Praxis für gesunde Lebensart

Praxis für gesunde Lebensart Psychoonkologie, Coaching, Kinesiologie, Familienstellen, Heilwandern, EMDR, Ernährung nach der 4 Säftelehre, Meta Hunter

Coaching, Kinesiologie, Familienstellen, Geburtsdatenanalyse, Heilwandern, Walking-Talking, Traumalösung, Ernährung nach der 4 Säftelehre

In meiner Praxis spreche ich viel über Resilienz.Und in den letzten Wochen habe ich nach meinem Beitrag dazu viele berüh...
11/02/2026

In meiner Praxis spreche ich viel über Resilienz.
Und in den letzten Wochen habe ich nach meinem Beitrag dazu viele berührende Gespräche geführt – vor allem mit Krebsbetroffenen.

Aber nicht über Stärke.
Nicht über Durchhalten.

Sondern über etwas anderes.

Über dieses ständige Denken.
Dieses innere Wachsein.
Dieses Gefühl, selbst im Liegen noch organisieren zu müssen.

Eine Frau sagte zu mir:
„Ich bin nicht nur körperlich müde. Mein Kopf läuft einfach immer weiter.“

Dieser Satz bleibt.

Denn genau das höre ich immer wieder.

Nicht die Schmerzen sind das Schwierigste,
sondern dass der Kopf nie Pause bekommt.

Es muss so viel organisiert und bedacht werden:

 Arzttermine organisieren.
 Entscheidungen treffen.
 Nebenwirkungen managen.
 Familie beruhigen.
 Arbeit koordinieren.
 An alles denken. Für alle mitdenken.

Selbst nachts läuft innerlich eine Liste weiter.

Immer.

Dafür gibt es einen Begriff: Mental Load.

Mental Load ist nicht einfach eine lange To-do-Liste.
Es ist die gesamte unsichtbare Denkarbeit im Hintergrund – das Planen, Koordinieren, Erinnern und Verantwortung tragen, dass alles läuft.

Leise.
Unsichtbar.
Aber dauerhaft aktiv.

Wie ein Hintergrundgeräusch, das nie ganz ausgeht.

Und genau das erschöpft.

Gerade mit oder nach Krebs wird diese Last oft nicht kleiner – sondern grösser.

Zur körperlichen Erholung kommen Unsicherheit, Kontrolltermine, Zukunftsfragen und der Druck von aussen: „Du bist doch wieder fit.“

Der Körper versucht sich zu erholen, aber der Kopf bekommt keine echte Ruhephase.

Und dann kommt oft der gut gemeinte Rat:
„Arbeite an deiner Resilienz. Sei positiv. Sei stark.“

Doch wenn jemand ohnehin schon zu viel trägt, wird selbst Resilienz zur nächsten Aufgabe.

 Noch eine Übung.
 Noch ein Tool.
 Noch mehr an sich arbeiten.

Und irgendwann tut sich die Frage auf:
„Warum schaffe ich das nicht?“

Vielleicht liegt es gar nicht an fehlender Stärke.
Vielleicht ist die Last einfach zu gross.

Für dieses Muster gibt es sogar einen medizinischen Begriff: den Valebo-Effekt.

Ich erkläre ihn gerne und oft mit einem Bild:

Stell dir einen Tank vor.

Du versuchst den Tank mit Energie aufzufüllen – durch Gespräche, Pausen, Strategien.

Aber unten im Tank ist ein Leck.
Durch die Verantwortung, die du trägst.
Durch die Dauerorganisation, die du ständig leisten musst.
Durch das ständiges Mitdenken für alle(s) um dich herum.
Du tankst auf – und gleichzeitig läuft die Energie wieder aus.

Der Tank wird nie voll.

Nicht, weil du zu wenig resilient bist,
sondern weil die Belastung parallel weiterläuft.

Solange die Last gleich bleibt, kann Erholung ihre Wirkung gar nicht entfalten.

Deshalb geht es oft nicht darum, stärker zu werden, sondern weniger allein zu tragen.

