Muri & muri coaching

Muri & muri coaching Karrierecoaching für Menschen im Umbruch. Ein Berufsleben das sich nach dir anfühlt. Stärken X Identität = echte Wirkung. Klarheit. Strategie. Selbstvertrauen.

30/05/2026

Sie sass mir gegenüber und blickte ruhig in die Kamera. Man merkte, wie viel Energie es sie kostete, ruhig zu klingen.

Ihre Chefin war ihre Mentorin. Eine Frau, die sich in Räumen voller Männer selbstverständlich bewegte, mitsprach und anderen einen Stuhl am Tisch ermöglichte. So jemanden, wie es sich viele wünschen würden.

Aber sie wollte nach 8 Jahren gehen. Sie sagte: «Wenn ich den Absprung jetzt nicht schaffe, bleibe ich bis zur Pension. Und das will ich nicht. Ich will andere Unternehmen sehen, neue Erfahrungen sammeln.»

Und nach kurzem Zögern: «Aber es fühlt sich wie persönlicher Verrat an meiner Chefin an.»

Ich nickte. Weil sind wir ehrlich: Loyalitätskonflikte lösen wir nicht auf, indem wir sie ignorieren.

Dann fasste ich zusammen: «Es gibt in deinem Kopf nur zwei Varianten: Entweder bist du deiner Chefin gegenüber loyal oder dir selbst gegenüber. Beides scheint in dieser Situation nicht möglich zu sein.»

Der Stress, den diese Zusammenfassung auslöste, war unverkennbar. Tränen stiegen auf, sie brauchte einen Moment, um sich zu fassen.

Loyalität wird zum Pflichtprogramm und es fühlt sich an, als gäbe es keine anderen Optionen mehr.

Aber Loyalität hat eine Grenze, und diese Grenze heisst: du selbst. Deiner Chefin gegenüber loyal zu sein bedeutet nicht, dein eigenes Wachstum für sie zu opfern. Es bedeutet, ehrlich zu gehen, sorgfältig zu übergeben, respektvoll zu kommunizieren.

Und ich kenne keine Führungskraft, die das von ihren Mitarbeitenden wollen würde.
Das Grösste, was du jemandem geben kannst, ist nicht dein Verbleiben um jeden Preis, sondern deine Integrität bis zum letzten Tag.

Sie hat gekündigt. Mit einem Gespräch, das schwer war, und das trotzdem, oder genau deshalb, richtig war.

Wenn du gerade in einem ähnlichen Loyalitätskonflikt steckst, findest du den Link für ein erstes Gespräch mit uns in der Bio. 🤍

29/05/2026

Du schaust eine Stellenausschreibung an, klingt eigentlich gut. Aber irgendwie zündet es nicht sofort.

Und dann kommt der Gedanke: «Wenn es das Richtige wäre, würde ich es spüren. Würde es sich leicht anfühlen.» Also scrollst du weiter.
Woher kommt diese Erwartung überhaupt?

Wir sind eine Generation, die mit einem Versprechen aufgewachsen ist: Finde deine Leidenschaft, dann fühlt sich Arbeit nie nach Arbeit an. Folge deinem Gefühl, der richtige Weg zeigt sich dann.

Das ist eine schöne Idee, aber auch eine sehr begrenzende. Denn sie heisst: Wenn es nicht sofort zündet, kann es nicht passen. Wenn Zweifel da sind, stimmt etwas nicht. Wenn es Anstrengung kostet, fehlt wohl die Leidenschaft.

Was wir dabei eigentlich tun: Wir warten auf ein Gefühl, das meistens erst nach der Entscheidung kommt, nicht davor.

Auch der richtige Job fordert dich, fühlt sich manchmal zäh an und kommt mit Unsicherheiten daher.

Was wirklich zu dir passt, erkennst du nicht daran, dass es immer leicht ist. Du erkennst es daran, dass du bereit bist, dran zu bleiben.

Wir nennen das Grit, dass dich die Herausforderung motiviert, über dich hinauszuwachsen, statt dich auszulaugen.

