28/02/2018
Auswirkungen eines Vitamin-D-Mangels (Teil 2)
Wie bei vielen Vitaminen, die ihre Wirkung tief an der Basis unseres Organismus haben, sind die Symptome bei einem leichten Mangel zunächst sehr unspezifisch:
Müdigkeit, Depression, Konzentrationsschwierigkeiten, schwaches Immunsystem, Schwindel und Kreislaufprobleme sind die ersten Anzeichen eines Vitamin-D-Mangels.
Akute Vitamin-D-Mangelerscheinungen sind meist gut zu überwinden.
Mögliche Symptome eines akuten Vitamin-D-Mangelsyndrom sind:
• Muskulatur: Verkrampfung, Zucken, Zittern, Vibrieren, Schmerzen und Schwäche der Muskeln.
• Adynamie: Kraftlosigkeit, Antriebslosigkeit, Energieverlust, dauernde Erschöpfung und Niedergeschlagenheit.
• Nervensystem: Störungen der Nervenfunktion, dadurch Schlafstörungen, ständige Müdigkeit und Abgeschlagenheit, hoher Schlafbedarf, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Rastlosigkeit und innere Unruhe, Verhaltensveränderung, Koordinationsstörungen, deshalb auch Unsicherheit beim Gehen und Stehen.
• Keislauf- und Durchblutungsstörungen, Kältegefühl, besonders an Händen und Füssen.
• Geschwächtes Immunsystem
Besonders verheerend sind die Spätfolgen eines Vitamin-D-Mangel.
Eine chronische Unterversorgung mit Vitamin D wird heute mit vielen schweren Krankheiten in Verbindung gebracht. Da Vitamin D das Immunsystem steuert und direkt auf DNA, Zellen und das Nervensystem wirkt, scheint ein Vitamin-D-Mangel ein zentraler Faktor beim Entstehen vieler Krankheiten zu sein.
Auch zeigt sich immer deutlicher eine Verbindung zur Entstehung von Autoimmunerkrankungen und einigen Krebserkrankungen.
Die Heilung chronischer Vitamin-D-Mangelerkrankungen erfordert einige Zeit und ist in vielen Fällen aufgrund der entstandenen degenerativen Schäden auch nicht mehr möglich.
Dies betrifft vor allem die Deformation der Knochen bei Osteomalazie (Knochenerweichung, bei Kindern Rachitis genannt) sowie Wirbelkörperbrüche und Knochenschäden bei fortgeschrittener Osteoporose.
Vitamin D steuert die Phosphor- und Kalziumaufnahme, daher wirkt sich ein langanhaltender Vitamin-D-Mangel vor allem auch auf die Knochengesundheit aus. Ohne Vitamin D kann kaum Kalzium aus der Nahrung aufgenommen werden und der sinkende Kalziumspiegel wird vom Körper ausgeglichen, indem Kalzium aus den Knochen mobilisiert wird. Dadurch werden die Knochen auf die Dauer demineralisiert.
Fazit:
Um einer chronischen Unterversorgung entgegenzuwirken ist es sinnvoll, in den Wintermonaten Vitamin D zu supplementieren und im Sommer genügend Sonne zu tanken (täglich 20-30min. ohne Sonnencreme)!