18/04/2026
Der Mensch – ein Individuum aus Körper, Geist und Seele
Seit möglicherweise Menschengedenken wird davon ausgegangen, dass wir ein Individuum aus Körper, Geist und Seele sind. Woher diese Annahme genau stammt, lässt sich kaum noch nachvollziehen. Sie ist einfach da. Weitergegeben, übernommen und selten hinterfragt.
Schaut man Entstehung und Wirkweisen aus der Perspektive der Quantenphysik an, tauchen immer wieder Phänomene auf, die aus drei Komponenten bestehen. In der Energielehre sprechen wir von Energie, Licht und Information. In anderen Zusammenhängen von Verstand, Glauben und Bewusstsein. In der Geometrie lassen sich viele Formen auf Dreiecke zurückführen. Nicht alles ist drei. Aber vieles wird erst durch drei lebendig.
Auch im menschlichen Erleben zeigt sich dieses Muster. Der Körper als Träger der Erfahrung, als biologische Entwicklung der DNA, zwei Stränge, verbunden durch Balken, immer wieder kopiert, angepasst, weitergegeben. Der Geist als Zusammenspiel von Verstand, Glauben und Bewusstsein, geprägt durch Erfahrung, Erziehung und das Bedürfnis nach Orientierung. Und die Seele als Feld von Energie, Licht und Information. Oder anders benannt als Intuition, bestehend aus Information, Gefühl und einer Form von Verstehen, die eine Brücke zum Geist bildet.
Diese Dreieinigkeit wirkt auf den ersten Blick selbstverständlich. Und doch zeigt sie sich im Leben oft als Polarität. Körper und Geist übernehmen die Führung. Funktionieren, bewerten, entscheiden. Die dritte Ebene bleibt vorhanden, taucht als Bauchgefühl, als leise Stimme oder auch als überhörter Zweifel wieder auf. Wer kennt sie nicht, diese Momente, wenn etwas schiefgegangen ist und wir in der Reflexion erkennen: «Hätte ich doch meinem Gefühl vertraut.»
So entstehen Lebenskonzepte, die sich ziemlich wacklig anfühlen. Als würdest du auf einem zweibeinigen Stuhl sitzen, und es kostet eine ganze Menge Kraft und Balance, nicht umzufallen. Stabilität muss aktiv gehalten werden, sie lässt kein einfaches Empfinden zu. Sicherheit entsteht nur noch durch Kontrolle, die Verbindung fehlt. Erst wenn Spannung, Schmerz oder Erschöpfung auftauchen, wird spürbar, dass etwas nicht greift. Das dritte Stuhlbein wackelt, ist kürzer oder wir haben es durch einen bewussten Widerstand vielleicht sogar entfernt.
Dreieinigkeit beginnt dort, wo diese Komponente wieder einbezogen wird. Wo sie sich in die Erfahrungen des Lebens mit einbinden kann.
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