28/12/2025
Wer kennt Sie nicht die Dämonen unseres Lebens? Ja auch ich kenne sie nur zu gut, sind sie doch auch für mich ein wiederkehrender Begleiter in meinem Leben, erschaffen durch meine Geschichte, Traumas, Dramas, Muster und meine Glaubenssätze.
Genau jetzt während den Rauhnächten merke und fühle ich es umso stärker, wie ich bei gewissen Themen noch sehr stark be-und gefangen bin von meinen eigenen Dämonen.
Die eigenen Dämonen zu verwandeln bedeutet nicht, sie zu verdrängen, sondern ihnen einen neuen Sinn zu geben. Es geht darum, sich den Schatten hinzugeben, die Vergangenheit zu beachten und gleichzeitig mutig versuchen neue Wege zu gehen.
Wer Traumas und Dramen des Lebens akzeptiert, entdeckt oft eine stille Kraft: Die Fähigkeit, aus Schmerz Erkenntnis, aus Angst Mut und aus Ohnmacht Neugier zu machen.
Es ist keine leichte oder einfache Reise, doch jeder noch so kleine Schritt kann zu mehr Klarheit führen. Schritt für Schritt dürfen wir lernen, uns selbst mit weniger Urteil und mit mehr Mitgefühl und vielleicht auch Stolz zu betrachten und versuchen ehrlich zu bleiben, zu sich selbst und zu unserem Umfeld.
Wir dürfen erkennen, dass wir nicht unsere Ängste sind, dass dies „nur ein Gedanke“ ist, eine Erinnerung an unsere eigene Vergangenheit, die bereits geschehen ist. Wir können jeden Tag neu wählen wie wir mit uns umgehen, welchen Weg wir gehen wollen.
In diesem Prozess können sich alte Muster verwandeln, die du vielleicht bis jetzt wie Ketten wahrgenommen hast, in Werkzeuge, mit denen wir uns selbst besser verstehen, Grenzen verschieben und verändern, oder überhaupt wahrnehmen können und echte Verbindungen zu anderen Menschen und vor allem zu sich selbst schaffen.
Geht es nicht darum, die Last der Vergangenheit nicht zu leugnen, sondern sie so zu tragen, dass sie uns stärkt statt zu ersticken?
Wer dieses Vorhaben annimmt, entdeckt oft eine innere Freiheit, die stärker ist als jeder Schmerz. Und vielleicht wird aus dem ehemaligen Dämon ein Begleiter, der uns daran erinnert, dass Mut oft leise beginnt – mit dem ersten Schritt, den wir heute wagen.