07/01/2018
Weihnachten als Hebamme
Er hält sie, sie schauen sin immer wieder an, Tränen, Vorfreude, Erschöpfung und Schmerz.
Die Wehe kommt, ihre Stimme wird mächtiger, tiefer, ihre Wangen röter.
Ich weiss nun wird sie nächstens Pressen.
Ich bin da, lausche den Herztönen zu, dieses beruhigende galoppierende Geräusch, sie sind so friedlich zusammen, da ist Liebe da, ich freue mich fürs Kind.
Wieder das tiefe Summen, das den Raum immer wie mehr einnimmt, nun druck auf die Stimmbänder.
Sie schaut mich an, da ist was geplatzt und es drückt so, dass war die Fruchtblase oder? Und ist das schon der Kopf?
Ich nicke, möchtest du wissen wo der Kopf ca ist, oder magst du einfach bei den Wehen so arbeiten wie vorher?
Nein ich möchte nichts wissen.
Und schon spannt sich ihr ganzer Körper, ihre Hände halten sich am Wannenrand, ihr Mann stützt ihr den Rücken und sie wird ganz laut... Ich sehe schon dunkles Haar, diese Geburt geht zügig voran.
Nach zwei Wehen ist sie da.
Sie nimmt sie hoch zu sich, umarmt sie und er umarmt beide.
Tränen, Erleichterung, Stolz, Freude, Liebe...
Auch ich habe Tränen, was für ein schönes Geschenk.
Heute ging ich etwas traurig aus dem Haus, meine Familie sass gemütlich beim Weihnachtsbaum und sang.
Nun singe ich leise ohne es zu merken.
Sie singen mit.