12/05/2026
𝗘𝗵𝗲𝗺𝗮𝗹𝗶𝗴𝗲𝗿 𝗖𝗘𝗢 𝗹𝗲𝗯𝘁 𝗮𝗹𝘀 𝗔𝘂𝘀𝘀𝘁𝗲𝗶𝗴𝗲𝗿 𝗮𝘂𝗳 𝗣𝗮𝘇𝗶𝗳𝗶𝗸𝗶𝗻𝘀𝗲𝗹
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Beeindruckt?
Ich bin es nicht.
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Immer wieder höre oder lese ich Berichte von Menschen, die ihre intensiven, hochbezahlten Jobs und Karrieren an den Nagel gehängt, sich eine Insel oder ein gigantisches Anwesen irgendwo im Nirgendwo gekauft und sich komplett aus dem gesellschaftlichen Leben zurückgezogen haben.
Oft heisst es dann, diese Menschen hätten «es geschafft», seien mutig; ihr Tun beeindruckend.
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Ohne das Handeln dieser Menschen zu werten – ihre Beweggründe mögen vielschichtig und selbstverständlich legitim sein –, gilt meine Bewunderung anderen:
➡️ Denjenigen, die einen Weg finden, innerhalb dieser in vielerlei Hinsicht krankenden Gesellschaft innerlich gesund zu bleiben oder zu werden.
➡️ Denjenigen, die sich nicht für Weltflucht, sondern für Zugewandtheit und Verbundenheit entscheiden.
✅ Geschafft haben es für mich jene, die mitten im Chaos dieser Welt heilsam wirken (privat und / oder beruflich; dazu zähle ich genauso die Eltern, die sich tagtäglich liebevoll um ihre Kinder kümmern, wie auch Menschen, die ihren Job mit Hingabe und Freundlichkeit ausführen).
✅ Jene, die fähig sind, mitfühlend und sanftmütig mit anderen verbunden zu bleiben, ohne an der Härte und dem Leid dieser Welt zu zerbrechen.
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Das ist ein täglicher Drahtseilakt und gelingt gewiss nicht immer.
Genau darin liegt für mich also die wahre Kunst: nicht im Rückzug auf eine entlegene Pazifikinsel, sondern im mutigen, absichtsvollen, bewussten 𝘁ä𝗴𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗘𝗶𝗻𝘀𝘁𝗲𝗶𝗴𝗲𝗻 𝗶𝗻 𝗱𝗮𝘀 𝗴𝗲𝘀𝗲𝗹𝗹𝘀𝗰𝗵𝗮𝗳𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗗𝗮𝘀𝗲𝗶𝗻 in all seine Herausforderungen; in die Wirren des Menschseins und der Menschheit, genauso wie in die ureigene Menschlichkeit.
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Foto: Alex P.