07/01/2026
Neue Studien deuten darauf hin, dass Psilocybin, die psychoaktive Substanz in Zauberpilzen, Depressionen lindern kann, indem es jene Gehirnnetzwerke verändert, die anhaltende negative Gedankenschleifen aufrechterhalten.
In einer aktuellen Untersuchung haben Forscher der Cornell University analysiert, wie eine einzelne Dosis Psilocybin die neuronale Vernetzung bei Mäusen verändert. Mithilfe einer speziellen Tracer-Technik haben sie eine Woche nach der Behandlung deutliche Umstrukturierungen in den kortikalen Netzwerken festgestellt.
Die Ergebnisse zeigten stärkere Verbindungen zwischen sensorischen Hirnarealen und Regionen, die Handlungen steuern, während interne kortikale Schleifen, die mit Grübeln und selbstverstärkendem negativem Denken verbunden sind, geschwächt wurden. Dieses Muster passt zu klinischen Beobachtungen, wonach Psilocybin starre depressive Denkweisen auflösen und kognitive Flexibilität fördern kann.
Zusätzlich hat die Studie gezeigt, dass die aktuelle Gehirnaktivität beeinflusst, wo die durch Psilocybin ausgelösten Veränderungen stattfinden. Das eröffnet langfristig die Möglichkeit, Psychedelika mit gezielter Hirnstimulation zu kombinieren. Auch wenn die Ergebnisse aus Tiermodellen stammen und weitere Studien am Menschen notwendig sind, liefern sie eine plausible biologische Erklärung für die anhaltenden antidepressiven Effekte von Psilocybin.
Bilder wurden mit KI generiert und dienen lediglich zur Veranschaulichung.
Quellen: Jiang, Q., et al. (2025). Psilocybin triggers an activity-dependent rewiring of large-scale cortical networks. Cell.