Yoga Nora

Yoga Nora Yoga Nora gives inspiration to practice yoga with determination, commitment and love.

Wenn ich darüber nachdenke, warum Simon und ich so unterschiedlich unterrichten, dann muss ich manchmal schmunzeln, weil...
23/05/2026

Wenn ich darüber nachdenke, warum Simon und ich so unterschiedlich unterrichten, dann muss ich manchmal schmunzeln, weil ich glaube, dass das eigentlich schon immer da war.

Ich weiß noch ganz genau, wie wir 2017 zusammen in Südindien in einer Yoga-Ausbildung waren und Simon damals nicht richtig in Garudasana gekommen ist. Und während viele wahrscheinlich einfach versucht hätten, sich noch mehr in die Form hineinzudrücken, war seine erste Reaktion:

„Warum komme ich eigentlich nicht in diese Form hinein und wie kann ich trotzdem die gleiche Wirkung haben, ohne mich irgendwo hineinzuzwingen?“

Ihm ging es nie darum, etwas perfekt zu machen oder möglichst schön auszusehen. Ihm ging es darum zu verstehen, zu fühlen und zu hinterfragen.

Und bei mir? Wenn Yoga für mich nur Bewegung und nur Asanas gewesen wäre, dann wäre ich wahrscheinlich schon längst bei Pilates gelandet. 😋😅

Was mich aber tief berührt hat, war etwas anderes. Zu merken, dass Yoga etwas Ganzheitliches ist und dass Yoga nicht auf der Matte aufhört. Dass Yoga-Philosophie, Meditation und Pranayama plötzlich anfangen, die Art und Weise zu verändern, wie du durchs Leben gehst, wie du Beziehungen lebst und wie du mit dir selbst umgehst.

Vielleicht liebe ich Yoga genau deshalb so sehr, weil ich bis heute das Gefühl habe, dass ich damit nie fertig werde und ein Leben lang weiter wachsen darf.

Und vielleicht ist genau das auch etwas, das wir in unserer Ausbildung weitergeben möchten.

Und ich glaube, genau das wünschen wir uns auch für Menschen, die zu uns in die Ausbildung kommen.

Nicht, dass jemand am Ende genauso unterrichtet wie Simon oder wie ich.

Sondern dass du mit der Zeit immer mehr spürst, was sich wirklich nach dir anfühlt.

Weil ich glaube, dass viele von uns irgendwann anfangen zu denken, dass es einen richtigen Weg gibt, Yoga zu unterrichten.

Aber vielleicht geht es gar nicht darum.

Vielleicht geht es viel mehr darum herauszufinden, wer du bist, welche Energie du in einen Raum bringst und was du aus deinem Herzen heraus weitergeben möchtest.

Fotografin:

Fast ein Jahr später sitze ich hier und merke, dass ich damals etwas noch gar nicht richtig sehen konnte. Ich dachte wir...
20/05/2026

Fast ein Jahr später sitze ich hier und merke, dass ich damals etwas noch gar nicht richtig sehen konnte. Ich dachte wirklich, dass ich die 200h YTT loslassen muss und ich weiß noch genau, wie viel Angst mir das gemacht hat, weil es sich angefühlt hat, als würde ich etwas loslassen, das über so viele Jahre ein Teil von mir war und mich begleitet hat.

Und jetzt sitze ich hier manchmal und denke mir: Verrückt eigentlich, weil ich heute das Gefühl habe, dass es vielleicht nie wirklich um die Ausbildung ging und vielleicht auch nie darum, komplett aufzuhören.

Ich glaube, ich habe über viele Jahre einfach dieses Gefühl mit mir herumgetragen, alles zusammenhalten zu müssen. Und wenn ich ganz ehrlich bin, merke ich gerade erst, wie tief das eigentlich sitzt.

Ich war die Erstgeborene und ich glaube, ich war schon sehr früh daran gewöhnt, viel zu tragen, Verantwortung zu übernehmen und stark zu sein. Irgendwann macht man solche Dinge einfach automatisch und denkt gar nicht mehr darüber nach, weil sie ein Teil von einem werden und sich plötzlich ganz normal anfühlen.