Das nächste Mal, wenn du scrollst und es zündet nicht sofort, bleib kurz stehen und frage dich:

1️⃣ Spricht diese Rolle Stärken an, die ich wirklich habe?

2️⃣ Fühlt sich die Herausforderung nach Wachstum an, oder erschöpft sie mich schon beim Lesen?

3️⃣ Kann ich mir vorstellen, auch in schwierigen Momenten dran zu bleiben?

Du willst einen inneren Kompass, um schneller zu erkennen, wo sich dein Einsatz lohnt? Dann buche dir unser unverbindliches Erstgespräch — Link in der Bio. 🤍

28/05/2026

Jahre lang hatte sie versucht, iden Gedanken mit Fakten, mit Erfolgen, mit positivem Selbstgespräch wegzuargumentieren. Und doch war er jeden Morgen wieder da.

Ich fragte sie: «Was würde passieren, wenn du dich für gut genug hieltest?»
Sie überlegte lange. Dann, leise: «Dann müsste ich mich wirklich zeigen und Grenzen setzen. Und das macht mir Angst.»

Das ist der Moment, in dem Coaching-Sessions richtig interessant werden.

Glaubenssätze wie «Ich bin nicht gut genug für diese Position» sind selten nur negativer Lärm im Kopf.

Sie haben eine Funktion. Sie schützen vor Sichtbarkeit, vor dem Risiko zu scheitern, vor Erwartungen, die man dann tatsächlich erfüllen müsste. Manchmal auch vor etwas, das man sich selbst noch nicht erlaubt hat zu wollen.

Der Glaubenssatz ist also nicht dein Feind in deinem Kopf, er ist ein veraltetes Schutzprogramm, eines, das früher vielleicht Sinn ergeben hat. Heute begrenzt er dich aber.

Die eigentliche Arbeit beginnt nicht damit, ihn wegzureden. Sondern darunter zu schauen: Was versucht er zu bewahren? Und was wäre möglich, wenn du diesen Schutz nicht mehr bräuchtest?

Das sind keine bequemen Fragen. Aber sie öffnen Räume, die reines Wegdenken nie öffnet.

Ich habe ihr genau diese Fragen gestellt und bin drangeblieben, auch wenn sie zwischendurch ausgewichen ist, wenn das «Ja, aber bei mir ist das irgendwie anders» wieder auftauchte. Das gehört dazu.

Als Coach ist es unsere Aufgabe, Selbstsabotage zu erkennen und nicht locker zu lassen, bis wir den Kern getroffen haben.

Was sich bei ihr verändert hat: Sie weiss, was sie tun kann, in den Momenten, in denen dieser Gedanke wieder kommt. Und mit diesem neuen inneren Monolog, gewinnt sie Sicherheit in ihrer Rolle, die ihr Team spürt.

Ihre Teammitglieder geben ihr heute viel mehr Respekt und Vertrauen als früher. Es hat sich im Aussen nichts verändert, nur in ihrem Innern. Denn sie hat aufgehört, sich zu verstecken, weil diese Strategie genau auf sie und ihren Glaubenssatz zugeschnitten ist.

Wenn du dich darin erkennst und neugierig bist, wie wir das mit unseren Klient:innen im Coaching machen: wir sind da für ein unverbindliches Erstgespräch. Link in der Bio. 🤍

27/05/2026

Du weisst eigentlich, dass du bereit bist für den nächsten Schritt innerhalb deiner Organisation. Du erfüllst seit Monaten Aufgaben, die über deine aktuelle Stelle hinausgehen. Und trotzdem rattert es in deinem Kopf:

«Ich hab meine aktuelle Position ja noch nicht so lange.»
«Was, wenn er Nein sagt?»
«Vielleicht wartet er darauf, dass ich es von alleine beweise.»

Also schreibst du die E-Mail. Und löschst sie wieder. Weil ein Satz in dir sagt: Wer bin ich, das jetzt schon zu verlangen?