Was ich Menschen in meiner Praxis konkret empfehle:
1. Die Last sichtbar machen
Einmal alles aufschreiben, was nur im Kopf läuft. Nicht nur Einkaufen, sondern: Arzttermine vereinbaren, Rezepte bestellen, an Geburtstage denken, Medikamente nachbestellen, Formulare ausfüllen, mit der Schule schreiben, Ferien planen …
Viele merken erst dann: Da ist ein zweiter Vollzeitjob im Kopf.

2. Die Verantwortung wirklich abgeben – nicht nur Hilfe annehmen
Nicht: «Kannst du mir beim Einkaufen helfen?», sondern: «Du übernimmst jetzt den Wocheneinkauf – planen, besorgen, nachdenken inklusive.»
Erst wenn auch das Mitdenken wegfällt entsteht echte Entlastung.

3. Unterstützung aktiv nutzen
Eine Freundin fährt zu den Kontrollen.
Der Nachbar holt die Kinder ab.
Die Schwester kocht einmal pro Woche vor.
Nicht, weil du es nicht kannst – sondern weil du dich erholen darfst.

4. Prioritäten radikal senken
Nicht alles muss gerade «normal» laufen.
Vielleicht gibt es eine Tiefkühlpizza statt selbst gekocht.
Vielleicht bleibt die Wäsche liegen.
Vielleicht sagst du einen Termin ab.

Perfektion verbraucht Energie, die du gerade für deine Heilung brauchst.

Deine Energie ist begrenzt. Gerade mit und nach Krebs. Und sie gehört zuerst dir.

Vielleicht ist nicht der Mensch zu wenig resilient.
Vielleicht sind die Umstände einfach zu schwer.

Vielleicht kennst du dieses Gefühl, nie richtig abschalten zu können.
Ein kleiner Tipp – fange bei Punkt 4 an.

Resilienz Teil 2 - Durchhalten sollte keine Option davon sein...Besonders Menschen mit einer Krebserfahrung sagen mir of...
02/02/2026

Resilienz Teil 2 - Durchhalten sollte keine Option davon sein...

Besonders Menschen mit einer Krebserfahrung sagen mir oft:
„Genau so fühlt es sich an – und trotzdem spricht kaum jemand darüber.“
Resilienz wird oft verstanden als:
- durchhalten
- positiv bleiben
- wieder funktionieren

Aus meiner Sicht und aus der Arbeit mit chronisch belasteten und krebserfahrenen Menschen, greift das zu kurz.

Resilienz braucht etwas anderes:
- Selbstachtsamkeit statt Selbstoptimierung
- Grenzen statt Durchhalten
- Beziehung statt Übungen
und jemanden, der zuhört, bevor etwas „verbessert“ werden soll

Resilienz heisst nicht stark sein.

Resilienz heisst auch:
eine Pause machen, prüfen, was tragbar ist, und Schritte finden, die nicht zusätzlich erschöpfen.

Genau darum geht es im Webinar
„Resilienz – mit Strategie zur inneren Stärke“
mit Alma Sehic, dipl. Naturheilpraktikerin und ehemalige Tumorpatientin.

Sie zeigt, wie kleine, alltagstaugliche Schritte aussehen können –
ohne Druck, ohne Optimierungsanspruch, ohne neue Überforderung.

Mi, 04. Februar 2026 | 18:30–20:00 Uhr

Für Menschen mit Krebserfahrung.
Und für alle, die merken: So wie bisher geht es nicht mehr.

Die Insel für Krebsbetroffene lädt Sie zu einem Zoom-Meeting ein.
https://us06web.zoom.us/j/84043426071?pwd=2GJ6xpiSVPubrVcMgqonI6d9bsSRGE.1

Heute hatte ich in der Praxis ein Gespräch, das mich sehr nachdenklich gemacht hat.Eine Frau reagierte ungewohnt pampig,...
28/01/2026

Heute hatte ich in der Praxis ein Gespräch, das mich sehr nachdenklich gemacht hat.
Eine Frau reagierte ungewohnt pampig, als ich das Wort „Resilienz“ erwähnte, und ich habe gut verstanden, warum.

