11/03/2026
Samenöle sind gerade eines der größten Ernährungs-Feindbilder auf Social Media.
Aber was sagt eigentlich die Wissenschaft?
Die Fettsäuren in Samenöle, darunter Omega-6-Fettsäuren sind essenziell. Das bedeutet: Unser Körper kann sie nicht selbst herstellen. Wir müssen sie über die Ernährung aufnehmen.
Es gibt keine überzeugenden Belege, dass Samenöle chronische Krankheiten verursachen.
Ein häufiger Denkfehler in dieser Debatte:
Korrelation ist nicht Kausalität.
Nur weil der Konsum bestimmter Lebensmittel gleichzeitig mit mehr chronischen Krankheiten aufgetreten ist, heißt das nicht, dass sie die Ursache sind.
Chronische Krankheiten entstehen durch viele Faktoren, zum Beispiel:
• unausgewogene Ernährung
• Bewegungsmangel
• Rauchen
• Alkoholkonsum
• genetische Faktoren
Wenn Samenöle in stark verarbeiteten Lebensmitteln vorkommen, liegt das Problem meist nicht am Öl selbst, sondern an der Kombination aus:
• hoher Energiedichte
• viel Zucker und Salz
• wenig Nährstoffen
Das Öl wird dabei oft zum Sündenbock für ein viel komplexeres Problem.
Tatsächlich zeigen Studien, dass ungesättigte Fettsäuren aus Pflanzenölen:
• das LDL-Cholesterin senken können
• mit besserer Blutzuckerkontrolle verbunden sind
• und mit geringerer Insulinresistenz in Zusammenhang stehen
Deshalb empfehlen internationale Organisationen wie WHO, EFSA und Europäische Gesellschaft für Kardiologie:
➡️ gesättigte Fette teilweise durch ungesättigte Fette zu ersetzen, z. B. aus Raps-, Sonnenblumen- oder Maiskeimöl.
Auch die EFSA empfiehlt eine ausreichende Aufnahme von Omega-6-Fettsäuren und sieht keine Hinweise auf gesundheitliche Risiken durch ihren Verzehr.
Am Ende gilt:
Gesundheit entsteht durch das Gesamtbild unserer Ernährung und unseres Lebensstils & nicht durch Angst vor einzelnen Lebensmitteln.