Eine andere Perspektive aber wäre: Was, wenn das meine Chance ist? Was, wenn es richtig gut geht? Und anstelle, dass du nach einem Beförderungsgespräch fragst, fragst du nach Weiterentwicklung:

✅ «Ich würde gerne über meine Weiterentwicklung sprechen. Hast du in den nächsten Wochen Zeit für ein kurzes Gespräch?»

✅ «Ich habe in letzter Zeit mehr Verantwortung übernommen und möchte gerne besprechen, wie meine nächste Entwicklungsstufe aussehen könnte.»

Kein «Ich weiss, das ist vielleicht zu früh, aber...». Nur die Anfrage, direkt und klar.

Selbst wenn du die E-Mail heute schickst, dieser Gedanke kommt sehr wahrscheinlich bei der nächsten Verhandlung wieder. Das Problem ist nämlich nicht die E-Mail.

Es ist die Überzeugung dahinter: Ich darf erst etwas verlangen, wenn ich es zweifelsfrei bewiesen habe. Und diese Messlatte verschiebt sich immer wieder, solange du diesen Mechanismus nicht erkennst.

Oft haben solche Sätze eine Geschichte. Meistens eine, die lange vor dem ersten Job begonnen hat. Im Coaching geht es nicht darum herauszufinden, warum dieser Satz da ist, sondern den damit verbundenen Mechanismus zu stoppen. Das Gefühl und die darauf ausgerichtete Handlung zu durchbrechen.

Was wir im konkret machen: Wir schauen hinter dein Muster, die E-Mail immer wieder zu löschen. Wir schauen uns den Kern an, der es dir nicht erlaubt, für dich und deine Bedürfnisse einzustehen.

Gemeinsam arbeiten wir an deinem Selbstwert und wie du anfängst, dir selbst die Erlaubnis zu geben, die du von aussen nie bekommen wirst.

Hast du dich schon dabei ertappt? Schreibt es in die Kommentare und folgt uns für mehr solche Impulse. 👇

26/05/2026

Sie ist 32, arbeitet seit fast fünf Jahren im selben Unternehmen. Gemeinsam mit ihrem Team hat sie Projekte gerettet, Umstrukturierungen überlebt, Abende durchgearbeitet. Das Team kennt sich wirklich. Und sie stehen sich mittlerweile sehr nahe.

In der Teampsychologie sagen wir dazu: Es besteht viel Kohäsion im Team.

Und deshalb bleibt sie. Auch wenn sie selbst schon lange weiss, dass etwas nicht mehr stimmt und ein nächster Schritt eigentlich nötig wäre.

Hinter dem Satz «Ich kann nicht gehen, weil das Team mich braucht» steckt ein Glaubenssatz, den wir im Coaching oft antreffen: Ich darf erst an mich denken, wenn die anderen versorgt sind. Das klingt nach Fürsorge. Ist es aber nicht.

Es ist auch die Überzeugung, dass der eigene Wert daran hängt, gebraucht zu werden, und dass Gehen gleichbedeutend ist mit Egoismus und andere im Stich lassen.

Wer so denkt, bleibt. Aber nicht, weil der Job oder das Unternehmen noch zu einem passen. Ein Teil von ihr war schon lange innerlich gegangen. Sie funktionierte, hatte aber keine emotionale Connection mehr zu ihrer Arbeit. Sie lieferte, aber die Erfüllung fehlte.

Im Coaching haben ich ihr eine Frage gestellt: «Was würdest du einer engen Freundin raten, die dir genau das erzählt?» Sie hat einen Moment nichts gesagt. Dann: «Ich würde ihr sagen, dass das Team kein Grund ist zu bleiben, wenn sie selbst nicht mehr weiss warum.»

Das war der Moment, in dem sich etwas verschoben hat.

Was dann folgte: Sie hat ihre Werte sortiert, zum ersten Mal wirklich für sich, nicht in Bezug auf das Team oder die Stelle. Als klar war, was ihr tatsächlich wichtig ist, hat sie gekündigt.

