Cranioraum

Cranioraum Craniosacral Therapie hilft körperliche und emotionale Blockaden zu lösen, tiefe Entspannung zu fördern und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren.

07/04/2026

My love for details makes for some intricate art. 🎨
Stundenlang an einem Mandala arbeiten. Jede Linie bewusst setzen. Jedes Muster durchdacht.
So sieht autistischer Fokus für mich aus.
Das ist kein „sich verlieren“ in Details. Das ist Flow. Das ist, wo ich mich finde.

Hours of work. Every line intentional. Every pattern thought through.
This is what autistic focus looks like for me.
Not „getting lost“ in details – finding myself in them.

02/04/2026

Gerade für spätdiagnostizierte Menschen kann es hilfreich sein auch für sich selbst eine Autismus Awareness zu entwickeln. Nur weil wir autistisch sind, heisst das nicht, dass wir nicht auch (bewusst oder unbewusst) geprägt sind von Vorurteilen und Stereotypen bezüglich Autismus.

Viele von uns haben lange gedacht, dass alltägliche Situationen für alle so anstrengend sind, wie für uns. Einfach weil wir nicht wussten, dass wir neurodivergent sind, dass unser Gehirn anders arbeitet und so angeblich einfache, ja banale Sachen, wie zum Beispiel Duschen, viel anstrengender und komplizierter sind.

Es ist okay, dass „einfach“ schwierig sein kann.
Es ist okay Hilfe anzunehmen, wo sie dir dienlich ist.
Es ist okay mehr Erholungszeit zu benötigen.

Von Awareness zu Acceptance!

Es ist okay autistisch zu sein. Und Autismus muss nicht immer eine Superpower sein.

23/03/2026

Und nein es geht nicht ums cool sein 😎
In Anlehnung an mein letztes Reel: Das bin ich, wie ich an einem bewölkten Tag, eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang, sicher stelle, dass ich meine Sonnenbrille auch sicher nicht vergessen habe.

Denn man weiss ja nie, ob die Sonne nicht doch noch durch die Wolken bricht, bevor sie untergeht.
Ohne Sonnenbrille wäre ich dann aufgeschmissen. Geblendet werden ist für mich eine extrem stressige Situation, die je nach begleitenden Umständen, innerhalb von wenigen Minuten in einem Shut- oder Meltdown enden kann.

Abgesehen davon kann eine Sonnenbrille auch bei greller Indoor Beleuchtung eine grosse Hilfe sein.

Für weitere stressige Situationen, die durch die Sonne verursacht werden und wo nicht mal die Sonnenbrille mehr hilft, kannst du gerne mein letztes Reel anschauen.



AUTISMUS
SONNENBRILLE
HILFSMITTEL

19/03/2026

Bei flackerndem Licht denken viele automatisch an künstliches, fluoreszierendes Licht in Supermärkten oder Spitälern.
Aber für mich und mein Hirn, dass sensorischen Input anders verarbeitet, kann auch natürliches Licht der Sonne, dass stimmungsvolles durch die Bäume scheint, zu einer Überreizung und Überforderung führen.
Eine Situation, die mich desorientiert und gereizt zurück lässt und im schlimmsten in einem Meltdown endet.

Das bedeutet auch, dass was für jemand anders entspannend und regenerierend ist, nämlich ein Waldspaziergang an einem sonnigen Tag, für jemand anders eine sensorische Katastrophe sein kann.

Versteht mich nicht falsch, ich liebe Waldspaziergänge, nur nicht unter jeden Bedingungen.
Mir geht es darum, dass wir uns alle mehr bewusst sein könnten, dass was für mich gut ist, was mich entspannt, eben nicht unbedingt für jemand anderes genau so gilt.

Lasst uns neugierig und offen sein. Auch uns selbst gegenüber. Was möchtest du gerne mal ausprobieren oder anders machen? So dass es zu dir passt und nicht nur aus Gewohnheit, weil „man es halt so macht“.

12/03/2026

Masking kann sich anfühlen wie verschwinden.
Stell dir vor, du bist tagtäglich am beobachten und imitieren. Du hältst Blickkontakt, obwohl es unangenehm ist. Du versuchst zur richtigen Zeit zu lächeln. Du passt deine Körpersprache an. Du unterdrückst Stimming. Du führst Smalltalk und versuchst dazuzugehören, ohne wirklich Teil zu sein.

