21/02/2026
Als ich im Radio gefragt wurde, warum ich diese Wochenbett-Petition gestartet habe, ist mir noch einmal bewusst geworden, wie falsch unser Bild vom Wochenbett eigentlich ist.
Wir denken oft: Das Baby ist da, geschafft, jetzt beginnt die schöne Zeit. Aber das Wochenbett ist keine Ferienzeit. Es ist eine der verletzlichsten Phasen im Leben einer Frau.
Der Körper hat gerade geboren. Da sind Wunden, Blutungen, Nachwehen, ein kompletter hormoneller Umbruch. Das Nervensystem ist offen, roh, sensibel. Und eigentlich wird Frauen geraten, kaum zu tragen – vielleicht nur ihr Baby. Zu liegen. Zu heilen.
Aber was passiert in der Realität?
Viele stehen viel zu früh wieder auf. Sie kochen, putzen, organisieren, versorgen Geschwisterkinder. Nicht, weil sie wollen – sondern weil oft niemand da ist, der sie wirklich trägt.
Alle freuen sich über das Baby.
Aber wer kümmert sich um die Mutter?
Genau deshalb habe ich diese Petition gestartet.
Weil ich finde, wir müssen das Wochenbett ernst nehmen. Es ist keine Nebensache. Es ist Prävention. Es ist Gesundheit. Es ist Schutz.
Und es hat mich unglaublich bewegt, dass wir innerhalb von nur zwei Wochen 15’000 Unterschriften gesammelt haben. Fünfzehntausend Menschen, die sagen: Das darf so nicht bleiben.
Deshalb freue ich mich sehr, am 24.02. in Bern beim Bundeshaus die Petition zu übergeben. Nicht nur als Aktivistin – sondern als Mutter. Für alle Frauen, die in dieser sensiblen Zeit nicht alleine sein sollten. Und ich freue mich, dies nicht alleine zu machen, sondern mit anderen Frauen und Mütter die gleich denken! 🥹 Komm mit nach Bern!
Das Wochenbett ist kein Luxusthema.
Es ist ein gesellschaftliches Thema.
Und ich glaube, genau jetzt ist die Zeit, darüber zu sprechen.