Was sie danach beschrieben hat, war keine Erleichterung im Sinne von «endlich vorbei». Es war Leichtigkeit. Das ist ein Unterschied, den man spürt.

Das ist auch der Unterschied, den wir sichtbar machen: zwischen Fürsorge als Stärke und Fürsorge als Selbstverlust.

Hast du dich auch schon dabei ertappt, für andere zu bleiben, obwohl ein Teil von dir schon weiss, dass es Zeit wäre zu gehen? Schreibt es in die Kommentare. 👇

25/05/2026

Sie arbeitet seit 5 Jahren im gleichen Unternehmen. Kennt die Prozesse, kennt die Menschen, kennt die Kultur. Und dann kommt das Angebot: eine neue Rolle, interner Wechsel. Eigentlich genau das, worauf sie hingearbeitet hat.

Aber da ist auch diese andere Stimme.

«Was, wenn ich meine Freiheiten verliere? Das Homeoffice, das Arbeiten aus dem Ausland. Das habe ich mir hart erkämpft.» Und dann, noch leiser: «Was soll ich eigentlich an Lohn verlangen? Was, wenn ich zu viel fordere und sie mir absagen? Was, wenn ich zu wenig fordere und mich selbst unter Wert verkaufe?»

Sie kommt zu uns in diesen Zwischenraum, zwischen Lust und Angst.

Was wir gemeinsam gemacht haben: Wir haben nicht angefangen mit Zahlen oder Verhandlungstechniken. Weil was soll sie verhandeln, wenn sie selber ihren eigenen Wert nicht sieht?

Wir haben zuerst geschaut, was sie wirklich mitbringt. Was dieses Unternehmen gewinnt, wenn sie diese Rolle annimmt. Und was es verliert, wenn sie in wenigen Monaten geht, weil sie sich intern nicht weiterentwickeln kann.

Das war der Moment, in dem bei ihr etwas klick gemacht hat.

Nicht «Ich muss viel verlangen». Sondern: «Ich bin es wert, das zu verlangen.»

Dann haben wir geübt: Wie sie aus einer selbstbewussten Haltung heraus spricht. Nicht fordernd. Nicht ängstlich. Einfach klar. Wie jemand, der weiss, was er mitbringt.

Sie hat alles bekommen. Den Lohn. Die Arbeitsbedingungen. Die Rolle. Alles.

Und was mich am meisten bewegt: Nicht das Resultat, sondern der Moment, in dem sie aufgehört hat zu fragen, ob sie zu viel will. Denn viel zu viele Frauen stehen sich da selbst im Weg, leise, aus Angst, zu viel zu sein.

Erkennst du dich in dieser Geschichte? Dann schreib uns eine Nachricht oder buche direkt ein kostenloses Erstgespräch über den Link in unserer Bio. 🤍

24/05/2026

Unser Papa hätte uns in allem unterstützt. Keramik herstellen? Go for it. Ein Café eröffnen? Genial. Lehrerin werden? Super. Auf einem Reiterhof arbeiten? Mach's einfach.

Und das meinen wir nicht als Kritik, im Gegenteil. Wir sind unglaublich dankbar dafür. Aber genau diese Freiheit ist auch der Grund, warum es unserer Generation so schwer fällt, Entscheidungen zu treffen.

Unsere Eltern hatten das nicht. Ihnen sagte man: «Mach diese Lehre. Studier das. So läuft das.» Es gab kein Internet, kein Social Media, keine 47 parallelen Karrierewege, die andere gerade einschlagen. Alles war geregelter, klarer, in engeren Grenzen.

Klingt einschränkend? Ja, aber es hatte auch etwas Entlastendes.

Denn wenn du aus 100 Optionen eine wählst, wählst du gleichzeitig gegen 99 andere. Und unser Gehirn hasst das. Verluste wiegen psychologisch immer schwerer als Gewinne – Stichwort: «Paradox of Choice».
Die Fülle, die uns befreit hat, macht uns gleichzeitig unzufrieden. Weil wir nie wissen: War das die richtige Wahl? Was, wenn der andere Weg besser gewesen wäre?

