Gründlichkeit wie die Wildblumen.
Im März und April siehst du große, langsame Hummeln dicht über dem Boden fliegen, in Zickzack-Mustern, immer wieder landend und in Ecken kriechend. Sie genießen nicht die Sonne. Sie suchen verzweifelt ein Nest. Viele finden keins.

DIE LÖSUNG FÜR 5 EURO UND 20 MINUTEN:
Material: Ein Tontopf (15–20 cm Durchmesser). Ein Stück Dachpappe oder eine Fliese als Regenschutz. Polstermaterial aus Kapok, unbehandelter Wolle oder trockenem Moos. Eine Drainage aus Kies.

Aufbau: Loch graben, tiefer als der Topf hoch ist. Kiesschicht auf den Boden als Drainage. Topf umgedreht hineinsetzen, das Abflussloch zeigt nach oben als Belüftung. Einen kleinen Tunnel aus Steinplatten oder einem Rohr (30 mm Durchmesser) vom Topfrand nach außen legen — der Eingang. Polstermaterial locker in den Topf legen, nicht stopfen. Fliese oder Dachpappe über das Belüftungsloch legen, mit Abstand, damit Luft zirkuliert, aber Regen abtropft. Mit Erde bedecken, Eingang freilassen. Sonniger, geschützter Standort, idealerweise an einer Südwand.

LOCKSTOFF:
Ein paar Tropfen Lavendelöl oder ein getragenes Mausenest (falls verfügbar) im Inneren. Hummeln suchen nach dem Geruch alter Mausenester — er signalisiert: warmer, trockener, sicherer Hohlraum.

WER EINZIEHT:
Erdhummel — die häufigste Art. Große, pelzige Königin mit orangebraunem Hinterleib. Gründet Völker von 200 bis 600 Arbeiterinnen. Ihre Königin ist die erste Hummel, die im März fliegt, und die letzte, die im Oktober verschwindet.
Steinhummel — komplett schwarz mit leuchtend rotem Hinterleib. Bevorzugt flache Hohlräume unter Steinen und Mauern. Kleiner als die Erdhummel, aber auffälliger gefärbt.
Ackerhummel — hellbraun, struppig, wirkt ungepflegt neben der eleganten Erdhummel. Baut oberirdische Nester in dichtem Gras, nutzt aber Erdnester als Alternative.
Baumhummel — gründet eigentlich in Baumhöhlen und Nistkästen, nimmt aber erhöhte Tontopf-Nester an. Schwarzer Körper mit rotbraunem Pelz am Thorax und weißem Hinterleib.

DAS VERHALTEN, DAS DU ZU SEHEN BEKOMMST:
Die Königin inspiziert den Eingang, kriecht hinein, kommt wieder heraus, fliegt eine Orientierungsrunde und kehrt zurück. Wenn sie bleibt, baust du das Nest nicht — sie baut es. Sie formt aus Wachs, den sie selbst produziert, winzige Töpfchen, füllt sie mit Pollen und Nektar und legt ihre ersten Eier hinein. Dann setzt sie sich darauf — wie eine Henne. Hummeln brüten. Sie erzeugen mit ihrer Flugmuskulatur Wärme und halten die Brut auf 30 Grad. Allein. Wochenlang. Bis die ersten Arbeiterinnen schlüpfen und die Arbeit übernehmen.

5 Euro. 20 Minuten. Das Ergebnis: ein Logenplatz für den Moment, in dem eine einzelne Königin ein ganzes Volk gründet.
🐝🏠🌿🪨

23/02/2026

Das Moor in der Todtenau

Die Todtenau ist ein Moorgebiet im Bayerischen Wald, nahe Kirchberg, es ranken sich etliche Sagen um dieses Gebiet.

Eine Hexe soll in diesem Moor leben, die ahnungslose Wanderer in die Irre lockt, um sie im Moor zu versenken. Wer diese Hexe beim Schlaf stört oder von ihr entdeckt wird, ist verloren.

Es soll Irrlichter in diesem Moor geben, wenn man bei Nacht durch dieses Moor geht, soll man sie sehen können, wer sich von ihnen ablenken lässt und nicht auf den Weg achtet, versinkt im Moor.

