18/05/2026
Keloid
Unser jüngster Laser-Patient war ein fast 10-jähriger Dogo Argentino Rüde – und seine Geschichte zeigt, wie wichtig es ist, auch bei chronischen Problemen neue therapeutische Wege zu prüfen.
Seit rund vier Jahren litt Ari an einem ausgedehnten Keloid im Bereich der mittleren Rückenlinie entlang der Wirbelsäule. Das zwar gutartige, aber überschüssige Narbengewebe hatte eine Grösse von etwa 20 × 10 cm erreicht. Trotz zwei vorangegangener Operationen kam es nie zu einer Abheilung. Stattdessen entwickelten sich wiederholt Juckreiz, mechanische Reizungen sowie Haarwurzelentzündungen bis hin zu einer Furunkulose (eitrige Entzündung des Haarbalgs).
Da sich der Patient besonders gerne auf dem Rücken wälzt und reibt, wurde das empfindliche Gewebe zusätzlich belastet. Die Hautläsion blutete dadurch immer wieder. Nachwachsende Haare wurden durch die chronische Reibung in die Haut gedrückt und wirkten dort wie kleine Fremdkörper, was die Entzündungsreaktion weiter unterhielt.
Mittels CO₂-Laser konnten wir das überschüssige Narbengewebe präzise abtragen (Ablationstechnik) sowie sämtliche Furunkel und epithelialen Zysten entfernen, die sich infolge der langanhaltenden Reizung gebildet hatten.
Der Eingriff erfolgte in einer kurzen Inhalationsnarkose – schonend und gut kontrollierbar. Besonders erfreulich: Unser tapferer Patient durfte noch am selben Tag wieder nach Hause.