Ich habe das selbst gespürt. Im HR gestartet, in die Unternehmensentwicklung gewechselt, zwei Welten, die mich bis heute prägen. Damals hab ich das gar nicht so gesehen – ich war einfach drin und hab eher gezweifelt als geschaut, was ich da gerade erlebe.

Und irgendwo zwischen «Ich könnte alles sein» und «Warum bin ich dann nicht glücklicher?» stecken gerade ziemlich viele von uns.

Wenn du dich gerade lost fühlst zwischen all den Optionen: Das ist nicht deine Schuld. Und es bedeutet auch nicht, dass du einfach lernen sollst, damit zu leben. Die Frage ist: Was bewegt dich wirklich? Was sind deine Stärken, deine Werte? Wenn du das weisst, hast du eine Schablone, mit der Entscheidungen viel klarer werden.

Wir sehen das in unserer Arbeit mit unseren Klientinnen immer wieder: Wer weiss, was ihr wichtig ist, entscheidet leichter, weil klar wird, was dazugehört und was nur ein weiteres shiny object ist. Du bist damit nicht allein mit diesen Gefühlen.

Schreib mir in die Kommentare: Wie alt warst du, als du zum ersten Mal das Gefühl hattest, dass die vielen Möglichkeiten sich eher wie Druck anfühlen als wie Freiheit? 👇

23/05/2026

Ich erinnere mich noch genau an diesen Moment.

Sie sitzt mir gegenüber, Kaffee in beiden Händen, und erklärt mir ruhig und sachlich, warum es gerade wirklich nicht geht. Das Q4-Projekt. Dann die Reorganisation. Dann die Budgetplanung. Jedes Mal ein anderer Grund, jedes Mal vollkommen logisch.

Ich höre ihr zu. Sage einen Moment nichts.

Dann frage ich sie: «Wenn du dir das letzte Jahr anschaust – was hat sich verändert?»

Sie überlegt. Schaut an mir vorbei. «Eigentlich nichts», sagt sie leise.

«Genau», sage ich. «Der Job ist noch derselbe. Die Erschöpfung auch. Nur die Gründe, warum es gerade nicht geht, werden mit der Zeit besser.»

Sie sass still da.

In diesem Moment hat sie ihr Muster gesehen: Ihr Kopf hatte ihr geholfen. Jedes Mal, wenn die Veränderung zu nah kam, baute er einen neuen, wasserdichten Grund, warum jetzt noch nicht der richtige Moment ist. Weil die Angst vor dem, was danach kommt, grösser war als die Erschöpfung, die sie täglich mit sich trug.

Und da waren wir nun. Am Punkt, wo die eigentliche Arbeit beginnen konnte. Der Moment, den ich nicht hatte kommen sehen: Sie hörte auf, den richtigen Zeitpunkt zu suchen – und fing an, sich selbst zu vertrauen.

Wir haben nicht mehr über den richtigen Zeitpunkt gesprochen. Wir haben angeschaut, was sie wirklich will. Was sie sich nicht getraut hatte zu denken. Und was konkret nötig wäre, damit eine Veränderung sich nicht wie ein Sprung ins Leere anfühlt, sondern wie ein durchdachter nächster Schritt.

Ein paar Monate später hatte sie noch nicht einmal gekündigt, da kam das Angebot zu ihr. Eine neue Stelle, die zu ihr passte. Weil sie endlich so klar war über das, was sie wollte, dass es für ihr Umfeld sichtbar wurde. Als sie dann kündigte, hatte sie bereits einen glasklaren Plan. Kein Sprung ins Ungewisse. Einen Schritt, den sie sich zugetraut hat.

Das Warten war nie das Problem. Die Angst dahinter war es.

