06/04/2026
Hufrehe ist kein plötzlicher Unfall, sie ist das Finale einer langen Überforderung.
Du siehst es erst, wenn es weh tut.
Aber die Hufrehe beginnt viel früher. Nicht erst, wenn dein Pferd lahmt.
Die gefährlichste Phase ist die, die du oft übersiehst.
Jetzt gehen die Weiden wieder auf. Frisches Gras bedeutet: Die Nervosität steigt, weil man als Halter:in nie weiss, ob der Stoffwechsel das verarbeiten kann.
Wenn Leber, Darm und Hormonsystem überfordert sind, kippt das Gleichgewicht.
Ja, Insulin ist entscheidend.
Du misst meist erst dann, wenn es schon kritisch ist.
Aber es zeigt dir das Ende der Entwicklung.
Wenn du früher hinschaust, erkennst du Veränderungen rechtzeitig:
• Kot verändert sich
• Fell wirkt stumpfer
• dein Pferd baut schneller Fettpolster auf
• Energie schwankt
Das sind keine Kleinigkeiten, das ist der Moment, wo du handeln könntest.
So gehst du vor:
1. Zuckereintrag sofort kontrollieren
• Begrenze Weidezeit konsequent, vor allem morgens und abends
• Meide Stressweiden nach kalten Nächten und sonnigen Tagen
• Nutze Fressbremsen, wenn dein Pferd schnell frisst
2. Grundfutter sauber aufstellen
• Heu analysieren (bei Bedarf wässern*)
• Keine „Belohnungen“ mit Apfel, Brot oder Müesli
3. Bewegung gezielt einsetzen
• Tägliche, ruhige Bewegung
• Keine Spitzenbelastung bei gefährdeten Pferden
Warum:
Muskelarbeit verbessert die Insulinantwort direkt.
5. Darm und Stoffwechsel unterstützen
Hier kannst du mit natürlichen Komponenten arbeiten:
• Strukturreich füttern, keine schnellen Kohlenhydrate
• Bitterstoffe zur Unterstützung von Leber und Galle
Warum:
Ein stabiler Darm und eine entlastete Leber helfen, Zucker sauber zu verarbeiten.
Ich sehe diese Fälle in der Praxis oft, wenn Schmerzmittel und Entzündungshemmer in der akuten Phase zu wenig helfen.
Dann geht es darum, das System wieder zu stabilisieren.
Das dauert. Und es kostet Substanz.
Ich helfe dir, die Zusammenhänge zu verstehen – und einen Plan zu machen, der zu deinem Pferd passt.