08/04/2026
Den letzten Post nehm ich zum Anlass für einen Beitrag zur (maritimen) Hypothermie. Aber, ein Glück, hatte ich letzte Woche keinen solchen Vorfall zu verzeichnen 😊
Hypothermie ist auch beim Schnorcheln oder Baden eine reale und oft unterschätzte Gefahr – besonders, wenn die eigene Belastbarkeit überschätzt wird.
Bereits bei kühlerem Wasser verliert der Körper schnell Wärme (Wasser leitet ca. 25x stärker als Luft). Anfangs fühlt man sich oft noch leistungsfähig, doch mit sinkender Körperkerntemperatur nehmen Koordination, Kraft und Urteilsvermögen unbemerkt ab.
Gerade beim Schnorcheln oder Baden kann das kritisch werden:
Wer sich zu weit vom Ufer entfernt oder die eigenen Reserven falsch einschätzt, gerät schneller in eine Situation, in der der Rückweg nicht mehr aus eigener Kraft möglich ist. Erschöpfung, Kälte und Stress verstärken sich gegenseitig – im schlimmsten Fall bis zur Bewusstlosigkeit im Wasser.
Risikofaktoren:
• kaltes Wasser und/oder lange Aufenthaltsdauer
• Selbstüberschätzung & fehlende Pausen
• allein schnorcheln oder baden
• unzureichender Kälteschutz
Wichtige Grundsätze:
• eigene Grenzen realistisch einschätzen
• nie allein schnorcheln oder baden
• frühzeitig umkehren – nicht „noch ein Stück weiter“
• auf ausreichenden Kälteschutz achten
Fazit: Nicht die Entfernung ist das Problem – sondern der Rückweg. Wer seine Kräfte und die Kälte unterschätzt, bringt sich unnötig in Lebensgefahr.