Und vielleicht habe ich deshalb lange gar nicht gemerkt, dass ich diese Rolle überall mitgenommen habe. In meine Familie, in mein Business und irgendwie in mein ganzes Leben.

Gerade fühlt es sich für mich so an, als würde ich erst jetzt, mit unserem dritten Kind, langsam lernen, diese Rolle wieder abzulegen. Nicht, weil ich plötzlich nichts mehr tragen möchte, sondern weil ich merke, dass es einen Unterschied gibt zwischen Verantwortung übernehmen und das Gefühl zu haben, alles zusammenhalten zu müssen.

Wir sitzen gerade einfach viel zusammen, reden, weinen manchmal, stellen Fragen und versuchen gemeinsam herauszufinden, wie sich unser Leben und unsere Zukunft wirklich anfühlen dürfen.

Und gerade merke ich etwas, womit ich überhaupt nicht gerechnet hätte, nämlich dass es sich leichter anfühlt. Nicht perfekt und auch noch nicht fertig, aber irgendwie mehr nach uns und irgendwie auch mehr nach mir 🤍

Letztes Jahr hatte ich Panik, meine 200h YTT loszulassen.Und trotzdem habe ich genau das getan.2018, als ich gestartet h...
20/05/2026

Letztes Jahr hatte ich Panik, meine 200h YTT loszulassen.

Und trotzdem habe ich genau das getan.

2018, als ich gestartet habe, wurde ich gerade mit unserem ersten Kind schwanger und eigentlich sind mein Business und ich als Mama in all den Jahren gleichzeitig gewachsen.

Und mit jedem Kind, mit jedem Jahr und mit jeder neuen Verantwortung wollte ich immer mehr allem gerecht werden. Ich wollte eine präsente Mama sein, eine gute Ausbilderin, mein Business tragen, Verantwortung übernehmen und gleichzeitig weitermachen, als würde alles noch genauso funktionieren wie früher.

Letzten Sommer, als ich gesagt habe, dass meine letzte 200h YTT stattfinden wird, war ich gerade schwanger mit unserem dritten Kind und ich habe schon damals ganz tief gespürt: Ich muss Raum schaffen.

Für das Kind, das kommt. Für unsere Familie. Und auch für mich.

Und ich weiss noch ganz genau, wie ich mich damals gefühlt habe. Ich hatte so eine Angst davor, die 200h YTT loszulassen, weil sie nicht einfach nur meine Arbeit war. Sie war über viele Jahre auch unsere Existenzgrundlage als Familie. Ich habe sie aufgebaut, getragen und sie war ein riesiger Teil meines Lebens.

Der Gedanke, das loszulassen, hat mir wirklich Panik gemacht.

Aber jetzt fast ein Jahr später sehe ich etwas, das ich damals noch nicht sehen konnte:

Erst dadurch, dass ich es wirklich habe sterben lassen und komplett losgelassen habe, konnten wir überhaupt diese Gespräche führen.

Erst dadurch konnten wir uns ehrlich fragen:

Warum möchte ich das eigentlich loslassen? Woher kommt meine Überforderung wirklich? Was fühlt sich eigentlich nicht mehr stimmig an?

Und vielleicht ist Loslassen manchmal nicht das Ende von etwas.

Vielleicht macht es überhaupt erst Raum für etwas Neues.

Teil 2 folgt 🤍

17/05/2026

I got the cutest hands ons during my yoga practice today 🙈

17/05/2026

Hat sich deine Yogapraxis auch verändert seit du Mama geworden bist? 👶🏼 🤱🏽🧘🏼‍♀️💆‍♀️

Gestern hat mich Muttertag emotional viel tiefer berührt, als ich erwartet hätte.Ich habe nicht nur Dankbarkeit gespürt,...
11/05/2026

Gestern hat mich Muttertag emotional viel tiefer berührt, als ich erwartet hätte.

