01/08/2025
DER PERIKDARD-MERIDIANS - DER BESCHÜTZER DES HERZENS
Ein gut entwickelter Perikard-Meridian ermöglicht uns die Erfahrung tiefer Intimität. Intimität zeichnet sich dadurch aus, dass wir Berührung, Verbundenheit und Vertrautheit nicht nur auf körperlicher, sondern auch auf emotionaler oder geistiger Ebene erfahren können. Ohne diese Intimität treffen beim S*x nur zwei ichbezogene Menschen aufeinander, die auf der Suche nach der eigenen Befriedigung sind und diese physikalisch abarbeiten. Das ist nicht immer schlecht, manchmal erfüllt S*x einfach auch den Zweck einer reinigenden Katharsis: Druck, Anspannung, Lust, Verlangen, Trieb, das alles braucht sein Ventil, das will verbrannt und gelebt werden, am besten im Feuer der Leidenschaft, am besten jetzt und sofort. Derart kann man schnell intim werden, sehr schnell sogar, innerhalb weniger Stunden oder Minuten, wenn es sein muss. Das entspricht dem Zeitgeist, Bedürfnisse ohne Aufschub befriedigt zu haben wollen.
Bringt einen der Zufall aber nicht mit der Liebe seines Lebens, sondern mit einer ähnlich triebhaften Person zusammen, dann wird das Frühstück gerne vom Schöne-Nacht-Aber-Morgen-Danach-Syndrom serviert: Egal in wie vielen Orgasmen man auch verschmolzen sein mag, wie extatisch der Rausch der Sinne war, irgendwie fühlt man sich komisch, leer, kann mit der anderen Person neben sich im Bett nicht wirklich etwas anfangen, man fühlt sich fehl am Platz. Weil eben etwas fehlt, etwas, das sich nicht per One-Night-Stand erledigen lässt.