25/11/2023
Lepra-Krankenhaus
In diesen Tagen des Aufenthaltes im APH-Krankenhaus in Benin hat das med. Team die ehemalige Leprastation in Davougon besucht. Hier werden heutzutage unterschiedlichste Hauterkrankungen - infektioes und nicht infektioes - in einer Art Spezialklinik behandelt. Dieses Zentrum kooperiert fuer die chirurgischen Interventionen mit einer rein chirurgischen Krankenstation, in der fuer ueber 30 Jahre eine Ordensschwester die Leitung hatte, die auch selbst Tag und Nacht operierte. Die Kamillianerbrueder, die in dem Zentrum Davougon Dienst tun, kommen urspruenglich aus dem Krhs in Dogbo.
Pere Christian, den wir schon viele Jahre kennen, ist ein wunderbarer Mensch mit ganz, ganz viel medizinischer Erfahrung und er strahlt eine grosse Guete und besondere Menschenliebe aus.
Immer noch werden vereinzelt Lepra- Patienten behandelt und viele werden kontrolliert und nachbehandelt. Doch auch Verbrennungen und eine wirklich schwer zu heilende Hauterkrankung, die man "buruli ulcer" nennt, werden hier behandelt. Die durch ein Mykobakterium verursachte Erkrankung nennt man auch "die kleine Schwester der Lepra". Man kennt diese wenig erforschte Erkrankung in Europa kaum. In Westafrika ist sie weit verbreitet und het sehr, sehr schwer.
Das Krankenhaus in Davougon ist ein erklaertes Armen-Krankenhaus. Hier liegen neben den oft fuer lange Zeit behandlungsbeduerftigen Menschen mit Hauterkrankungen auch andere Langzeit- Patienten. So zwei querschnittgelaehmte Patienten. Einer liegt dort seit 13 Jahren!!! Als Pere Christian an sein Bett tritt und uns vorstellt, geht ein frohes Lachen ueber das Gesicht des Kranken. Seine groesste Freude ist es, mit einem Handy, das man ihm geschenkt hat, telefonieren zu duerfen. Z. B. auch nach Italien oder Frankreich - dort, wo auch KamIllianerbrueder leben, die er in Davougon kennengelernt hat.
Mgr Laurent Lompo aus dem Niger , besucht uns fuer zwei Tage hier in Gohomey und ist mit dem Team unterwegs. Am ersten Morgen beim Fruehstueck berichtete er uns von den sehr schweren Lebensumstaenden der Menschen im Niger - jetzt unter dem anhaltenden Embargo nach dem Militaerputsch.
An seknem ersten Abend im Projekt feierte er mit dem deutschen Team, den benin. Mitarbeitenden und unseren Waisenkindern eine Messe fuer den Frieden feiern.
Am Nachmittag faehrt ein Teil des Teams mit unserem Projektdirektor und einem Sozialarbeiter zu zwei Familien auf die Doerfer, die mittels des sozial- medizinischen Hilfsfonds von APH wieder genesen konnten. Dieser wird vom Rotary Club Xanten und vom Rotary Club Geldern finanziell mitgetragen. Danke fuer diese tolle Hilfe!! Ein Kind, welches aufgrund von Stillschwierigkeiten der allein erziehenden Mutter schwerst unterernaehrt in unsere Kinderklinik kam, wurde dort stabilisiert und ging dann zum weiteren Nahrungsaufbau/ Gewichtzunahme zur Nachbetreuung in die Kinderkrippe von APH. Jetzt ist das Kind zurueck auf dem Dorf, wo wir es besuchen konnten. Saemtliche Behandlungskosten uebernahm aufgrund einer soz-med. Recherche APH aus den Nothilfefonds!