Ich habe nicht nur Dankbarkeit gespürt, sondern auch Traurigkeit, Wut und Erschöpfung. Und plötzlich musste ich an meine Mama denken. Daran, wie selbstverständlich es oft war, dass sie immer da ist, immer mitträgt und immer funktioniert.

Und gleichzeitig kam eine ehrliche Erkenntnis hoch: Ich glaube, ich selbst habe meine Mutter früher oft als „schwach“ wahrgenommen, weil sie zuhause geblieben ist und nicht gearbeitet hat. Ich habe vieles von dem, was sie jeden Tag getan hat, als selbstverständlich betrachtet und nicht als etwas wirklich Wertvolles.

Und genau das hat mich nachdenklich gemacht.

Woher kommt eigentlich dieses Bild von Frauen? Warum verbinden wir Stärke so oft mit Leistung, Geld und Karriere, aber so selten mit Fürsorge, emotionalem Tragen und Care-Arbeit?

Unsere Gesellschaft lebt von genau dieser unsichtbaren Arbeit. Und trotzdem lernen viele von uns schon früh, dass genau diese Arbeit „weniger wert“ ist, weil sie oft nicht bezahlt und nicht sichtbar ist.

Vielleicht habe ich meine Mutter lange durch die Augen einer Gesellschaft betrachtet, die Care-Arbeit zwar braucht, aber gleichzeitig kleinmacht oder romantisiert.

Und vielleicht sollten wir uns als Gesellschaft weniger dafür feiern, wie stark Mütter alles tragen, und uns endlich fragen, warum sie es überhaupt müssen.

Ich merke, wie sehr ich mir wünsche, dass unsere Kinder später einmal Beziehungen erleben, in denen sich niemand permanent unsichtbar fühlen muss.

Vielleicht beginnt Veränderung genau mit solchen Gesprächen.




Fotografie

04/05/2026

Ich stand auf diesem Steg,
während meine Kinder am Spielplatz waren,
und dachte mir, jetzt habe ich kurz eine Minute nur für mich.

Ein paar Atemzüge, ein bisschen Bewegung, einfach kurz raus aus allem.

Und dann habe ich sie schon rufen hören.

Mein erster Gedanke war ehrlich gesagt nicht liebevoll,
sondern eher dieses „okay, meine Pause ist schon wieder vorbei“.

Und dann habe ich mich umgedreht.

Und sie standen da, haben geschaut, was ich mache
und sind einfach mit eingestiegen.

Ohne dass ich etwas gesagt habe.

Und in dem Moment hat sich bei mir etwas verändert.

Weil ich gemerkt habe,
dass sie mich nicht zurückholen wollten,
sondern dass sie einfach dabei sein wollten 🥹 ich war total berührt und es hat mich einfach von Herzen gefreut, dass wenn man Yoga vorlebt, die Kinder von ganz alleine mitmachen wollen 🥰

27/04/2026

Ich war selbst überrascht, dass ich drei Monate postpartum schon wieder in die Krähe gekommen bin.

Und gleichzeitig war da kein Ehrgeiz.
Kein „ich will beweisen, dass ich wieder kann“.

Ich war einfach neugierig.
Ich habe ausprobiert, gespürt, ein bisschen gespielt.

Und genau in diesem Moment hat es funktioniert.

Das berührt mich jedes Mal wieder, weil ich sehe, wie oft wir Frauen versuchen, über Kontrolle und Perfektion etwas zu erreichen.

Und dabei vergessen, wie viel Intelligenz eigentlich schon in unserem Körper liegt.

Genau diesen Raum öffnen wir auch in unserer Yoga Ausbildung.

Im Oktober startet die nächste Runde.
Und ich freue mich sehr, diesen Raum gemeinsam mit meinem Mann zu halten.

Link in Bio oder schreib mir persönlich für deine Fragen 🥰

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Seestrasse 1
Erlenbach
8703

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