06/12/2025
Spital Männedorf«𝗔𝘂𝗰𝗵 𝗻𝗮𝗰𝗵 ü𝗯𝗲𝗿 𝟰𝟬𝟬 𝗚𝗲𝗯𝘂𝗿𝘁𝗲𝗻 𝘃𝗲𝗿𝗹𝗶𝗲𝗿𝘁 𝗱𝗲𝗿 𝗠𝗼𝗺𝗲𝗻𝘁, 𝗶𝗻 𝗱𝗲𝗺 𝗲𝗶𝗻 𝗣𝗮𝗮𝗿 𝘇𝘂 𝗘𝗹𝘁𝗲𝗿𝗻 𝘄𝗶𝗿𝗱, 𝗻𝗶𝗲 𝗱𝗲𝗻 𝗭𝗮𝘂𝗯𝗲𝗿. 𝗗𝗮𝘀𝘀 𝗶𝗰𝗵 𝗱𝗶𝗲𝘀 𝗶𝗺𝗺𝗲𝗿 𝘂𝗻𝗱 𝗶𝗺𝗺𝗲𝗿 𝘄𝗶𝗲𝗱𝗲𝗿 𝗲𝗿𝗹𝗲𝗯𝗲𝗻 𝗱𝗮𝗿𝗳, 𝗲𝗺𝗽𝗳𝗶𝗻𝗱𝗲 𝗶𝗰𝗵 𝗮𝗹𝘀 𝗴𝗿𝗼𝘀𝘀𝗲𝘀 𝗣𝗿𝗶𝘃𝗶𝗹𝗲𝗴.»
🌟 Spital Männedorf Adventskalender – die ersten Morgenstunden im Gebärsaal 🌟
🤶 Wie der 24 Türchen hat, so sind wir im Spital Männedorf 24 Stunden am Tag für Sie da. Mit Türchen 6 unseres Adventskalenders fassen wir die ersten sechs Tage des Advents zusammen. Was verbirgt sich also hinter Türchen 6? Genau – ein Einblick in unsere ersten Morgenstunden am Spital von 1:00 bis 6:00. Die leitende Hebamme Jasmin Müller nimmt uns mit auf ihre im Gebärsaal.
🌃 «Nachtschichten sind meine Lieblingsschichten! Ich mag sie wegen ihrer ruhigen Stimmung. Der Alltagsstrudel scheint weit weg zu sein. Aufgrund meiner Leitungsfunktion habe ich während des Tages viel Administratives zu erledigen. In der Nacht aber kann ich nach wie vor meinem erlernten Handwerk nachgehen – das schätze ich sehr. Da es nachts auch keine geplanten Kontrollen gibt, wird man stets überrascht. Man weiss nie, was die Nacht bringt. Es kann sein, dass man plötzlich mehrere betreuen muss. Zum Glück arbeiten wir interdisziplinär sehr eng mit unserem ärztlichen Team zusammen und unterstützen uns gegenseitig. Und wenn «Not an der Frau» ist, kann ich jederzeit eine meiner lieben Kolleginnen aus dem Pikett rufen.
🤱 Zu Beginn meines Nachtdienstes übernehme ich meist direkt eine Familie während oder nach der . Im Anschluss kümmere ich mich um die Reinigung des Gebärzimmers, sodass dieses wieder für die nächste Familie bereit ist. Falls die Gebärabteilung leer ist, helfe ich auf der Wochenbettabteilung mit. Es ist immer wieder schön, die Frauen auch nach der Geburt noch einmal zu besuchen und sie beispielsweise beim Stillen zu unterstützen. Dies übernimmt normalerweise vorrangig die Wochenbettpflege.
💫 In der Nacht kommen zwar nicht die meisten Kinder zur Welt, da Hormone, die für die Geburt wichtig sind, nachts jedoch ihren Peak haben, spüren besonders viele Frauen dann die ersten Wehen und melden sich. Ich bin dann immer aufgeregt und voller Vorfreude! Die ganze Welt schläft, und es fühlt sich so an, als gäbe es in diesem Moment nur die Geburt.
✨ Besonders schön und berührend finde ich es, wenn ich ein Paar nicht nur einmal, sondern gleich zweimal (oder noch öfter) bei der Geburt ihres Kindes unterstützen darf. Solch ein Erlebnis hatte ich auch während einer Nachtschicht. Als die Frau eintraf, schenkte sie mir trotz ihrer kräftigen Wehen sofort ein Lächeln und äusserte, dass sie mich wiedererkannt habe. Ich unterstützte sie während der Wehen ganz nach ihren Bedürfnissen, massierte ihr Kreuz und sprach ihr Mut zu. Zwischen den Wehen erinnerten wir uns gemeinsam an ihr letztes Geburtserlebnis und freuten uns über den Zufall, dass ihre Wehen genau während meiner Schicht eingesetzt hatten. Knapp drei Stunden später durften wir ihr zweites Kind begrüssen. Als Krönung dieses Erlebnisses holte der Papa wenige Stunden nach der Geburt die ältere Schwester dazu, die zuerst ganz schüchtern, aber dann mit wachsender Neugier ihren kleinen Bruder begrüsste. 👶
💁♀️ Zur Person – Jasmin Müller
Seit 5,5 Jahren ist Jasmin Müller Hebamme – und ebenso lange Teil des Teams im Spital Männedorf. Der Beruf vereint alles, was sie mag:
Abwechslung, Unvorhersehbarkeit und die intensive Betreuung von Familien. Besonders liebt sie es, Frauen in dieser aussergewöhnlichen Lebensphase zu unterstützen und zu bestärken.
«Auch nach über 400 Geburten verliert der Moment, in dem ein Paar zu Eltern wird, nie den Zauber. Dass ich dies immer und immer wieder erleben darf, empfinde ich als grosses Privileg.»