28/05/2026
🩺 28. Mai – Aktionstag für Frauengesundheit
Psychische Gesundheit ist ein zentraler Teil von Frauengesundheit.
Wie gut ist die Versorgung für Frauen in Österreich?
📊 Faktenlage:
• Frauen sind deutlich häufiger von psychischen Erkrankungen betroffen:
laut Statistik Austria (Gesundheitsbefragung 2019) berichten Frauen signifikant öfter von Depressionen und Angstzuständen als Männer.
• Frauen nehmen häufiger psychosoziale Hilfe in Anspruch – es zeigt sich ein höherer Bedarf an Versorgung.
• Das Bundeskanzleramt (Frauenbericht 2020) weist darauf hin, dass Mehrfachbelastungen (u.a. Erwerbsarbeit, unbezahlte Care-Arbeit) ein zentraler Risikofaktor für psychische Belastungen sind.
• Rund um Schwangerschaft und Geburt sind Frauen besonders vulnerabel: Studien zeigen, dass etwa 10–15 % der Frauen von postpartalen Depressionen betroffen sind (z. B. World Health Organization, 2022).
👉 Gleichzeitig zeigt sich: Der Zugang zur Versorgung ist nicht ausreichend abgesichert.
📉 Die Realität der Versorgung:
• zu wenige kassenfinanzierte Psychotherapieplätze
• lange Wartezeiten
• hohe Eigenkosten als Hürde
• spezifische Angebote für Frauen (z. B. bei Gewalt, Trauma, Mutterschaft oder Wechseljahren) sind regional sehr unterschiedlich verfügbar
👉 Besonders betroffen sind Frauen in belasteten Lebenssituationen – etwa Alleinerzieherinnen oder Frauen mit geringem Einkommen.
💬 Warum das problematisch ist:
Unbehandelte psychische Belastungen wirken sich nicht nur auf die einzelne Frau aus, sondern auch auf Familien, Kinder und das gesamte soziale Umfeld.
👉 Was es jetzt braucht:
• einen deutlichen Ausbau kassenfinanzierter Psychotherapie
• niederschwellige, zielgruppenspezifische Angebote für Frauen
• eine stärkere politische Verankerung psychischer Gesundheit als Teil der Frauengesundheit
🧠 Psychische Gesundheit ist Frauengesundheit.
Versorgung darf kein Zufall sein, sondern muss für alle Frauen in Österreich zugänglich sein.