25/10/2020
STUDIEN ZEIGEN: VITAMIN D3 KANN CORONA IM KEIM ERSTICKEN
Studien zeigen: Vitamin D entwaffnet das Corona-Virus
Wer über einen hohen Vitamin D-Spiegel verfügt, ist gegen Corona gut gewappnet. Und warum uns das die Task Force Corona verschweigt.
Am 13. Oktober war im Blick folgende Meldung zu lesen: „Zum Schutz gegen Covid-19 sollen «die Gesundheitsbehörden von Bund und Kantonen der Bevölkerung eine Nahrungsergänzung mit den Vitaminen D und C, Zink, Selen und Omega-3-Fettsäuren nachdrücklich empfehlen». Diese Forderung stellen ein Expertengremium von sechs Medizinern und Forschern sowie die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE) in einem Strategiepapier auf.“
Doch statt die neun Seiten dicke und mit 89 Quellenhinweisen angereicherte Empfehlung ernsthaft zu studieren, konnte die Covid-Taskforce des Bundes „nur den Kopf schütteln“. So jedenfalls fasste blick.ch die Reaktion dieses Gremiums zusammen. Titel des Beitrags: „Seife schützt besser als Vitamine“ Namentlich zitiert wurden der Infektiologe Manuel Battegay ( 60): «Ein Effekt von solchen Cocktails spezifisch für SARS-CoV-2 oder Winterviren ist nicht erwiesen.» Und der Epidemiologe Marcel Tanner): «Vitamin-Cocktails sind keine Corona-spezifischen Behandlungen.» Dieses Sperrfeuer der Taskforce hat offenbar gewirkt: Von den landesweiten Medien hat nur gerade der Blick das Strategiepapier der SGE aufgegriffen.
Schade, denn wer dieses Dokument und die darin erwähnten Quellen aufmerksam studiert, kommt zu höchst relevanten Schlussfolgerungen.
Erstens: Ein ausreichender Vitamin-D-Spiegel senkt die Wahrscheinlichkeit, mit Corona angesteckt zu werden, um gut die Hälfte
Details dazu: Ein optimaler Vitamin-D-Level liegt bei 50 bis 60 ng/ml (Nanogramm pro Milliliter Blut) 75% der Schweizer haben weniger als 25 Nanogramm Vitamin D pro Milliliter im Blut . 11% der Schweizer und die allermeisten hospitalisierten Covid-Patienten weltweit haben gar 10 ng/ml oder weniger.
Schaut man, wie in dieser Beobachtungsstudie, genauer hin, zeigt sich, dass die Gefahr, sich mit Corona zu infizieren bei einem Status unter 20 ng/ml bei 12,5% liegt, beim Optimum von 55ng/ml sinkt das Risiko eine Infektion auf 5,9% also nicht einmal mehr halb so viele. Zum fast genau gleichen Schluss kommt diese Studie mit 7807 israelischen Angestellten im Gesundheitsdienst. Dabei wurden die Gruppe mit weniger als 30 ng/ml Vitamin D doppelt so häufig angesteckt wie die mit mehr als 30 ng/ml. Zu ähnlichen Schlüssen kommen auch mindestens zwei Studien, in denen der durchschnittliche Vitamin-D-Status eines Landes mit der Corona-Morbidität abgeglichen werden.
Zweitens: Wird man dennoch angesteckt, senkt ein genügender Vitamin-D-Spiegel das Risiko eines schweren oder tödlichen Verlaufs um mindestens 80%.
Indizien dafür: In einer Studie mit 388 Patienten in Indonesien hat man bei der Einlieferung de Vitamin D-Status erhoben. Von den Patienten mit mehr als 30 ng/ml starben 4,1%, gegenüber 87% oder gar 98,8% bei den Patienten mit 20 bis 30
bzw. unter 20 ng/ml Vitamin D.
Am Universitätsspital in Heidelberg zeigte sich, dass Patienten mit einem Vitamin D Spiegel unter 12 ng/dl mit einer 6 mal höheren Wahrscheinlichkeit auf die Intensivstation verlegt werden mussten. Ihr Risiko zu sterben, war sogar 15 mal höher. Dabei wurden alle anderen Risikofaktoren statistisch ausgeschaltet.
Da stellt sich natürlich die Frage, warum man nicht alle Patienten gleich bei der Einlieferung mit Vitamin D "dopt". Im Reina-Sofia Unispital von Cordoba hat man das gemacht. 26 Covid-19-Patienten nach dem normalen Standard behandelt, 50 weitere erhielten zusätzlich Calcifediol, eine schnell wirksame Form von Vitamin D. Mit durchschlagendem Erfolg: Das Risiko, auf die Intensivstation verlegt zu werden, sank von 50% auf 2%. Von den 50 Patienten mit Calcifediol starb niemand. Bei der Kontrollgruppe waren es 2 von 26 Patienten.
