02/01/2026
Unsere Heilpflanze des Monats:
Isländisches Moos (Cetraria islandica)
Isländisches Moos - auch bekannt als Felsenmoos, Hirschhornflechte oder Lungenflechte - ist ein pflanzliches Arzneimittel, das vor allem für seine reizlindernden Schleimstoffe geschätzt wird. Diese Schleimstoffe wirken beruhigend auf die Schleimhäute der oberen und unteren Atemwege und werden daher bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, Halsschmerzen und Reizhusten eingesetzt.
Neben den Schleimstoffen enthält isländisches Moos sogenannte Flechtensäuren, die eine antibiotische Wirkung haben und die Magensaftsekretion steigern. Dadurch kann ein Tee aus isländischem Moos auch Verdauungsbeschwerden lindern.
Interessant ist, dass isländisches Moos als Delikatesse für Rentiere gilt, die das bittere Aroma offenbar nicht stört. Die Pflanze wächst in höheren Lagen Europas, wobei die Isländer als Erste ihre Heilkraft erkannten.
Obwohl der Name „Moos“ anderes vermuten lässt, handelt es sich botanisch um eine Flechte - eine Verbindung aus einem Pilz und einer Grünalge
Die Ernte erfolgt bei trockenem Wetter im Spätsommer und Herbst. Für die Zubereitung eines Tees, der auch zum Gurgeln verwendet werden kann, übergiesst man 1,5 g getrocknetes isländisches Moos (etwa ein gehäufter Teelöffel) mit 150 ml kochendem Wasser, lässt ihn 10 Minuten ziehen und trinkt 3–4 Tassen über den Tag verteilt.