04/03/2026
Wenn Du jemals gehört hast, Du hättest einen “schwierigen Darm”, dann lies das 👇🏼:
Du hast keinen schwierigen Darm.
Du hast einen weiblichen Darm.
Weibliche Anatomie ist anders. Und das zählt bei der Darmspiegelung.
Frauen haben oft:
Einen längeren, gewundeneren Darm.
Mehr Knickbildungen im kleinen Becken.
Höhere Sensibilität für Schlingenbildungen und Druck vom Spiegelungsgerät.
Frauen hatten oft vorhergehende chirurgische Eingriffe wie:
Kaiserschnitt
Gebärmutterentfernung
Eierstockentfernung
Endometrioseoperationen
Das heisst nicht, dass Du “schwierig zu spiegeln” bist. Das heisst, dass die Spiegelung Erfahrung des Endoskopieteams erfordert und Respekt vor der weiblichen Anatomie
Wenn eine Patientin mir von ihrer letzten Spiegelung erzählt, dass sie schwierig gewesen sei,
dann ändere ich den Zugang, nicht das Ziel.
Sanfte Technik, nicht Kraft. Teamwork, nicht Einzelspiel. Sedierung, die passend ist. Zeit, die ausreichend genutzt wird, nicht Hektik.
Dein Darm ist nicht schwierig. Du bist eine Frau - wie ich - und verdienst eine Endoskopieteam, das das versteht.