01/12/2025
Hilfe holen…
In wurden unsere Kolleg*innen zu einem vermeintlich harmlosen Verkehrsunfall in eine Tiefgarage gerufen. Ein vermeintlicher Routineeinsatz für die Besatzung des Streifenwagens. Schon vor der Ankunft erhob der Aufforderer den Verdacht, dass sein Unfallgegner keinen Führerschein haben könnte, weshalb er sich entschloss, den Polizeinotruf 133 zu verständigen.
Der Verdacht bestätigte sich nach dem Eintreffen unserer Kolleginnen. Während der gesamten Amtshandlung wirkte der Mann nervös und umkreiste ständig sein Fahrzeug, was den einschreitenden Polizistinnen verdächtig vorkam. Im Inneren des Fahrzeuges befanden sich eine Frau sowie zwei Kinder. Dabei zeigte eines der Kinder, ein sechsjähriges Mädchen, ein bekanntes Hilfezeichen in Richtung der einschreitenden Polizistinnen und machte somit auf eine Gefahrensituation aufmerksam. Die Beamtinnen erkannten dieses Signal umgehend und öffneten die Fahrzeugtür.
Die Frau ergriff die Chance und flüsterte in Richtung der Polizei, dass sie soeben entführt worden sei und der Mann bewaffnet sei. Tatsächlich bestand gegen den 39-jährigen Mann bereits eine einstweilige Verfügung sowie ein Kontaktverbot zu seiner Ex-Lebensgefährtin. Er hatte ihr zuvor aufgelauert, sie bedroht und dazu aufgefordert, in das Auto zu steigen.
Er wurde umgehend festgenommen. Im Zuge der Durchsuchung des Fahrzeuges wurden insgesamt drei Messer sichergestellt.
Das aufmerksame Handeln des Unfallbeteiligten, das mutige Verhalten der Sechsjährigen sowie das entschlossene Einschreiten unserer Kolleg*innen konnten diese Gefahrensituation auflösen.