14/04/2026
Einleitung: Was wir sehen, wenn wir Angst haben
Dämonen begleiten die Menschheitsgeschichte seit ihren frühesten Erzählungen.Sie erscheinen in Mythen, in religiösen Texten, in der Kunst – und sie verschwinden nie.
Was sich verändert, ist nicht ihre Existenz, sondern ihre Gestalt. Die entscheidende Frage lautet daher nicht:Gibt es Dämonen?
Sondern:Was sehen wir, wenn wir Dämonen sehen?
1. Die Geburt der Dämonen aus der Angst
Angst gehört zu den Uremotionen des Menschen.Sie ist älter als Sprache, älter als Kultur, älter als jede Theorie über den Menschen.
Angst ist:
nicht primär objektbezogen
nicht vollständig rational
oft nicht bewusst zugänglich
Sie ist ein Zustand des Organismus.
Und genau darin liegt ihr Paradox:
Angst sucht nach einem Objekt –und erschafft es zugleich.
Der Satz von Karl Valentin bringt dies auf den Punkt:
„Ich kenne keine Furcht, es sei denn, ich bekäme Angst.“
Nicht die Welt erzeugt die Angst.Die Angst strukturiert die Welt.
2.
Einleitung: Was wir sehen, wenn wir Angst haben Dämonen begleiten die Menschheitsgeschichte seit ihren frühesten Erzählungen.Sie erscheinen in Mythen, in re