19/09/2020
Doctores quo vadis? Wie sieht eigentlich die Medizin der Zukunft aus? Man könnte meinen, das sei eine Frage des technischen Fortschritts. Wirklich? In Zeiten der Dominanz technokratischer Gesundheitssysteme klingt das selbstverständlich. Allerdings werden die Schatten, die sie werfen immer länger, und ein wahrnehmbarer Gewinn ist nur bei den finanziellen Umsätzen zu verorten, während sich der Zustand der Volksgesundheit eher verdunkelt.
Es ist Zeit geworden, in unseren technokratisch ausgerichteten Gesellschaften die Frage zu stellen, ob uns ein gehöriger Paradigmenwechsel im Gesundheitswesen nicht besser täte: Weg von der reduktionistischen Betrachtung und Behandlung des Menschen als biochemische Maschine (und neuerdings dazu noch als möglichst aus dem Verkehr zu ziehende Keimschleuder), hin zur Wiederentdeckung der natürlichen Dimensionen des Menschseins und seiner tatsächlich gewaltigen Resourcen zur Selbstheilung, die nur darauf warten, mit Weisheit und echter Heilkunst aktiviert zu werden.
Warum nur tragen die derzeitigen Gesundheitssysteme de facto mehr dazu bei, den Menschen zu entmündigen, zu schwächen und abhängig zu machen, anstatt ihn und seine Gesundheitsbasis zu stärken und ihm die Selbstermächtigung und Freiheit gesunden Selbstausdrucks zurückzugeben? Welchen Stellenwert hat hier die Würde des Menschen?
Reflektieren wir doch selbst einmal: Habe ich eher mehr Vertrauen in den Arzt, der schon wissen wird was mir fehlt oder eher mehr Vertrauen in die Selbstheilungskräfte? Erschreckend ist, dass die meisten sich wohl spontan für erstere Option entscheiden - und langfristig leider auch fatal!
Wer den Therapieempfehlungen der Mediziner vertraut, schadet sich häufiger, als er sich nützt. Zweifelhafte Therapien und OPs steigern aber oft nur die Gewinne.