Kennst du das Gefühl, dass der richtige Zeitpunkt irgendwie nie kommt? Folgt uns – hier sprechen wir regelmässig über genau das. 🤍

22/05/2026

Du kennst diese Gedanken vielleicht, wenn du deine berufliche Situation betrachtest:
«Ich habe so viel in diese Karriere investiert.»
«Wenigstens weiss ich, was ich hier habe.»

Klingt vernünftig und nach einer rationalen Abwägung. Ist es aber oft nicht.

Was dahintersteckt, hat einen Namen: Status Quo Bias. Ein Mechanismus aus der (Wirtschafts-)psychologie, der besagt, dass unser Gehirn das Bekannte automatisch höher bewertet als das, was noch nicht da ist. Unabhängig davon, ob es uns wirklich guttut.

Den aktuellen Job kennen wir. Mit allem, was nervt, erschöpft und nicht mehr stimmt. Den anderen Job, der vielleicht viel besser passen würde, kennen wir nicht. Also fühlt er sich risikoreicher und unsicherer an.

Aber das ist keine rationale Einschätzung. Das ist ein Muster in deinem Kopf.

Was wir in unserer Arbeit mit Klientinnen immer wieder sehen: Die grösste Hürde bei der beruflichen Neuorientierung ist nicht der fehlende Mut, sondern diese Verzerrung – und dass die meisten sie nicht als solche erkennen.

Wenn du das erkennst, verändert sich etwas. Der erste Schritt ist zu wissen:
💡 Mein Zögern ist nicht die Wahrheit über meine Situation.

Wie das konkret aussieht und was du dagegen tun kannst, darüber haben wir in der aktuellen TEAMWORKS Podcastfolge gesprochen.

Schreib PODCAST in die Kommentare, und wir schicken dir den Link zur Folge in dein Postfach. 🎙️

21/05/2026

Das eigentlich Problem war, dass sie den ganzen Tag an Dingen gearbeitet hat, die sie zwar gut kann, aber die sie innerlich leer lassen.

Das ist der Unterschied zwischen Kompetenz und Stärke. Und er ist grösser, als die meisten ahnen.

Kompetenz ist, was du gelernt hast, was du zuverlässig lieferst, wofür du eingesetzt wirst.

Stärke ist, was dich innerlich antreibt, was dir Energie gibt statt nimmt, was sich richtig anfühlt – auch wenn es fordernd ist.

Das Problem: Aufgaben werden nach Kompetenz verteilt. Wer kann es? Wer hat Erfahrung? Wer ist zuverlässig? Das ist logisch. Und es übersieht gleichzeitig etwas Entscheidendes.

Hier ist, was der Unterschied im Alltag bedeutet:

1️⃣ Du arbeitest in deinen Kompetenzen
Die Arbeit wird erledigt, oft sehr gut. Aber es braucht mehr inneres Zusammenreissen, mehr Kontrolle, mehr Disziplin. Du funktionierst – aber es kostet dich mehr, als es müsste. Irgendwann merkst du: Du machst deinen Job, aber du identifizierst dich nicht mehr damit.

2️⃣ Du arbeitest in deinen Stärken
Du denkst mit, ohne dazu aufgefordert zu werden. Entscheidungen entstehen schneller, weil sie sich innerlich stimmig anfühlen. Auch schwierige Situationen kosten Kraft – aber sie erschöpfen nicht auf dieselbe Weise. Du gestaltest, statt nur zu liefern. Und du verlässt die Arbeit mit mehr Energie, als du reingegangen bist.

Beide bringen Leistung. Aber einer erschöpft dich langfristig – der andere trägt dich. Das merkt man nicht im Quartalsbericht. Das merkt man darin, wie man morgens aufwacht. Und wie sich die Arbeit im Innen anfühlt.

Daher schauen wir mit unseren Klientinnen nicht nur, was sie gut können, sondern was sie wirklich antreibt. Das ist oft gar nicht dasselbe.

Und bei dir? Arbeitest du gerade in deinen Kompetenzen oder in deinen Stärken? Schreib es uns in die Kommentare. 🤍

Adresse

Kasimir-Pfyffer-Strasse 15
Lucerne
6003

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