21/01/2022
Der Bewegungsansatz der Reittherapie ist besonders geeignet, um auf motorische Störungen verbessernd einzuwirken. Das Pferd, zusammen mit seiner naturgebundenen Umgebung, um Wahrnehmungsbeeinträchtigungen entgegenzuwirken.
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Die Wahrnehmung mit seinen unterschiedlichen Sinneskomponenten kann am Pferd und um das Pferd geschult werden. Vor allem die propriozeptive und vestibuläre Schulung kann auf dem Pferd stattfinden.
Bei Störungen der vestibulären Wahrnehmung und Motorik kann die Reittherapie die körperliche Wirkweise der Arbeit auf dem Pferd nutzen.
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Dreidimensionale Schwingungsimpulse durch den Gang des Pferdes sowie Schwingungs- und Zentrifugalkräfte werden als therapeutisch wirksame Elemente eingesetzt sowie die Rotation des Beckens. Die Impulse übertragen sich über das Becken auf den Reiter, der sich daraufhin neu einpendeln und aufrichten kann.
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Bei Bedarf setzt sich der Reittherapeut mit auf das Pferd und stützt den Klienten. Zu schlaffe Muskel spannen sich an, verspannte entkrampfen sich und die Balance sowie die Haltung des Oberkörpers werden verbessert. Die Impulse durch das Pferd stimulieren neben Haltungsreaktionen auch Gleichgewichts- und Stützreaktionen.
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Der komplexe Bewegungsdialog setzt an verschiedensten neuronalen Stellen und Muskelaktivitäten an, durch die selbst die „einfachsten“ Bewegungen gesteuert werden.
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Ein Pferdeführer sollte bei dieser Arbeit der Reittherapie anwesend sein, um dem Pferd die Richtung und Geschwindigkeit vorzugeben. Gearbeitet wird größtenteils im Schritt, wobei in Einzelfällen auch die Aktivierung des Trabs eingebracht wird.
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Die motorische Entwicklung ist besonders bei Kindern wichtig für die Gesamtentwicklung, da Störungen nicht nur den Bewegungs- und Handlungsspielraum des Kindes einengen sondern damit auch soziale Aktivitäten, Selbstwert und andere Persönlichkeitseigenschaften beeinträchtigt werden.
Euer Team vom IPTh 💙🐴