24/02/2026
Anlässlich unseres Mysore-Schwerpunktes im März, erklärt Kristina hier, warum Mysore für sie eine der besten Arten ist, Yoga zu praktizieren.
„Ich bin 2014 in der Vorbereitung zu meiner ersten Yoga-Ausbildung in Mysore-Style-Stunden hineingerutscht und musste dafür zuerst einige innere Hemmschwellen überwinden – was ist, wenn ich nicht weiß, was ich tue? Diese Sorge hat sich als unbegründet erwiesen, denn ich war ja nicht auf sich alleine gestellt, sondern wurde von meinen Lehrer:innen auf eine ganz andere, sehr persönliche Art, begleitet.
Ich habe schnell erfahren, wie angenehm es ist, im Einklang mit meinem eigenen Atemrhythmus zu praktizieren, ohne ständig mit einem Ohr Erklärungen von LehrerInnen lauschen zu müssen, die das Tempo vorgeben. Die akustische Ruhe und die konzentrierte Atmosphäre in den Mysore-Einheiten hat in mir sehr schnell Begeisterung geweckt und es ist seither meine allerliebste Art zu praktizieren: Nicht alleine, aber ganz bei mir.
Was mir besonders gut gefällt ist, dass Mysore-Style so flexibel ist: Wenn ich einmal nur eine Stunde Zeit habe, kann ich trotzdem kommen und Teile der Serie üben, oder vielleicht auch einmal einen Schwerpunkt auf Pranayama setzen. Ich fühle mich im Raum immer willkommen, auch wenn ich nicht mit meiner vollen Kraft übe.
Als Lehrerin betrete ich den Mysore-Raum mit viel Respekt den Übenden gegenüber: Ich habe Respekt vor ihrer Praxis, ihrer Tagesverfassung und natürlich ihrem Körper. Die Übenden stehen klar im Vordergrund und ich beobachte und gebe gezielt Hilfestellungen. Das Unterrichten wird hier mehr zum (oft wortlosen) Dialog und individuellen Coaching, weg vom „Frontalunterricht“. “
— Kristina Hammer (Leiterin der Yogawerkstatt)