Masking ist eine Überlebensstrategie.
Ich habe es nicht gewählt, weil ich mich verstecken wollte. Es ist notwendig, um Anschluss zu finden. Um akzeptiert zu werden. Um in einer Welt zu funktionieren, die nicht für mich gemacht wurde.
Es ist eine Selektion: Erwünschtes Verhalten zeigen, unerwünschtes unterdrücken. Beobachten, lernen, anpassen.

„Maske“ ist eigentlich ein irreführender Begriff. Er suggeriert, dass es da etwas drunter gibt – ein „wahres Selbst“, das nur verborgen ist. Aber so funktioniert es nicht.

Masking ist jahrelanges Konditionieren.
Was ist angemessen? Was ist peinlich? Was ist erwünscht? Was muss ich unterdrücken?
Diese Fragen haben mich geformt. Sie sind nicht eine Schicht, die ich ablegen kann. Sie sind Teil dessen geworden, wer ich bin.
Ich weiss nicht, wer ich „unter der Maske“ bin, weil es eben keine Maske gibt die ich überziehe. Es ist nicht vergleichbar mit den unterschiedlichen Rollen,die wohl alle kennen, das man sich unterschiedlich verhält je nach dem ob man sich zum Beispiel im beruflichen oder privaten Kontext befindet.

Das Masking hat mich zu dem gemacht, wer ich heute bin. Und beeinflusst mich und mein Verhalten in jedem Kontext.
Und deswegen kann ich nicht einfach „aufhören zu maskieren“ und mein „wahres Selbst“ finden.

Masking ist nicht etwas, das ich tue
Es ist etwas, das ich geworden bin. Durch jahrelanges Lernen, Anpassen, Unterdrücken. Durch eine Welt, die mir beigebracht hat, dass ich „so wie ich bin“ nicht richtig bin.

Und das Verschwinden? Das ist nicht, dass ich hinter einer Maske verschwinde.
Es ist, dass ich nie wirklich die Chance hatte, überhaupt erst sichtbar zu werden, als die Person, die ich ohne all diese Konditionierung hätte sein können.

09/03/2026

Nur mal so als Gedanke. 😏
Wir AutistInnen verbringen unser ganzes Leben damit, zu maskieren. Wir lernen, Blickkontakt zu halten, auch wenn es unangenehm ist. Wir lernen Small Talk, auch wenn er für uns keinen Sinn macht. Wir passen unsere Körpersprache an, unterdrücken Stimming, lächeln zur richtigen Zeit, nicken bei den richtigen Themen.
Wir tun ständig so, als wären wir nicht autistisch.

Aber warum läuft das eigentlich nicht andersrum?
Warum können Neurotypische nicht einfach so tun, als hätten sie ein Spezialinteresse?
Als würden tiefgründige Gespräche sie mehr interessieren als oberflächlicher Smalltalk?
Als wären direkte Kommunikation und klare Ansagen ihre bevorzugte Art zu reden?
Als könnten sie Stille aushalten, ohne sie sofort füllen zu müssen?
Als würden sie verstehen, dass nicht jeder ständig Blickkontakt braucht?
Als wäre für sie auch okay, einfach mal nebeneinander zu existieren, ohne permanent interagieren zu müssen?

Klingt absurd? Genau. So absurd wie das, was von uns täglich erwartet wird.

Masking ist anstrengend. Es kostet Energie. Es führt zu Burnout. Und trotzdem wird es von uns als selbstverständlich erwartet – während niemand von Neurotypischen erwartet, sich uns anzupassen.

Vielleicht sollten wir öfter darüber reden, wie einseitig diese Anpassungserwartung ist. 💭

Kennst du das auch? Immer anpassen müssen, während andere einfach sie selbst sein dürfen?