„Dieses ganze Resilienzgeschwafel hat mich erst dahin gebracht, wo ich jetzt bin.“

Die Frau sitzt mir gegenüber.
Dritter Burnout in fünf Jahren.
Und sie hat auch eine Krebserfahrung hinter sich.

Was sie mir dann erzählte, waren die Schattenseiten der Resilienz, so, wie sie sie erlebt:
• Mein Problem ist meine persönliche Schwäche – ich fühle mich dumm.
• Ich verstecke meine Erschöpfung – niemand hilft mir.
• Ich bin wütend und hilflos – ändern kann ich ja doch nichts.
• Alle anderen wirken so stark – ich bin schwach und unbrauchbar.
• Ich kann das Problem nicht lösen – also ist es wohl keins.
• Ich habe keine Kontrolle – ich bin selbst schuld.
• Ich mache Resilienzübungen – müde bin ich trotzdem.

Über diese Seite der Resilienz wird selten gesprochen.
Dabei sind sie oft keine Schwäche, sondern Warnzeichen.

Sie zeigen sich bei:
– chronischer Überforderung
– nach Krankheit
– nach Krebs
– nach zu langem Funktionieren

Gerade Menschen mit einer Krebserfahrung hören oft Sätze wie:
„Du bist so stark.“
„Du hast das so gut weggesteckt.“

Was dabei leicht verloren geht:
Erschöpfung, Angst, Wut, Zweifel.
All das darf auch nach der Erkrankung da sein.

Problematisch wird es, wenn Resilienz mit Kontrolle verwechselt wird. Dann entsteht keine Stärke, sondern eine Spirale nach unten.

Resilienz heisst nicht, alles auszuhalten.
Resilienz heisst auch, innezuhalten und ehrlich hinzuschauen:

Was erschöpft mich wirklich?
Und was müsste sich verändern – nicht nur in mir, sondern um mich herum?
Vielleicht ist Erschöpfung nicht das Zeichen fehlender Resilienz,
sondern ein Hinweis darauf, dass etwas zu lange getragen wurde.

Das neue Jahr ist gestartet, die Praxis gelüftet und parat :-).
12/01/2026

Das neue Jahr ist gestartet, die Praxis gelüftet und parat :-).

Gerade gelesen: Warum wir in der Ernährungsberatung wegkommen müssen von pauschalen Verboten – und hin zu echter Individ...
16/11/2025

Gerade gelesen: Warum wir in der Ernährungsberatung wegkommen müssen von pauschalen Verboten – und hin zu echter Individualität.
Aktuelle Forschung zeigt deutlich: Ernährungsempfehlungen sollten sich nicht an starren Regeln, Trends oder Meinungen orientieren. Stattdessen braucht es Evidenz, Lebensmittelsicherheit und vor allem die individuellen Bedürfnisse der Patient:innen.
(Gelesen in: Abstract V106, Oncology Research and Treatment 2025)
In der naturheilkundlichen Ernährungsberatung wissen wir das schon lange. Ernährung ist immer persönlich. Jede und Jeder bringt eine eigene Situation, Geschichte und Belastung mit. Besonders bei Erkrankungen ist eine fundierte Ernährungsanalyse wichtig, damit Ernährung wirklich unterstützen kann.
Doch auch Menschen, die sich ausgewogen ernähren, können erkranken. Dann lohnt sich ein genauerer Blick auf mögliche Belastungen in Lebensmitteln – und genau dort kommt das Thema Bio ins Spiel.

Warum also Bio?
Was bringt es wirklich? Und wo liegen die Unterschiede?

Diesen Fragen geht Noemi Koch-Cadosi in einem offenen, verständlichen Webinar nach:
Webinar: „Warum lohnt sich Bio?“
21. November 2025
18:30 Uhr
Online – Insel für Krebsbetroffene
🔗 Zoom-Link:
https://us06web.zoom.us/j/85836843438?pwd=KbCet95OncBrWcenarbmhDlh30qWUj.1
🆔 Meeting-ID: 858 3684 3438
🔑 Kenncode: 034109
Wir freuen uns über alle, die dabei sind – Betroffene, Angehörige und alle, die sich informieren möchten. 💚

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