16/02/2017
"Knochenmarködem" ? "Bonebruise" ?und was nun!? 🤔
Knochenmarködeme sprechen sehr gut auf Entlastung in Kombination mit physikalischer Therapie an! Laser, Magnetfeld und Ultraschall in hoher Therapiefrequenz helfen dem Knochen sich rasch wieder zu regenerieren.
Aber was ist eigentlich ein KMÖ oder bone bruise, wie es im englischsprachigen Raum genannt wird?
Ein Knochenmarködem ist eine Form vorübergehender Osteoporose, bei der die Knochensubstanz geschädigt und übermäßig abgebaut wurde. Sie entstehen zB traumatisch durch Kontusion (=Prellung) bei Stürzen und Verrenkungen im Knie- od. Sprunggelenk, wie es im Fussball oder beim Skifahren häufiger passiert. In diesen Fällen spricht man von einem primären Knochenmarködem bzw. "bone bruise".
Sie können aber auch durch anhaltende Überbelastung oder durch Stoffwechselerkrankungen zB in Wirbelkörpern oder im Hüftkopf entstehen und werden dann als sekundäres KMÖ bezeichnet.
Und wenn es wirklich groß ist?
Ilomedin ist ein sogenanntes Off-label-Medikament, das zur Behandlung von Knochenmarködemen seit einigen Jahren erfolgreich eingesetzt wird. Ursprünglich wurde und wird es bei verschiedenen Erkrankungen wie zB der periarteriellen Verschlusskrankheit verwendet. Eine Minderdurchblutung und damit Minderversorgung durch die herzfernen Gefäße wird behoben. Darüber hinaus wird die Thrombozytenaggregation reduziert, was so viel bedeutet wie, dass das Zusammenlagern der Blutplättchen erschwert wird und damit das Blut weniger leicht verklumpt. Wie man seit einigen Jahren weiss, eignet sich dieses relativ sichere Medikament auch zur Behandlung von Knochenmarködemen, da es die Durchblutung vor Ort effektiv erhöht und so für einen deutlich besseren Stoffwechsel sorgt. Die Erfolgsrate und Schmerzfreiheit der Patienten wird mit 50-90% je nach individueller Situation (Lokalisation, prim./sek., Behandlungsbeginn, Entlastungsmöglichkeit) angegeben.
Bei Fragen oder Anregungen helfe ich gerne weiter!