04/03/2026

Von aussen sieht es aus, als würde ich nichts machen.
Ich stehe einfach nur im Wasser, manchmal stundenlang, bewegungslos oder mit kleinen, langsamen Bewegungen. Keine offensichtliche ‚Aktivität‘. Kein erkennbares ‚Ziel‘.
Leute verstehen das oft nicht.
‚Machst du da irgendwas?‘
‚Nein, ich stehe einfach nur hier.‘

Die Verwirrung in den Gesichtern. Die Fragen. Das Unverständnis. Manchmal auch Sorge: ‚Geht es dir gut?‘

In Wirklichkeit passiert so viel, das von aussen nicht sichtbar ist:
Mein Nervensystem reguliert sich. Nach Tagen (oder einer Woche) voller Reizüberflutung- Gespräche, die ich geführt habe, Blickkontakt den ich gehalten habe, laute Umgebungen, zu helles Licht, unvorhersehbare Situationen- ist mein System komplett überlastet. Wie ein überhitzter Motor, der dringend abkühlen muss.

Die sensorische Überstimulation klingt ab. Das Wasser gibt mir gleichmässige, vorhersehbare sensorische Inputs. Nicht zu viel, nicht zu wenig. Die Temperatur auf der Haut. Die sanften Bewegungen. Das Gefühl von Schwerelosigkeit. All das ist beruhigend, nicht überwältigend.
Mein Gehirn kommt zur Ruhe. Die repetitiven Bewegungen des Wassers- die kleinen Welle , das Plätschern, die gleichmässige Strömung- wirken wie Stimming. Sie geben meinem Gehirn etwas, worauf es sich fokussieren kann, ohe überfordert zu werden. Es ist wie eine Meditation, die auf mein autistisches Gehirn optimiert ist.
Ich finde zurück in meinen Körper. Nach stundenlangem Maskieren, Anpassen, Funktionieren, kann es vorkommen, dass ich das Gefühl für meinen Körper verliere, Schwierigkeiten habe zu spüren, wo ich aufhöre und meine Umgebung anfängt. Das Wasser hilft mir, mich wieder zu spüren, meine Grenzen, die Grenzen meines Körpers wieder wahrnehmen zu können.

Es ist keine verschwendete Zeit. Es ist Selbstfürsorge. Es ist Regulation.

Kennst du das auch? Oder hast du andere Orte oder Aktivitäten, die dir helfen dich zu regulieren?

Folge mir für mehr Einblicke in mein autistisches Leben- die Dinge, die von aussen vielleicht seltsam aussehen, aber für mich lebensnotwendig sind.

02/03/2026

Zum Tun Modus gehören die unbewusst ablaufenden Gewohnheiten, sie vereinfachen uns den Tag, weil wir über bestimmte Dinge nicht mehr nachdenken müssen. Problematisch wird es, wenn wir zu viel Zeit im Autopilot verbringen, dann bekommen wir nichts mehr mit und sind nur noch am Tun. Und irgendwann fragen wir uns wo die Zeit geblieben ist.

Im Sein Modus sind wir bewusst und achtsam im Moment. Im Sein Modus nehmen wir mit allen Sinnen wahr. Jeder Augenblick wird achtsam mit allen Sinnen wahrgenommen. Wir sind im Hier und Jetzt und nicht in Gedanken an die Vergangenheit oder Träumen über die Zukunft.

Nimm dir immer wieder bewusst Zeit um aus dem Tun Modus zu kommen.
Zum Beispiel mit einer Atemübung. Beobachte deinen Atem ohne ihn zu verändern oder zu bewerten. Nimm wahr wie und wo sich dein Körper bewegt, wenn du ein- und ausatmest.

26/02/2026

Warum fällt es so vielen neurodivergenten Menschen schwer, ihren Körper wahrzunehmen? 🧠

Reize werden anders verarbeitet – intensiver oder weniger klar. Das führt oft zu:

* Hunger, Durst, Müdigkeit nicht rechtzeitig bemerken
* Verspannungen und Schmerzen übersehen
* Ständige innere Anspannung ohne es zu merken

Craniosacral Therapie kann hier sanft unterstützen: Sie fördert tiefe Entspannung und stärkt die Verbindung zum eigenen Körper 💙

Auch kleine Übungen im Alltag können, die Körperwahrnehmung verbessern helfen. Zum Beispiel 3x bewusst ein und ausatmen und dabei beobachten wo im Körper die Atembewegung wahrnehmbar ist. 🌱

Speichere dir das gerne ab 💜

Adresse

Hasenneststrasse 8
Beromünster
6215

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