Als die Pest im Bayerischen Wald hauste, wurden die Toten der Umgebung in diesem Moor versenkt, da sie auf keiner geweihten Erde begraben sind, müssen sie heute noch umgehen.

Dort wo jetzt dieses Moor ist, soll vor langer Zeit ein Dorf gestanden haben, die Menschen in diesem Dorf waren sehr schlecht, darum ist dieses Dorf dann in dem Moor versunken, man soll heute noch ab und zu die Glocken der Kirche hören können. Wenn man diese Glocken hört, bedeutet dies nichts Gutes.

Mit dem Dorf soll ein großer Schatz untergegangen sein, manche Unerschrockene wollten diesen Schatz suchen, sie kamen nie mehr aus dem Moor zurück, man sagt die Moorhexe habe sie geholt.

13/02/2026
12/02/2026

Irrwurz am Weizriegel

Ein Holzarbeiter, der in der Gegend um den Weizriegel schon seit Geburt an zu Hause war, ging an einem Sonntag nach Schöneck ins Wirtshaus zum Kartenspielen. Als er dann nach Hause gehen wollte, musste er von Schöneck durch den Weizriegel nach Neusohl gehen. Dieser Weg war ihm seit Kindheit wohl bekannt, da er ihn schon sehr oft gegangen war. Als er dann durch den Wald am Weizriegel Richtung Neusohl ging, verlor er ohne ersichtlichen Grund die Orientierung. Er irrte stundenlang durch den Wald, den er zuvor noch so gut kannte, doch nun kam er ihm fremd und seltsam vor, er konnte sich an nichts mehr erinnern. An keinen Weg, an keine Weggablung, wohin sie führte.
Erst spät in der Nacht fand er die Orientierung wieder und konnte seinen Weg nach Neusohl fortsetzen.
Am nächsten Tag erzählte der Holzhauer seiner Familie, was ihm am Tag zuvor geschehen sei, er war fest davon überzeugt, dass er auf eine Irrwurz getreten ist und so die Orientierung verloren hat.

12/02/2026

Seltsame Begleitung

Eine Frau arbeitete in Schöneck in einem Gasthaus als Bedienung. Eines Tages bekam sie eine Nachricht, dass ihre Mutter im Sterben liege und sie nach Hause kommen solle. Die Frau ging sofort los, um noch rechtzeitig nach Hause zu kommen, ihr Weg führte sie aber durch ein großes Waldgebiet (Weizriegel), vor dem sie große
Angst hatte und über dieses, schon viele schreckliche Geschichten gehört hatte. Als sie an diesem Waldstück angekommen war, erschien ihr ein kleines, weißes, fast durchsichtiges Männlein, das immer neben der Bedienung lief. Die Frau hatte keine Angst vor dem kleinen Männlein, es strahlte irgend etwas Beschützendes aus,
was genau konnte sich die Frau auch nicht erklären, aber sie wusste, dass sie nichts zu befürchten hatte. Egal wie schnell oder langsam die Frau durch den Wald lief, dassMännlein war immer an ihrer Seite. Erst als sie den Wald verließ, löste sich das weiße Männlein wieder in Luft auf. Als sie dann zu Hause angekommen ist, war ihre Mutter schon gestorben. Die Frau glaubte nun, dass die Seele ihrer Mutter sie noch durch diesen gefürchteten Wald
begleitet hat.

12/02/2026

Rotfuchs-Schreie in Winternächten
Dieser durchdringende Schrei in der Nacht ist eine Rotfuchs-Fähe, die nach einem Partner ruft.

