28/02/2026
Basiskurs Pferdeshiatsu 6.-8. März - jetzt anmelden 🦄
und ein wunderschöner Text von Doris vom Steinbacherhof - pferdegestützte Therapie und Emotionsarbeit 💛
Basiskurs Pferdeshiatsu vom 6. bis 8. März bei uns am Steinbacherhof - pferdegestützte Therapie und Emotionsarbeit mit der lieben Verena Schläfli von AKARI Tiershiatsu
Anmeldungen gerne an 0699/19259053
Pferdeshiatsu – Berührung, die bewegt.
Sie tragen uns durchs Leben, geduldig, loyal und oft mit einer bemerkenswerten Sanftheit. Unsere Pferde sind nicht nur Partner im Tun – sie sind Weggefährten, Spiegel, manchmal auch stille Träger unserer Geschichten. Und gerade die Freizeitpferde und Therapiepferde, die "einfach da sind", die älter werden, die erlebt haben – sie haben Aufmerksamkeit verdient. Sie brauchen Fürsorge, die über Futter und Hufe hinausgeht. Sie brauchen Berührung, die berührt.
So wie Pocahontas.
Die 18-jährige braune Stute mit dem feinen Blick und dem weichen Schritt ist seit vielen Jahren Teil unseres Teams am Steinbacherhof - pferdegestützte Therapie und Emotionsarbeit. Unzählige Kinder hat sie getragen – nicht nur auf ihrem Rücken, sondern durch dunkle Zeiten hindurch. Wenn sie ein Kind anschaut, scheint sie dessen ganze Geschichte zu lesen, ohne Urteil, nur mit offenem Herzen. Ihre Nähe ist tröstlich, ihr Atem ruhig, ihre Zuversicht ansteckend. Manchmal genügt es, einfach bei ihr zu sein.
Und doch...
Bei aller Achtsamkeit, bei aller Fürsorge, bleibt manchmal etwas zurück. Ein Schatten, ein Thema, das sich an sie heftet – vielleicht, weil es zu nahe an ihren eigenen Erinnerungen ist. Vielleicht, weil sie dieses eine Kind einfach nicht loslassen kann. Dann verändert sie sich: zieht sich zurück, wirkt müde, ihre Augen verlieren an Glanz. Ihr Rücken wird fest. Ihre Bewegungen vorsichtig.
Ich merke es sofort.
Natürlich bekommt sie Pausen. Ihre Herde. Lange Spaziergänge, Streicheleinheiten, freie Zeit, in der niemand etwas will. Trainingsphasen für ihr körperliches Wohlbefinden. Und trotzdem ist es oft erst die Shiatsubehandlung, die ihr hilft, wirklich loszulassen. Der Druck eines Daumens entlang des Blasenmeridians. Das sanfte Verweilen an einer verspannten Stelle. Das stille Lauschen auf ihre Reaktion. Und dann – ein Gähnen. Ein Zittern. Ein tiefes Ausatmen.
Ein Schritt zurück zu sich selbst.
Pferdeshiatsu bedeutet nicht „Reparatur“. Es ist eine Einladung.
Eine Einladung an das Pferd, wieder in Kontakt mit sich zu kommen. Die eigenen Grenzen zu spüren. Energie in Fluss zu bringen.
Gerade bei älteren Pferden – mit Rückenproblemen, beginnendem Muskelabbau, leichten Arthrosen oder Zahnproblemen – kann Shiatsu eine kostbare Unterstützung sein.
Es wirkt tief – ohne zu viel zu wollen. Es schafft Raum – körperlich und seelisch.
Pocahontas zeigt uns das immer wieder.
Sie ist nicht nur unsere Lehrerin, sondern auch unser Erinnern:
dass Verbindung heilsam ist. Dass Zuhören Kraft schenkt. Und dass auch die Stärksten manchmal gehalten werden wollen.