
21/08/2025
Die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte zählt zu den häufigsten angeborenen Fehlbildungen. Doch die moderne Medizin bringt bahnbrechende Lösungen – eine davon ist die Verwendung von Wharton-Gelée aus der Nabelschnur bei der Rekonstruktion der betroffenen Bereiche.
🔬 Forschende der Universität Texas haben eine neue Methode entwickelt, bei der das gelartige Gewebe der Nabelschnur – reich an mesenchymalen Stammzellen und strukturgebenden Kollagenfasern – gezielt eingesetzt wird. Diese Eigenschaften machen es möglich, auf den sonst üblichen Knochentransplantat aus dem Beckenkamm des Kindes zu verzichten – ein invasiver und schmerzhafter Eingriff.
➡️ Schon eine einzige Nabelschnur liefert ausreichend Wharton-Gelée zur Behandlung der Spalte. Das senkt das Operationsrisiko und verbessert die Qualität der Therapie.
➡️ Eltern können sich bereits bei der Geburt ihres Kindes für die Entnahme und Einlagerung des Nabelschnurgewebes entscheiden – und damit die Tür zu zukünftigen Therapiemöglichkeiten öffnen.
💡 Die Forschung zeigt großes Potenzial, die Behandlung dieser Fehlbildung grundlegend zu verändern – ohne Knochen aus dem Körper des Kindes entnehmen zu müssen.