29/05/2023
Zum gestrigen Internationalen Frauen*gesundheitstag dürfen ein paar Gedanken von uns natürlich nicht fehlen 😊
Zu allererst: Was ist Frauen*gesundheit?
Frauen*gesundheit bezieht sich auf die physische, psychische und soziale Gesundheit von Frauen*. Damit umfasst der Begriff alle Aspekte der Gesundheit, die Frauen* betreffen, wie zum Beispiel die Fortpflanzungsgesundheit, die körperliche Gesundheit, die geistige Gesundheit, die Ernährung, das Altern, die körperliche Aktivität und die Prävention von Krankheiten.
Aber: Warum muss eigentlich zwischen Gesundheit und Frauen*gesundheit unterschieden werden?
Wenn es nach uns ginge, müsste da kein Unterschied gemacht werden, solange die Lebensrealitäten aller Menschen gleichermaßen betrachtet werden. Fakt ist aber, dass gerade beim Thema Gesundheit so oft vom männlichen* (weißen!) Körper als Norm ausgegangen wird. Schon mal Sätze gehört wie „Frauen* haben bei einem Herzinfarkt oft untypische Symptome“?
Nun fragen wir uns: Wieso haben eigentlich Frauen* untypische Symptome und nicht Männer? Die Problematiken, die damit einhergehen, dass der Mann* als Norm angesehen wird, sind viele: Sie beginnen damit, dass Frauen* z.B. aus dem oben genannten Grund häufig viel später – oder gar nicht – adäquat behandelt werden als Männer*. Sie gehen weiter zu der Tatsache, dass viele Studien ausschließlich an Männern* durchgeführt werden und resultieren in dem Fakt, dass adäquate Behandlungsformen (seien es nun Herzprobleme, Übergewicht, usw.) für Frauen* auch heute noch nicht ausreichend erforscht sind.
Aber: FRAUEN* SIND KEINE KLEINEREN UND LEICHTEREN MÄNNER*! Die Sache mit der Frauen*medizin ist viel komplizierter. Und selbst im Jahr 2023 scheinen wir in dieser Hinsicht noch immer am Beginn der Medizingeschichte zu stehen.
Nun sind wir zwar bemüht, die Medizingeschichte neu zu schreiben, aber es braucht die öffentliche Aufmerksamkeit (und natürlich noch viel mehr), um am Thema der Frauen*gesundheit wirklich etwas zu ändern. Deshalb gilt (wie so oft): Teilen nicht nur erlaubt, sondern ERWÜNSCHT!