- Weibliche Füchse geben diesen Schrei während eines kurzen winterlichen Paarungsfensters ab
- Der Ruf trägt über weite Entfernungen und klingt für menschliche Ohren schockierend
- Männchen antworten mit scharfem Bellen, dann wird der Wald wieder still
- Diese Rufphase dauert nur wenige Wochen im Januar und Februar

Was danach passiert:
- Ein Bau wird für die Welpen vorbereitet, die im Frühjahr geboren werden
- Rotfuchs-Eltern ziehen ihre Jungen gemeinsam auf
- Nach der Paarungszeit hören die nächtlichen Schreie vollständig auf

Warum es so alarmierend klingt:
- Fuchsrufe sind darauf ausgelegt, weit zu tragen, nicht angenehm zu klingen
- Kalte Nachtluft trägt Schall weiter und lässt ihn näher erscheinen, als er ist
- Die meisten Menschen hören es nur wenige Nächte pro Jahr

Winterwälder sind nicht still — sie sind voller saisonaler Wildtierverhaltensweisen, die seit Jahrtausenden stattfinden, selbst wenn jetzt Häuser in der Nähe stehen.

26/01/2026

Die Fänken der Schweizer Berge

Kommt näher, Kinder des Nebels und hüllt euch ein in Stille, denn diese Sage stammt aus den hohen Alpen der Schweiz, aus den abgelegenen Tälern von Wallis, Graubünden und der Innerschweiz, wo Fels und Himmel sich berühren und der Mensch lernt, leise zu werden.

In jenen Zeiten, als die Alpen noch nicht gezähmt waren und Lawinen als Stimmen der Berge galten, lebten in den steilen Hängen und Felsspalten die Fänken. Sie waren wandelbar.
Manche sah man als schöne Frauen mit langem, hellem Haar und Augen wie Gletscherwasser. Andere erschienen behaart,
wild und furchteinflößend, mit krummen Gliedern und einer Kraft, die Felsen bewegen konnte. Doch alle Fänken hatten eines gemeinsam:

Sie gehörten dem Berg.

Sie kannten geheime Pfade, unsichtbar für Menschenaugen, und wer ihnen folgte, tat dies auf eigene Gefahr.

Der Hirte am Abgrund

So erzählt man von einem jungen Hirten, der seine Ziege im Nebel verlor. Er rief, doch nur der Berg antwortete. Da hörte er Gesang, klar und fern, wie Wind in Eis.
Eine Fänke stand auf einem Felsvorsprung
und winkte ihm. Ihr Lächeln war schön und zugleich leer. Der Hirte folgte ihr, Schritt für Schritt, über Pfade, die es nicht gab. Erst als ein Stein unter seinem Fuß nachgab und in die Tiefe stürzte, erkannte er die Nähe des Abgrunds. Da erinnerte er sich an die Worte der Alten und schlug das Kreuz auf den nackten Fels. In diesem Augenblick verwehte die Gestalt wie Nebel und der Gesang verstummte. Der Hirte fand den Weg zurück, gezeichnet, aber lebendig.

Die Alten sagten:

Die Fänken sind weder gut noch böse. Sie sind Prüfung. Wer ihnen folgt aus Gier, der stürzt.
Wer ihnen folgt aus Neugier, der verirrt sich.
Doch wer ihnen widersteht, lernt den Berg zu lesen und kehrt heim.

Viele Wanderer, die nie zurückkamen, waren nicht verloren, sie hatten nur zu spät erkannt,
dass Schönheit auch eine Schwelle ist.

Die Fänken sind die Seelen der Berge, wild, alt und ungebunden. Sie lachen nicht über den Menschen, sie messen ihn. Und der Berg vergisst nie, wer ihn respektiert und wer ihn herausfordert.

So merkt euch dies, Kinder des Nebels:

Nicht jeder Ruf im Gebirge ist ein Ruf zur Hilfe.
Mancher ist eine Frage. Und nicht jeder Weg,
der sich öffnet, will gegangen werden.

Mögen die Gottheiten stets über euch wachen!

26/01/2026

In der Wikingerzeit (ca. 800–1050) hatten Frauen in Skandinavien für ihre Zeit erstaunlich viele Rechte: Sie konnten unter bestimmten Bedingungen eine Ehe beenden, Besitz erben und verwalten und als Witwen oder während der Abwesenheit des Mannes ganze Höfe führen. Viele waren wirtschaftlich entscheidend, handelten mit Waren wie Textilien und trafen wichtige Familien- und Hofentscheidungen. Im Vergleich zu vielen anderen Regionen Europas hatten sie damit deutlich mehr rechtlichen und finanziellen Spielraum.

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