Drittens: Diese Ergebnisse kann man mit einer ausreichenden Versorgung mit Selen, Zink, Vitamin C und Omega 3 noch einmal deutlich verbessern.
Indizien dafür: Eine Studie aus China zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen der Corona-Sterblichkeit und dem Selen-Spiegel. In der Provinz mit dem tiefsten Spiegel lag die Sterblichkeit bei 3%, in der Provinz mit dem höchsten Selen-Spiegel waren es bloss 0,6%. Eine Studie in Spanien mit 249 Corona-Patienten zeigt, dass solche mit mehr als 50 ng/dl Zink nur 8 Tage im Spital bleiben mussten, gegenüber 25 Tagen für die Gruppe mit weniger als 50 ng Zink. Zudem war das Sterberisiko der Gruppe mit wenig Zinks 3,2 mal höher.
Das sind Fakten, die man als Expertengremium eigentlich längst kennen, und aus denen man konkrete Schlussfolgerungen ziehen müsste. So wie dies etwa der National Health Service in England und die französische Académie Nationale de Médicine getan haben. Letztere empfiehlt eine vorbeugende Einnahme von 800 bis 1000 IU Vitamin D und eine Initialzündung von 50'000 bis 100’00 IU für alle Vitamin-D-defizienten Covid-Patienten. Generell rät sie zu Vitamin D als Zusatz zu jeder Behandlung.
Das BAG bzw. die Experten der „Swiss National Covid-19 Science Task Force“, wie das Gremium offiziell heisst,haben damit allerdings ein Problem: Folgten die dem Rat der SGE, würden sie damit zugeben, dass sie sich mehr als ein halbes Jahr lang grob geirrt haben. Das wäre peinlich. Deshalb steht auf der BAG-Homepage unter dem Titel Behandlung immer noch:„Bisher gibt es keine spezifische Behandlung für Erkrankungen mit Coronaviren. Sie beschränkt sich auf die Linderung der Symptome.“ Das ist streng genommen noch nicht einmal falsch: Weder die Vitamine C und D noch Selen oder Zink wirken spezifisch.
Die grösste Hoffnung des BAG auf ein spezifisches Mittel ruht immer auf dem von Gilead entwickelten Wirkstoff Remdesivir. Weil dessen Verfügbarkeit jedoch beschränkt sei, „arbeitet das BAG eng mit Gilead und medizinischen Fachgesellschaften zusammen, um eine angemessene und gerechte Versorgung der Patientinnen und Patienten mit Arzneimitteln zu gewährleisten.“ Schade nur, dass die WHO am 17. Oktober das Ergebnis einer gross angelegten Studie veröffentlich hat, wonach Remdesivir„nur einen geringen oder keinen Einfluss auf die Sterblichkeit oder die Länge des Krankenhausaufenthalts der Patienten gezeigt hat.“
Unsere Covid-Taskforce hat sich heillos verheddert und verrannt. Das Land braucht dringend neue Experten.
Publiziert von: Werner Vontobel http://www.werner-vontobel.ch
Quellen:
Langfassung Studie SGE
http://www.sge-ssn.ch/media/Nutritional-status-in-supporting-a-well-functioning-immune- system-for-optimal-health-with-a-recommendation-for-Switzerland-1.pdf
Prompte Retourkutsche der Taskforce
https://www.blick.ch/wirtschaft/keine-corona-spezifische-behandlung-taskforce-warnt-vor- vitamin-cocktail-empfehlung-id16140933.html
Studie Reina Sofia
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0960076020302764?via%3Dihub
Academie Francaise
http://www.academie-medecine.fr/wp-content/uploads/2020/05/20.5.22-Vitamine-D-et- coronavirus-ENG.pdf
Studie Israel http://www.xinhuanet.com/english/2020-07/26/c_139241645.htm
indonesien Studie https://drive.google.com/file/d/1dJ1VNakIvXBUEvqoQeV8FL8-R1PSgMJz/view
Studie Heidelberg https://www.mdpi.com/2072-6643/12/9/2757/htm
Infection with the severe acute respiratory syndrome coronavirus-2 (SARS-CoV-2) poses an enormous challenge to health care systems throughout the world. Without causal treatment, identification of modifiable prognostic factors may help to improve outcomes. To explore possible associations of vitamin...